Graphologie

Die Graphologie (neue Rechtschreibung: Grafologie), auch Schriftpsychologie genannt, jedoch nicht unbedingt gleichbedeutend mit dieser, beschäftigt sich mit der Analyse der Handschrift von Individuen zum Zweck der psychologischen Diagnostik und Beratung. Dazu werden Schriftproben verwendet, die das „normale“ Schriftbild des Probanden wiedergeben (z. B. Briefe, Notizen, Aufzeichnungen, Abschriften), keine Kalligraphien oder verstellte Schriften (z. B. Anonymschreiben).

Graphologie ist seit langer Zeit umstritten. Auch wenn Befürworter viele Beispiele einer anekdotischen Evidenz anbringen, zeigen Metaanalysen in den meisten wissenschaftlichen Studien keinen Beweis für die behaupteten Zusammenhänge zwischen Handschrift und Persönlichkeitsmerkmalen.[1] Daher wird die Graphologie heutzutage als Pseudowissenschaft angesehen.

Inhaltsverzeichnis

Methodik

Die Graphologie nimmt an, dass der Duktus als die charakteristische Art einer Person zu schreiben die Möglichkeit begründet, von der individuellen Handschrift auf die individuelle Persönlichkeit eines Menschen zu schließen. Die Handschrift ist ein individuelles und relativ konstantes[2] Verhaltensmuster, so dass die Graphologie aus dem Ausdrucksmuster[3] auf Aspekte der Persönlichkeit schließen will. Dabei ist Ausdruck Körpersprache, so dass Schriftmerkmale erst im sprachwissenschaftlichen Kontext ihre Bedeutung gewinnen. Die graphologische Methode ist Analyse und Synthese. Zunächst werden Schriftmerkmale erhoben, die Ganzheitsmerkmale, Grundeigenschaften und Einzelmerkmale umfassen. Ebenso wie bei der Interpretation von Texten – siehe hermeneutischer Zirkel – wird die Bedeutung der Schriftmerkmale dann aus dem Kontext[4] erschlossen und ein Persönlichkeitsbild erstellt. Im Persönlichkeitsbild sollen die Grundzüge der globalen Persönlichkeitsstruktur des Schreibers sichtbar werden.[5]

Aus Ganzheitsmerkmalen (z. B. Rhythmus, Einheitlichkeit, Versteifungsgrad), Grundeigenschaften (z. B. Größe, Längenunterschiedlichkeit, Längenteilung, Bereicherung, Druckstärke, Schriftlage) und Einzelmerkmalen (z. B. Besonderheiten der Unterschrift) erstellt der Graphologe ein Charakterbild. Wichtig sind aus Sicht der Graphologie auch so genannte Eindruckscharaktere:[6] Das sind Eigenschaftsbegriffe, mit denen sich sowohl Handschriften als auch Charaktereigenschaften beschreiben lassen sollen (z. B. lebendig, dynamisch, differenziert, kreativ, ausgeglichen). Die Deutung der Handschrift erfolgt hier direkt, indem das Merkmal der Handschrift ein Argument für die entsprechende Persönlichkeitseigenschaft ist, die im Kontext der anderen Merkmale erschlossen wird.

Die Graphologie behauptet nicht, ein psychologischer Test zu sein, sondern betont, dass ihre Methoden nur bedingt quantifizierbar sind.[7] Sie behauptet nicht Validität, sondern die Unangemessenheit der bisher angewendeten empirischen Methoden. Die Graphologie stellt die Notwendigkeit der Interpretation und Deutung im Einzelfall in den Vordergrund und trifft so Aussagen zur Persönlichkeit.

Anwendungen

Graphologen können für die Analyse einer Persönlichkeitsentwicklung, für eine Partnerschaftsberatung, Erziehungsberatung, Laufbahnberatung oder Personalberatung beauftragt werden. Für die Beratung sollte der Kontext bekannt sein und möglichst auch ein mündliches Beratungsgespräch erfolgen.[8] Als professionelle Graphologen gelten Fachpsychologen mit Zusatzstudium und anerkannter Prüfung in der Graphologie.[9] Graphologische Analysen wollen auch zum Verständnis historischer Persönlichkeiten beitragen. Beratungen und Analysen dieser Art sind jedoch im Allgemeinen nicht wissenschaftlich anerkannt.

