Alexandre Angelique de Talleyrand-Perigord
Alexandre Angélique de Talleyrand-Périgord. Portrait von Joseph Chabod (1822).

Alexandre Angélique de Talleyrand-Périgord (* 16. Oktober 1736 in Paris; † 20. Oktober 1821 ebenda) war ein französischer Bischof und Staatsmann.

Leben und Wirken

Talleyrand war ein Onkel väterlicherseits des Staatsmannes und Diplomaten Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord.

Talleyrand wurde am Collège de La Flèche in Paris, am Seminar von Saint-Sulpice und an der Faculté de droit in Reims theologisch und juristisch ausgebildet. 1761 wurde er zum Priester geweiht. 1762 trat er in den Dienst des Generalvikars (vicaire général) von Verdun, 1766 wurde er Bischof-Koadjutor in Reims und schließlich wurde er am 27. Oktober 1777 zum Erzbischof eben dieser Diözese geweiht. 1789 war Talleyrand einer der Vertreter des Klerus in den Generalständen. 1790 ging Talleyrand ins Exil, das der emigré nacheinander in Aachen, Weimar und Braunschweig verbrachte. Talleyrand, der das Konkordat von 1801 ablehnte, blieb bis nach der bourbonischen Restauration 1815 in seinem Amt, das er erst am 8. November 1816 ablegte. Während der „Hundert Tage“, Napoleons kurzzeitiger Rückkehr an die Macht, folgte Talleyrand, ein Befürworter der bourbonischen Monarchie, Ludwig XVIII. ins Exil nach Gent. Am 28. Juli 1817 wurde Talleyrand zum Kardinal ernannt und am 1. Oktober 1817 wurde er Erzbischof von Paris.

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