Alexei Bogoljubow
Portrait Alexei Bogoljubows, gemalt von Ilja Jefimowitsch Repin

Alexei Petrowitsch Bogoljubow (russisch Алексей Петрович Боголюбов); * 16. März 1824 nahe Weliki Nowgorod, † 3. Februar 1896 in Paris) war ein russischer Landschaftsmaler.

Leben

Alexei Petrowitsch Bogoljubow wurde 1824 in einem pommerischen Dorf nahe der Stadt Weliki Nowgorod geboren. Sein Großvater war der bekannte Philosoph und Schriftsteller Alexander Nikolajewitsch Radischtschew. 1841 schloss Bogoljubow seine Ausbildung an einer Militärschule ab und diente einige Zeit in der russischen Marine. Ab 1849 besuchte er die Sankt Petersburger Kunsthochschule und lernte unter Maxim Worobjow. Daneben hatten auch die Werke von Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski einen großen Einfluss auf seine Malerei. Bogoljubow schloss sein Studium 1853 ab. Er trat als Marineoffizier zurück und ließ sich als Künstler in das Marinehauptquartier versetzen.

Ab 1854 bereiste Bogoljubow Europa und arbeitete mit verschiedenen Künstlern wie Alexander Iwanow und Andreas Achenbach zusammen. In Paris freundete er sich auch eng mit Camille Corot und Daubigny an, bevor er 1860 nach Russland zurückkehrte. In der darauffolgenden Zeit bereiste er die Wolga-Region. Sein Malstil veränderte sich von der Romantik hin zum Realismus. Die Russische Kunstakademie nahm ihn 1871 auf und ernannte ihn zum Professor. Ab den 1870ern hatte Bogoljubow verstärkt Kontakt zur Peredwischniki-Gruppe, die ihn zu einem Mitglied des Vorstandes wählte. Den sozialen Ideen der Gruppe gegenüber blieb er aber distanziert und verließ die Peredwischniki schließlich 1873 wieder und zog nach Paris.

In Saratow eröffnete er 1885 das nach seinem Großvater Alexander Radischtschew benannte Radischtschew-Kunstmuseum. Bogoljubow starb am 3. Februar 1896 in Paris. Sein Vermögen vermachte er dem Museum und der diesem angeschlossenen Malereischule.

Literatur

  • M. I. Andronnikova: Bogoliubov. Moskau 1962

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