Alexander Hicks
Alex Hicks (r.) mit Jeremy Adduono nach einem Spiel der Kölner Haie, 2006

Alexander „Alex“ Hicks (* 4. September 1969 in Calgary, Alberta, Kanada) ist ein ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler. In der Saison 2001/02 wurde er mit den Kölner Haien deutscher Meister.

Inhaltsverzeichnis

Karriere

Alex Hicks begann in seiner eishockeyverrückten Geburtsstadt Calgary früh mit dem Eishockey. 1988 wechselte er in die Vereinigten Staaten an die Universität Wisconsin, wo er vier Jahre lang spielte. Der links schießende Außenstürmer machte mit hervorragenden Scoringwerten auf sich aufmerksam - in drei seiner vier Spielzeiten an der Universität erzielte er mehr als doppelt so viele Punkte, wie er Spiele bestritt. Dennoch wurde er nie von einem NHL-Club gedraftet. So ging er 1992 für zwei Jahre in die East Coast Hockey League (ECHL) zu Toledo Storm. Dort bestritt er einen Großteil der Spiele, bekam aber bereits sporadische Einsätze in der American Hockey League (AHL) bei den Adirondack Red Wings, dem Farmteam der Detroit Red Wings.

1994/95 spielte er eine Saison für Las Vegas Thunder, bevor er im Jahr darauf seine NHL-Karriere für die Anaheim Mighty Ducks begann. In seiner ersten Saison in der besten Liga der Welt, war er beim Disney-Club gleich Stammspieler und spielte nur wenige Spiele in dessen Farmteam in der AHL. In der Saison 1996/97 wurde Hicks nach wenigen Spielen von den Mighty Ducks zu den Pittsburgh Penguins transferiert, wo er den Rest der Spielzeit und die folgende an der Seite von Mario Lemieux und Jaromir Jagr spielte. Die Saison 1998/99 begann er bei den San Jose Sharks, wechselte allerdings nach nur vier Spielen nach Florida zu den Panthers. Nachdem er ein weiteres Jahr bei den Panthers verbrachte, in dem er allerdings häufig in die AHL abgeschoben wurde, kehrte er der NHL den Rücken zu.

Zur Spielzeit 2000/01 wechselte er in die Deutsche Eishockey Liga (DEL) zu den Eisbären Berlin. Dort spielte er zwar sehr stark und erfolgreich, doch war das Jahr für die Eisbären nicht von Erfolg gekrönt. Er entschied, die Hauptstadt zu verlassen und unterschrieb einen Vertrag bei den Kölner Haien. Bereits in seiner ersten Saison am Rhein gewann er mit den Haien die Deutsche Meisterschaft und damit seinen ersten großen Titel. Dass er am Erfolg großen Anteil hatte, zeigen seine 52 Scorerpunkte aus 58 Vorrundenspielen und die Tatsache, dass er der erfolgreichste Spieler in den Play-offs war. 2003 wurde Hicks mit den Domstädtern Vizemeister und 2004 gewann er mit dem Team den DEB-Pokal. In beiden Spielzeiten, wie auch 2004/05 gehörte er zu den besten Spielern der Haie, wobei er in den letzten beiden Saisons häufiger mit Verletzungen ausfiel. In der DEL-Saison 2005/06 kämpfte Hicks lange Zeit mit einer Verletzung, weshalb er einen Großteil der Hauptrunde verpasste. Nachdem er mit den Haien im Halbfinale gescheitert war, beendete er seine aktive Karriere und kehrte in die USA (Phönix, Arizona) zurück.

Alex Hicks ist verheiratet und hat mit seiner Frau Sarah zusammen drei Kinder: Madison, Logan und Luke.

Alex Hicks Initiative

Im Oktober 2003 gründete Alex Hicks gemeinsam mit seiner Frau Sarah die Alex Hicks Initiative. Idee der Initiative ist es, gesundheitlich und sozial benachteiligten Kindern den Besuch eines Eishockeyspiels zu ermöglichen oder durch Aktionen eine Freude zu machen. Hicks gründete die Initiative nach eigenen Worten, da sich seine Familie in Köln sehr heimisch fühle und er den Menschen der Stadt, denen es nicht so gut gehe wie ihnen, etwas zurückgeben wolle. Nach Hicks' Rücktritt vom aktiven Eishockey 2006 entschieden sich die Haie, die Initiative trotzdem weiterzuführen.

Im Rahmen der Alex Hicks Initiative sind seit 2003 mehrfach Freikarten in Kinderheimen oder Kinderkrankenhäusern verteilt worden. Zudem wurden in den letzten Jahren während der Weihnachtszeit Spielzeugsammelaktionen durchgeführt, bei denen Fans alte Spielsachen bei Heimspielen in der Kölnarena abgeben konnten. Diese wurden von den Haie-Spielern verpackt und in Heimen oder Krankenhäusern verteilt. In der Spielzeit 2005/06 versteigerte das Fan-Webmagazin Haimspiel.de zehn Trikots, unter anderem von den ehemaligen Haie-Spielern Chris Rogles (jetzt Grizzly Adams Wolfsburg), Collin Danielsmeier (Iserlohn Roosters), Dieter Kalt (EC Red Bulls Salzburg) und Leonhard Wild (München), die von den jeweiligen Vereinen gestiftet wurden.

