Grad (Slowenien)

Grad ist eine Gemeinde und eine Ortschaft in Goričko, dem hügeligen Teil der historischen Region Prekmurje in Slowenien. Oberhalb des Ortskerns, auf einem Hügel aus Basalttuff, steht die Burg Oberlimbach (slowenisch Grad, auch Gornja Lendava, ungarisch Felsölendva).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Kommune nimmt den nordwestlichen Bereich des Hügel- und Grabenlandes von Goričko ein. Das Gebiet der Gesamtgemeinde Grad erstreckt sich über eine Fläche von ca. 37,4 km² und grenzt an die Nachbargemeinden: im Norden an Kuzma, im Nordosten an Gornji Petrovci, im Osten und Süden an Puconci und im Westen an Rogašovci.

Der Gemeindebereich umfasst die Niederungen der vier in Nord-Süd-Richtung sich hinziehenden Bächläufe, des Lukaj-, Grački-, Spunika- und Bezjak-Baches mit Höhen um 250 m und die sich dazwischen hinstreckenden Höhenrücken mit bewaldeten Kuppen und Hügel. Die markantesten dieser Höhen sind: Križarka 413 m, Klemberg 376 m, Popošček 369 m und Gomila 335 m. Das gesamte Gemeindegebiet gehört dem Dreiländerpark Raab-Goričko-Örseg an.

Die Kommune zählt ca. 2400 Einwohner und setzt sich aus den folgenden sieben Ortschaften zusammen. Hinter den heutigen Ortsnamen sind die amtlichen ungarischen Exonyme von 1890 in Klammer angeführt.

  • Dolnji Slaveči (Alsócsalogány)
  • Grad (Felsölendva)
  • Kovačevci (Vaskovácsi)
  • Kruplivnik (Vaskorpád)
  • Motovilci (Mottolyád)
  • Radovci (Radófa)
  • Vidonci (Vidorlak)

Der Ort

Die Ortschaft Grad (deutsch Oberlimbach, ungarisch Felsőlendva) ist mit 686 Einwohnern (2002) eine der größten Siedlungen im Hügelland von Goričko. Der Ort besteht aus dem kleinen "Pörga" genannten Zentrum, das sich um die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt (sv. Marije vnebovzete) ausbreitet, und mehreren verstreuten Häusergruppen in den Niederungen und auf den Höhen um den Schlossbach (Graški potok).

Die Siedlung entwickelte sich um die mittelalterliche Burg, von der aus jahrhundertelang, das umfangreiche Herrschaftsgebiet in Goričko und teilweise in Ravensko verwaltet wurde. Im Jahre 1365 wird die Ansiedlung erstmals als „Waraliafolu“ urkundlich erwähnt und bereits 1478 als Markt bezeichnet, „opidum Lyndwa“, und 1499 wiederum, „oppidum Felsewlyndwa“.

Im Jahre 1890 wurde das Dorf amtlich Felsőlendva bezeichnet und hatte 809 Einwohner, davon bekannten sich 663 als Slowenen, 121 als Deutsche, 23 als Ungarn, 2 gaben eine andere Nationalität an. Der Ort gehörte zum Bezirk Muraszómbat (heute Murska Sobota) des Komitats Eisenburg/Vas.

Der Friedensvertrag von Trianon schlug das Dorf dem Königreich SHS zu. Für den nun amtlich Gornja Lendava genannten Ort wurden bei der Volkszählung am 31. Januar 1921 folgende Daten ermittelt: 1024 Slowenen, 20 Ungarn und 20 Deutsche, von diesen 1064 Bewohnern bekannten sich 976 zum katholischen und 82 zum evangelischen Glauben.

Bei der Zählung im Jahre 1931 wurden 1020 Einwohner ermittelt, im Jahre 1961 waren es 937 und für das Jahr 1971 sind folgende Zahlen bekannt: 920 Einwohner, 197 Häuser, 221 Haushalte und 702 Dorfbewohner, die von Einkünften aus der Landwirtschaft lebten.

Persönlichkeiten

  • Johann Spech (1767-1836), Komponist und Musiker, verstarb hier am 24. November 1836.
  • György Almásy (1867-1933), Ethnologe und Asienforscher, wurde hier am 11. August 1867 geboren.

Die Burg

Schloss Oberlimbach, Felsölendva, Grad um 1900

Literatur

  • Ivan Zelko, Historična Topografija Slovenije I. Prekmurje do leta 1500. Murska Sobota, 1982.
  • Matija Slavič, Naše Prekmurje. Murska Sobota, 1999.
  • Atlas Slovenije, Ljubljana 1985.

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