Alexander Stuart, 1. Earl of Buchan
Siegel von Alexander Stuart, 1. Earl of Buchan

Alexander Stuart [Stewart] (* 1343; † 24. Juli 1394), gälisch: Alisdair Mor mac an Righ, Herr von Badenoch, Earl of Buchan[1], Earl of Ross[2], in Schottland besser bekannt als „Alasdair Mòr“ (Deutsch: Alexander der Große), berüchtigt als der „Wolf von Badenoch“.

Alexander Stewart war der vierte (uneheliche) Sohn von Robert II., König von Schottland, und seiner ersten Frau Elizabeth Mure von Rowallan.

1382 heiratete er Euphemia Ross, Countess von Ross. Diese verließ er jedoch später wegen einer Geliebten. Seine Frau fügte sich jedoch nicht in ihr Schicksal, sondern wandte sich an die Kirche in Person des Bischofs von Moray. Von ihm erhielt sie Recht, Alexander wurde exkommuniziert.

Der „Wolf von Badenoch“ nahm Rache und brannte die Städte Forres und Elgin, später auch die Kathedrale von Elgin, nieder. Sein Vater, der König, zwang ihn zur Wiedergutmachung, als Folge hiervon wurde die Exkommunikation schließlich aufgehoben.

Um den Tod des „Wolfs“ rankt sich die Legende, dass er Schach mit dem Teufel gespielt habe: In Ruthven Castle, seinem letzten Herrschersitz, wurde er von einem großen, dunkel gekleideten Mann besucht. Dieser wünschte eine Partie Schach mit Alexander zu spielen, wobei Alexander verlor. Als sein Gegner ihn matt setzte, erhob sich ein gewaltiges Unwetter; Wind, Donner und Blitz umtosten das Schloss. Erst am nächsten Morgen legte sich der Sturm. Alexanders Männer wurden außerhalb des Schlosses gefunden, alle schwarz verbrannt, wie vom Blitz getroffen. Der „Wolf“ selbst lag tot in der Halle, äußerlich unversehrt, wenn auch aus seinen Stiefelsohlen alle Nägel herausgezogen waren. Zwei Tage später fand die Prozession zu seiner Bestattung statt. Der Sarg nahm die erste Stelle der Prozession ein, worauf sich wieder ein fürchterlicher Sturm erhob. Erst als der Sarg an die letzte Stelle "verlegt" wurde, legte sich der Sturm.

Alexander Stewart, Wolf von Badenoch, liegt in der Dunkeld Kathedrale begraben (heute Ruine).

Einzelnachweise

  1. Handbook of British Chronology, Second Edition, Seite 471
  2. Handbook of British Chronology, Second Edition, Seite 487

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