Alexandros Ipsilantis
Alexander Ypsilantis.

Fürst Alexander Ypsilantis oder Ypsilanti (griechisch Αλέξανδρος Υψηλάντης - Aléxandros Ypsilántis; * 12. Dezember 1792 in Konstantinopel; † 31. Januar 1828[1] in Wien) war ein General im Kampf um die Unabhängigkeit Griechenlands.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Alexander Ypsilantis, Offizier des russischen Heeres, übernahm 1820 und nachdem Ioannis Kapodistrias, Minister des Zaren, zuvor abgelehnt hatte, die Verantwortung der bis dahin kopflosen Organisation Philiki Etaireia (etwa „Freundschaftsgesellschaft“) zur Vorbereitung und Planung des Griechischen Freiheitskampfes gegen die Türken. Im Generalplan, der noch im gleichen Jahr entstand, war vorgesehen, dass der Kampf zunächst in den Gebieten nördlich der Donau (Moldau und Walachei) starten sollte.

Das griechische Heer aber, das nur aus wenigen Freiwilligen bestand, wurde von den osmanischen Streitkräften geschlagen. Ypsilantis wurde auf seinem Weg nach Griechenland von den österreichischen Behörden festgenommen und in der Kleinen Festung in Theresienstadt inhaftiert. Ein Jahr vor seinem Tod in Wien wurde er aus der Gefangenschaft entlassen.

Grabplatte auf dem St. Marxer Friedhof in Wien

Georg Simon Sina errichtete für Ypsilantis ein Mausoleum in Sieghartskirchen. Dort ruhten seine Gebeine von 1906-1964. Eine Grabplatte am St.Marxer Friedhof in Wien erinnert an ihn. Heute ruhen die Gebeine Ypsilantis in Thessaloniki.

Literatur

  • P. Broucek: Alexander Ypsilantis Gefangenschaft in Österreich, in: Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 17/18, 1964/65, S. 550-559

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Die kleine Enzyklopädie, Encyclios-Verlag, Zürich, 1950, Band 2, Seite 950

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