Alexej Wiktorowitsch Kassatonow

Alexei Wiktorowitsch Kassatonow (russisch Алексей Викторович Касатонов; * 14. Oktober 1959 in Leningrad, Sowjetunion) ist ein ehemaliger russischer Eishockeyspieler (Verteidiger).

Seine Karriere begann im Alter von 16 Jahren bei SKA Leningrad. Zwei Jahre später wurde er von HC ZSKA Moskau gedraftet. In Moskau wurde er einer der bester Verteidiger der Welt und gewann mit ZSKA 11-mal den Meistertitel.

Mit der Sowjetischen Nationalmannschaft nahm er an drei Olympischen Winterspielen teil und konnte 3 Goldmedaillen und 1 Silbermedaille erringen. Darüber hinaus konnten sie 5-mal die Eishockey-Weltmeisterschaften gewinnen und Kassatonow wurde 1983 zum besten Verteidiger des Turniers gekürt.

Kassatonow und sein Partner Wjatscheslaw Fetissow galten als das beste Verteidigerteam außerhalb der NHL. Als Block hinter der berühmten KLM-Reihe bildeten sie eine fast unschlagbare Mannschaft. Manche Experten glaubten auch, das er noch besser gewesen sei als Fetissow. Dies und die Tatsache, dass er der „Lieblingsspieler“ und das sogenannte „Auge“ des damaligen Trainers der Sowjetischen Nationalmannschaft Wiktor Tichonow gewesen war, führte zu einem unrettbaren Bruch in der Freundschaft.
Auch wollte er die Rebellion der russischen Spieler, angeführt von Igor Larionow und Fetissow, gegen das sowjetische System, für eine bessere Behandlung und die Möglichkeit auch außerhalb der Sowjetunion zu spielen, nicht unterstützen.

1989 wechselte er zu den New Jersey Devils, von ihnen war er schon beim NHL Entry Draft 1983 in der 12. Runde an 225. Stelle gezogen worden. Hier traf er wieder auf Fetissow, doch beide vermieden es weiterhin miteinander zu kommunizieren.

Mittlerweile 30 Jahre alt, war er noch immer ein sehr guter Verteidiger und so wechselte er 1993 zu den Anaheim Mighty Ducks. Hier wurde er auch für das All-Star Game nominiert. 1995 wurde er von den Boston Bruins angeheuert, damit er die Bruins Legende Ray Bourque unterstützte.

Seine Karriere beendete er in der Saison 1996/97 bei ZSKA Moskau unter Wiktor Tichonow.

Auch nach seiner aktiven Zeit blieb er dem Eishockey verbunden. So führte er die Russische Eishockeynationalmannschaft bei den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano als Generalmanager zur Silbermedaille.

1981 wurde er mit der Aufnahme in die Russische und sowjetische Hockey Hall of Fame geehrt.

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