Alexander von Lichtenberg

Alexander von Lichtenberg (* 20. Januar 1880 in Budapest; † 21. April 1949 in Mexiko-Stadt[1]) war ein ungarischer Urologe.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Der Sohn eines Budapester Hals-Nasen-Ohrenarztes studierte Medizin in Budapest[1] und Heidelberg[2] und arbeitete als Arzt an der chirurgischen Universitätsklinik in Heidelberg. Zusammen mit seinem damaligen Koassistenten Friedrich Voelcker gründete er später die Zeitschrift für Urologische Chirurgie.[3] Nachdem von Lichtenberg 1908 an die damaligen Kaiser-Wilhelm-Universität in Straßburg gewechselt war, habilitierte er sich dort 1910 unter Otto Wilhelm Madelung[2] mit dem Thema „Neuere Methoden der Nierendiganostik“.[1] 1920 zog er nach Berlin, wo er zunächst als praktischer Orthopäde arbeitete und ab 1922 als beratender Urologe half, die urologische Abteilung des St.-Hedwig-Krankenhauses aufzubauen. Wegen seiner jüdischen Abstammung emigrierte er 1936 mit seiner Familie nach Budapest, 1939 schließlich nach Mexiko, wo er 1949 an den Folgen einer abdominellen Erkrankung starb.

Nachwirkungen

In Erinnerung an Alexander von Lichtenberg verleihen die Deutsche Gesellschaft für Urologie und der Berufsverband der Deutschen Urologen gemeinsam mit dem Unternehmen Takeda Pharma seit 2000 einen mit 5.000 Euro dotierten Alexander-von-Lichtenberg-Preis an niedergelassene Urologen, „die in ihrer täglichen Arbeit herausragende Leistungen auf dem Gebiet der ambulanten Urologie erbringen.“[4]

Einzelnachweise

  1. a b c Alexander von Lichtenberg (1880-1949). Abgerufen am 13. Dezember 2008.
  2. a b Ein Pionier der Urologie. Abgerufen am 13. Dezember 2008.
  3. Alexander von Lichtenberg, MD, 1880 - 1945. Abgerufen am 13. Dezember 2008 (englisch).
  4. Alexander-von-Lichtenberg-Preis. Abgerufen am 13. Dezember 2008.

Weblinks


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