Statistik

Hauptrunde Play-Offs
Saison Team Liga Sp T A Pkt SM Sp T A Pkt SM
1992/93 Toledo Storm ECHL 52 26 34 60 100 16 5 10 15 79
1992/93 Adirondack Red Wings AHL 3 0 0 0 0
1993/94 Toledo Storm ECHL 60 31 49 80 240 14 10 10 20 56
1993/94 Adirondack Red Wings AHL 8 1 3 4 2 5 0 2 2 2
1994/95 Las Vegas Thunder IHL 78 24 42 66 212 9 2 4 6 47
1995/96 Baltimore Bandits AHL 13 2 10 12 23
1995/96 Mighty Ducks of Anaheim NHL 64 10 11 21 37
1996/97 Mighty Ducks of Anaheim NHL 18 2 6 8 14
1996/97 Pittsburgh Penguins NHL 55 5 15 20 76 5 0 1 1 2
1997/98 Pittsburgh Penguins NHL 58 7 13 20 54 6 0 0 0 2
1998/99 San Jose Sharks NHL 4 0 1 1 4
1998/99 Florida Panthers NHL 51 0 6 6 58
1999/2000 Louisville Panthers AHL 17 6 5 11 23
1999/2000 Florida Panthers NHL 8 1 2 3 4 4 0 1 1 4
2000/01 Eisbären Berlin DEL 56 27 31 58 189
2001/02 Kölner Haie DEL 58 26 26 52 130 13 7 7 14 32
2002/03 Kölner Haie DEL 46 21 17 38 132 15 7 10 17 20
2003/04 Kölner Haie DEL 41 14 16 30 122 4 0 0 0 16
2004/05 Kölner Haie DEL 40 11 19 30 106 6 4 2 6 10
2005/06 Kölner Haie DEL 26 8 6 14 63 8 5 3 8 55
DEL Total 267 107 115 222 742 46 23 22 45 133
NHL Total 258 25 54 79 247 15 0 2 2 8

Legende zur Spielerstatistik:
(Sp oder GP = Spiele insgesamt; T oder G = erzielte Tore; A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = Strafminuten; Min. = gespielte Minuten)

Weblinks

Alex Hicks

Alex Hicks Initiative


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Alexander Crummell — was born on March 3, 1819, in New York City to a former slave, Boston Crummell, and freeborn Charity Hicks, seemingly destined to become an abolitionist. From a very early age, his parents instilled in him values that would shape the rest of his… …   Wikipedia

  • Alexander Contee Hanson — (* 27. Februar 1786 in Annapolis, Maryland; † 23. April 1819 bei Elkridge, Maryland) war ein US amerikanischer Politiker (Föderalistische Partei), der den Bundesstaat Maryland in beiden Kammern des US Kongresses vertrat. Alexander Hanson erhielt… …   Deutsch Wikipedia

  • Alexander Downer — Infobox Prime Minister honorific prefix = The Honourable name =Alexander Downer honorific suffix =BA (Hons) order =38th Foreign Minister of Australia term start =11 March 1996 term end = 3 December 2007 predecessor =Gareth Evans successor =… …   Wikipedia

  • Alexander Korda Award, BAFTA — British Academy Film Award du meilleur film Les British Academy Film Awards du meilleur film sont décernées par la British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) lors de la cérémonie annuelle des British Academy Film Awards depuis 1948.… …   Wikipédia en Français

  • Alexander Korda Awards — British Academy Film Award du meilleur film Les British Academy Film Awards du meilleur film sont décernées par la British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) lors de la cérémonie annuelle des British Academy Film Awards depuis 1948.… …   Wikipédia en Français

  • Alexander Korda Awards, BAFTA — British Academy Film Award du meilleur film Les British Academy Film Awards du meilleur film sont décernées par la British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) lors de la cérémonie annuelle des British Academy Film Awards depuis 1948.… …   Wikipédia en Français

  • Alexander Stirling MacMillan — L honorable Alexander Stirling MacMillan (né le 31 octobre 1871, décédé le 7 août 1955) était un homme d affaires et homme politique canadien qui fut premier ministre de la Nouvelle Écosse. v · Premiers ministres de la Nouvelle Écosse …   Wikipédia en Français

  • Diogenes and Alexander — Alexander visits Diogenes in Corinth Diogenes asks him to stand out of his sun (engraving) The meeting of Diogenes of Sinope and Alexander the Great is one of the most well discussed anecdotes from philosophical histor …   Wikipedia

  • Russell Hicks — Dans Hitler – Dead or Alive (1942) Données clés Nom de naissance …   Wikipédia en Français

  • Taylor Hicks — Infobox musical artist Name = Taylor Hicks Img capt = Taylor Hicks performs for troops aboard the USS Ronald Reagan , docked at Coronado, California in December 2006 Img size = Background = solo singer Birth name = Taylor Reuben Hicks Alias =… …   Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”