In der Personalauswahl in Unternehmen werden Graphologen nur noch in seltenen Fällen mit herangezogen, zumal ein handschriftlich verfasster Lebenslauf z.B. kaum noch verlangt wird und wissenschaftliche Studien keine signifikanten Erfolge nachweisen konnten.[10] Personalverantwortliche insbesondere in Frankreich und in der Schweiz sehen darin dennoch relativ häufig eine Entscheidungshilfe, um Aussagen über die Persönlichkeit eines Bewerbers treffen zu können.[11] Graphologie in der Arbeitswelt berührt auch juristische Fragen ibs. jene des Persönlichkeitsrechts.[12] Einer der von daher entwickelten Rechtsgrundsätze ist jener, dass keine (mehr oder weniger umfassenden) Persönlichkeitsprofile erstellt werden dürfen. Unabhängig davon erscheint eine pragmatisch orientierte Zielsetzung diskutabel, die sich auf das Potenzial zu "kritischem Verhalten" (eines Bewerbers) konzentriert. [13]

Kritik und Ergebnisse wissenschaftlicher Studien

Ruf als Pseudowissenschaft

Graphologische Gutachten, wie sie gelegentlich noch in der Personalauswahl zum Einsatz kommen, sind eine umstrittene Form der psychologischen Diagnostik. Schlägt man einschlägige Werke der deutschen Personaldiagnostik auf, so wird deutlich, dass die Graphologie wissenschaftlich keine Bedeutung mehr hat und nur als Beispiel für ein invalides Verfahren genannt wird.[14]

Die teils vorhandenen Anekdoten von Graphologen über zufriedene Kunden ist ähnlich wie in der Astrologie oder der Wahrsagerei auf psychologische Effekte wie den Barnum-Effekt zurückzuführen. Graphologen gelang es bisher nicht, den Nutzen der Graphologie wissenschaftlich zu belegen, es mangelt an einer plausiblen Theorie und an statistischen Belegen, die den Einsatz rechtfertigen. So konnten Graphologen bei Doppelblindstudien keine signifikant besseren Vorhersagen erzielen, als dies der Kontrollgruppe durch zufälliges Erraten gelang.[15][16]

Die Urteilsbildung bei diesem Verfahren ist indirekter Natur und völlig undurchsichtig. Unter Psychologen gilt die Graphologie in der Personalberatung als unvalide und bei Bewerbern in Deutschland als unbeliebt. Zahlreiche Studien kommen in der Regel zu niederschmetternden Validitätsergebnissen. Zwar wurden in Studien Korrelationskoeffizienten von r = 0,20 erreicht, aber Nicht-Graphologen kamen fast durchweg zu valideren Ergebnissen. Werden neutrale Schriftproben (also nicht der Lebenslauf) eingereicht, versagen die graphologischen Gutachten vollkommen (r = 0,02). Die Metaanalyse von Schmidt/Hunter (1998)[17] gesteht der Graphologie keinen Zusatznutzen zu, wenn man ein beliebiges Instrument der Personalauswahl mit der Graphologie kombiniert und die zusätzliche Validität misst.

Metaanalysen

Auch wenn von Befürwortern viele Beispiele einer anekdotischen Evidenz vorgebracht werden, zeigt sich in den meisten wissenschaftlichen Studien kein Beweis für die behaupteten Zusammenhänge zwischen Handschrift und Persönlichkeitsmerkmalen einer Person. Die Studienlage kann derzeit so zusammengefasst werden, dass die Deutung der Handschrift keinen Aufschluss auf die Persönlichkeit zulässt und auch nicht in der Lage ist, beispielsweise die berufliche Leistung zu prognostizieren.[18]

