Alfons Deeken

Alfons Deeken SJ (* 1932 in Emstek bei Oldenburg) ist ein deutscher Jesuit und Philosoph.

Leben

Alfons Deeken trat 1952 dem Jesuitenorden bei und ging 1959 nach seinem Studium in München und Tokio sowie Promotion (PhD) an der Fordham University in New York als Missionar nach Japan. Er wurde 1965 in Tokio zum katholischen Priester geweiht.

Deeken erhielt 1973 einen Ruf als Professor für Philosophie an die Sophia-Universität in Tokio. Sein Fachgebiet war die Philosophie des Todes. 2002 wurde er emeritiert.

Er gründete 1982 die Japanische Gesellschaft für Sterbeerziehung und Trauerarbeit. Deeken war Initiator der Hospizidee in Japan; bisher gab es solche Einrichtungen in Japan nicht. Die Gesellschaft hat in 47 japanischen Städten mittlerweile circa 6000 Mitglieder.

Deeken erhielt 1989 den Globalpreis für soziale Wohlfahrt und Sozialmedizin der Internationalen Globalstiftung in Tokio, zwei Jahre später dann den Kikuchi-Kan-Preis. 1998 erhielt er das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und 1999 den Kulturpreis der Präfektur Tokio (Tōkyō-to bunka-shō).

Er veröffentlichte 27 Bücher in Japan; in Deutschland erschien der Titel Alt sein ist lernbar.

Alfons Deeken ist seit 1965 Mitglied der katholischen Studentenverbindung Edo-Rhenania, einer befreundeten Verbindung des CV.

Schriften (in Deutsch)

  • Alt sein ist lernbar. Anleitung und Hilfe, Butzon U. Bercker 2000, ISBN 3766696521

Weblinks


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