Alexander Wecker-Bergheim

Alexander Wecker-Bergheim (* 1924 in Baden-Baden; † 2001 in München; geborener Wecker) war ein deutscher Maler, Kunst-Professor und Vater des Sängers Konstantin Wecker.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Die Akademieausbildung in München fiel in die nationalsozialistische Ära. Als Regimegegner hatte er wenig Chancen für seine Entfaltung. Noch während des Krieges erfolgte seine Aufnahme in die Bayerische Kunstkammer. 1946 wurde er in den Berufsverband bildender Künstler Münchens aufgenommen, worauf erste Publikationen in der Neuen Zeitung folgten. 1947 bekamen der leidenschaftlichen Opernsänger und seine damalige Ehefrau Dorothea Wecker (* 19. Oktober 1920; † 6. Dezember 2006) den einzigen gemeinsamen Sohn Konstantin Alexander. 1957 und 1958 dozierte Wecker-Bergheim an der Universität von Los Angeles. 1969 gründete er seine eigene private Malschule. Ab 1975 übernahm er einen Lehrauftrag an der Graphischen Akademie in München. 1982 wurde Wecker-Bergheim zum Professor ernannt.

Kritik

Seine Lehrer an der Münchener Akademie, wie Walter Teutsch, Emil Pretorius, Olaf Gulbransson, konnten nicht das geben, was seine eigene Kunstvorstellung suchte. Die Kunstszene des Dritten Reiches hatte keine, seine Entwicklung bestimmenden Vorbilder. Auch nach Kriegsende suchte er keinen Anschluss an eine der neu entstehenden Künstlergruppen. Wäre nicht am Anfang seiner Laufbahn eine gründliche akademische Ausbildung gestanden, hätte er sich als Autodidakt bezeichnen wollen.

Bekanntschaften und Gespräche mit bedeutenden Menschen, wie Hans Habe, Erich Kästner, Hugo von Habermann oder Leo Samberger, waren für ihn ausschlaggebende Anregung und Bestätigung seiner eigenen Kunstauffassung und deren Verwirklichung.

Bis zum 30. Lebensjahr war für ihn die künstlerische »Welt« hell-dunkel, d.h. schwarz-weiß, vorwiegend in der Illustration philosophischer und phantastischer Konzeptionen. Dann erst begann ein ausschließlich farbiges Sehen.

Realistischer Impressionismus, wie er die damals gewonnene Ausdrucksform bezeichnete. Diese Stilrichtung innerhalb derer er vielerlei Abwandlungen fand, war dominant in allen seinen Arbeiten. Nach einem besonders bevorzugten Vorbild gefragt, nannte er William Turner, dessen Farbbehandlung und Pinselführung er bewunderte.

Das Bestreben des Künstlers Wecker-Bergheim war die Transponierung modernen Malempfindens in die Normen der Ästhetik. Besonders bevorzugte er die menschliche Darstellung im Porträt. Viele Jahre widmete er sich auch der Freskomalerei (u.a. Aufträge der Städte München und Augsburg). Seine Werke erschienen in Ausstellungen des In- und Auslandes. Sein Atelier und angeschlossene Ausstellungsräume befanden sich in München. Ein großes Anliegen war ihm seine Malschule. Auszug aus dem italienischen "Lexikon zeitgenössischer Künstler": "Die Forschung nach Chromatismen scheint die Richtung zu sein, innerhalb deren sich die Sensibilität des Künstlers für das Bild bewegt, das besonders aus der Begegnung von Farbpassagen entsteht. Seine Pinselführung ist sehr weitläufig, wobei er immer Effekte von nur ausschließender Plastizität ablehnt. Durch sie zerlegt er den Lichtrhythmus in eine wertvolle perspektivische Ebene."

Auszeichnungen

Weblinks


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