Wichtig bei der Frage nach der Validität einer Methode ist, wenn möglich, nicht nur wenige Einzelstudien zu betrachten, sondern die Kombination einer Vielzahl von Studien besonders zu berücksichtigen - sogenannte Metaanalysen. In solchen Metaanalysen hat die Graphologie als Methode zur Deutung von Persönlichkeitseigenschaften oder gar Berufserfolg nicht bestehen können: Bereits 1982 zeigte eine Metaanalyse in die Daten aus über 200 Studien eingingen, dass mit graphologischen Methoden keinerlei Persönlichkeitseigenschaften vorhersagbar sind.[19] Auch in späteren Analysen zeigt sich, dass Graphologen nicht zu valideren Aussagen kommen als Laien [20] und Graphologie nicht als Methode in der Personalauswahl geeignet ist.[17]

Es verwundert daher nicht, dass Graphologie nicht sonderlich verbreitet in der Personalauswahl ist[21] und ihr auch von Seiten der Bewerber die geringste Aussagekraft gängiger Personalauswahlverfahren beigemessen wird.[22]

Stellungnahme graphologischer Organisationen

Um 1985 hat M. Moore acht der wichtigsten weltweiten Organisationen der Graphologie aus dem Yearbook of International Organizations (1983) kontaktiert und eine kontrollierte Studie angefordert, in der gezeigt werden sollte, dass die Handschriftanalyse Vorhersagen über die Charaktereigenschaften von Angestellten ermöglicht. Vier der Organisationen antworteten überhaupt nicht. Von den vier übrigen konnte keine eine solche Studie vorweisen, nur eine leitete ihm einen nichtfachlichen Artikel des Playboy-Magazins weiter. Eine weitere Organisation berief sich auf eine Studie (Allport und Vernon, Studies in Expressiv Movement, 1933), entweder ohne zu verstehen, dass diese Arbeit eine negative Evaluation der Graphologie ergab, oder in der Hoffnung, dass Moore die Referenz nicht überprüfen würde.[16][23][24]

In der Internetpräsenz heutiger deutschsprachiger Graphologenverbände findet man zum Teil auch Publikationen zur Forschung,[25] die jedoch kaum wissenschaftlichen Standards genügen, um überhaupt überprüfbar zu sein. Darunter findet sich auch eine Stellungnahme zu einer Metaanalyse,[26] die aber keine überprüfbare Gegenthese anbietet, stattdessen Metaanalysen an sich in Frage stellt. Aus dem Dokument geht auch hervor, dass selbst unter Graphologen noch Uneinigkeit darüber herrscht, welche Schriftvariablen sinnvolle Ergebnisse liefern oder welche Zielsetzung die Graphologie überhaupt verfolgt. Im Text heißt es „Das Problem ist aber, dass im allgemeinen nicht Leistungen prognostiziert, sondern Eigenschaften beurteilt werden sollen.[27] Theorien sind aber überhaupt nur dann falsifizierbar, wenn sie Vorhersagen liefern.

Abgrenzung der Graphologie zu anderen Disziplinen

Unterscheidung von der Schriftvergleichung

Zwischen Graphologie und Schriftvergleichung muss klar unterschieden werden.[28] Denn die Graphologie beschäftigt sich nicht damit, den Urheber eines handgeschriebenen Textes oder die Echtheit oder Unechtheit einer Unterschrift festzustellen, wie dies z. B. Gutachter bei einem Testament oder in der Kriminalistik tun. Dies ist Aufgabe der Schriftvergleichung, bei welcher der Charakter des Schreibers keine Relevanz besitzt.

