Gießkanne

Gießkanne
Kunststoff-Gießkanne mit Brausemundstück

Eine Gießkanne, auch Sprenger, ist ein Gefäß zur Bewässerung von Pflanzen.

Bestandteile der Gießkanne sind Gefäß, Griff, Tülle und Brausemundstück, auch Schnulle genannt. Sie ist das am weitesten verbreitete Werkzeug der künstlichen Beregnung. Ihre spezielle Form dient dem Zweck, die benötigte Wassermenge in gewünschter Dosierung, möglichst zielgenau oder gleichmäßig verteilt, an die Pflanzen zu bringen.

Gießkannen gibt es in den verschiedensten Ausführungen und Materialien (Kunststoff, Blech, Keramik usw.). Die Form der Gießkannen wie auch deren Bestandteile wurden im Laufe ihrer Entwicklung immer weiter den speziellen Erfordernissen angepasst und verbessert. Auch Konrad Adenauer leistete dazu einen Beitrag: 1940 reichte er beim Reichspatentamt einen Antrag zu einem speziellen Brausekopf ein.

Gießkanne für Zimmer- oder Balkonpflanzen

Für Zimmerpflanzen gibt es kleinere Gießkannen (meistens mit einem Fassungsvermögen von ein bis zwei Litern), mit höherem Anspruch an Design und Aussehen als bei großen Gießkannen (bis zu 15 Liter) für Nutz- und Ziergärten. Außerdem ist die Tülle zum gezielten Wässern von Blumentöpfen oder Balkonkästen im Verhältnis zum Gefäß länger und schmäler als bei der Gartengießkanne. Bei technisch hochwertigen Gießkannen für Zimmerpflanzen liegt die Austrittsöffnung der Tülle bei waagerechter Position der Kanne deutlich höher als die Einfüllöffnung, wodurch das Risiko Wasser ungewollt zu vergießen minimiert wird.

Medien, Kunst und Umgangssprache

Pierre-Auguste Renoir: Mädchen mit Gießkanne

Obwohl die Gießkanne ein eher profaner Gebrauchsgegenstand ist, hat sie doch Eingang in die Kunst gefunden, wie das 1876 von Pierre-Auguste Renoir gemalte Bild „Mädchen mit Gießkanne“ zeigt.

Eine alternative Literaturzeitschrift der 70er Jahre hieß „Die Gießkanne“.

Die gleichmäßige Verteilung des Wassers durch Gießkannen stand Pate für die Bezeichnung Gießkannenprinzip.

Siehe auch: Gießkannenschwamm

Weblinks

 Commons: Gießkannen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Gießkanne – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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  • Gießkanne, die — Die Gießkanne, plur. die n. 1) S. Gießbecken. 2) Ein Gefäß in Gestalt einer großen Kanne mit einer Röhre und einem trichterförmigen durchlöcherten Aufsatze, die Gewächse im Garten, die Leinwand auf der Bleiche u.s.f. damit zu begießen; die… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Gießkanne — Gießgefäß; Kanne; Sprenger * * * Gieß|kan|ne 〈f. 19〉 Gefäß zum Begießen von Pflanzen * * * Gieß|kan|ne, die: 1. kannenförmiges Gefäß mit einem [siebartig durchlöcherten Aufsatz auf einem] Rohr zum Begießen von Pflanzen. 2. (ugs. scherzh.) Penis.… …   Universal-Lexikon

  • Gießkanne — Gieß·kan·ne die; ein Behälter (eine Kanne) mit einem langen Rohr, mit dem man die Pflanzen (im Haus und im Garten) gießt || Abbildung unter Gartengeräte …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • Gießkanne — Geeßkann (de) …   Kölsch Dialekt Lexikon

  • Gießkanne — Gieß|kan|ne …   Die deutsche Rechtschreibung

  • Die Gießkanne — Einige Exemplare der Gießkanne Die Gießkanne war eine „alternative“ Literaturzeitschrift in Deutschland. Sie erschien in insgesamt zehn Ausgaben zwischen 1973 und 1980. Alternativ nannte sich damals eine Szene von vorwiegend jungen, politisch… …   Deutsch Wikipedia

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