Alexander von Knobelsdorff
Generalfeldmarschall Alexander Friedrich von Knobelsdorff

Alexander Friedrich von Knobelsdorff (* 13. Mai 1723 in Cunow bei Crossen; † 10. Dezember 1799 in Stendal) war ein preußischer Generalfeldmarschall

Leben

Knobelsdorff, ursprünglich Kavallerist, hatte in den Schlesischen Kriegen Auszeichnungen erhalten und war Kommandeur der Regimenter Braunschweig-Bevern zu Fuß und Schwarz zu Fuß, bevor er 1776 als Oberst und Chef das Regiment Stojentin zu Fuß in Stendal übernahm. Im Bayrischen Erbfolgekrieg führte er 1778 eine Brigade bei der Armee des Prinzen Heinrich und zeichnete sich im Gefecht bei Gabes aus. Auch sein altmärkisches Regiment war daran beteiligt.

Im Feldzug gegen Holland 1787 führte er die Division auf dem linken Flügel. Armeeführer war damals der Herzog von Braunschweig. Bei Ausbruch des Krieges 1792 gegen Frankreich blieb er zunächst in Stendal, während sein Regiment zum Korps des Herzogs von Braunschweig stieß. Als jedoch nach Verschlechterung der Kriegslage im März 1793 der Herzog krankheitshalber die Koalitionsarmee verlassen musste, übernahm Knobelsdorff für ihn den Oberbefehl der preußischen Truppen. Im Sommer 1793 zeichnete sich Knobelsdorff mit seinem Korps, wozu auch das altmärkische Regiment gehörte, bei Valenciennes so aus, dass er zum Generalleutnant befördert und mit einem besonderen Lob des Königs bedacht wurde.

Als häufiger Gast des Königs nahm der inzwischen zum Feldmarschall beförderte General noch im Herbst 1799 an Manövern in Potsdam teil. Ein Schlaganfall, den er am 10. Dezember 1799 in Stendal erlitt, beendete sein Soldatenleben in der Garnisonsstadt seines Regiments.

Knobelsdorff stand der Stendaler Loge "Zur goldenen Krone" jahrelang als Logenmeister vor. Er galt als universell gebildet und kannte als großer Jäger und Naturfreund die Stendaler Umgebung sowie die Letzlinger Heide sehr genau, die er für Wanderungen und Jagdausflüge nutzte. Als einer seiner bekanntesten Schüler gilt General Ernst von Rüchel, Generalinspekteur des preußischen Militärbildungswesens und Mitverlierer der Schlacht bei Jena am 14. Oktober 1806.

Literatur


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