Unterscheidung von der Schriftpsychologie

In der Praxis wird der Begriff „Schriftpsychologie“ häufig mit dem Begriff „Graphologie“ gleichgesetzt. Das hat unter anderen auch Teut Wallner 1998 kritisiert: „Schriftpsychologie und Graphologie werden heute oft als Synonyme verwendet, obwohl sie sich – was die wissenschaftlichen Anforderungen angeht – deutlich unterscheiden: Seit den 60er Jahren wird die Schriftpsychologie in Abgrenzung zur Graphologie als empirisch fundierte und kontrollierte Methode der Handschriftendiagnostik entwickelt.“[29]

Angelika Seibt hat 1994 den Begriff „Schriftpsychologie“ aus einer Gegenüberstellung graphologischer und graphometrischer Methoden entwickelt und dabei auch den graphometrischen Ansatz kritisiert.[30] Insbesondere die Vorstellung einer voraussetzungslosen Forschung ist in der heutigen Wissenschaft nicht mehr haltbar. Wissenschaft setzt Theoriebildung voraus. In diesem Sinne basiert „Schriftpsychologie“ auf den traditionellen graphologischen Theorien; zugleich wird die Notwendigkeit empirischer Forschung betont. Graphologische Theorien dienen der Hypothesenbildung für empirische Forschungen. Schriftpsychologie ist eine Erfahrungswissenschaft.

Lothar Michel hat sich 1984 für eine Schriftpsychologie als Grundlagendisziplin ausgesprochen.[31] Auch Michel intendierte eine Schriftpsychologie als Erfahrungswissenschaft. Im Unterschied zu Wallner ging es Michel aber nicht um Handschriftendiagnostik oder persönlichkeitspsychologische Diagnostik, sondern um die Erforschung der Entstehungsbedingungen der Handschrift. Hier wird ein weiterer Aspekt der Unterscheidung von Graphologie und Schriftpsychologie deutlich:

  • Graphologische Deutungen oder schriftpsychologische Interpretationen wollen aus dem Ausdruck der Handschrift Aspekte der Persönlichkeit des Schreibers erfassen.
  • Schriftpsychologie als Grundlagendisziplin ist demgegenüber umfassender und will auch solche Entstehungsbedingungen der Handschrift erforschen, die nicht unmittelbar etwas mit der Persönlichkeit des Schreibers zu tun haben wie z. B. Schulvorlagen, Erkrankungen, schreibtechnische Aspekte.

Schriftpsychologie als Grundlagendisziplin erforscht die psychologischen, physiologischen, schreibtechnischen und sozialen Entstehungsbedingungen handschriftlicher Schreibleistungen mit erfahrungswissenschaftlichen Methoden. Die Ergebnisse schriftpsychologischer Forschungen können in der Praxis in vielfältigen Bereichen genutzt werden. Dazu gehören allgemeine psychologische Beratung, Beratung zur Persönlichkeitsentwicklung, Partnerschaftsberatung, Erziehungsberatung, Personalberatung. Auch Schreibbewegungstherapie[32] sowie Zeichentests zur Diagnostik z. B. von Schulreife[33]oder psychischen Schwierigkeiten[34]sollen nicht unerwähnt bleiben. Ebenso ist an die traditionellen graphologischen Persönlichkeitsbilder und schriftpsychologischen Analysen zum besseren Verständnis von historischen Persönlichkeiten[35] und geschichtlichen Vorgängen zu denken. Und schließlich können schriftpsychologische Forschungen auch in der forensischen Handschriftenvergleichung genutzt werden.

Unter „Schriftpsychologie“ soll eine erfahrungswissenschaftliche Methode der Handschriftenuntersuchung verstanden werden. In der Praxis ist allerdings bis heute keine klare Unterscheidung von „Graphologie“ und „Schriftpsychologie“ gelungen. Hier wird der Begriff „Schriftpsychologie“ häufig mit dem Begriff „Graphologie“ gleichgesetzt. Das ist mit Problemen verbunden. Die Graphologie ist keine erfahrungswissenschaftlich fundierte Methode. Die Versuche einer schriftpsychologischen Validierung graphologischer Persönlichkeitsdiagnostik haben bisher nur zu unbefriedigenden Ergebnissen geführt.[36]

Geschichte der Graphologie und bedeutende Graphologen

Die Graphologie, als Quelle von Informationen bezüglich eines Schreibers, existiert vermutlich schon so lange, wie die Schrift in der Gesellschaft verbreitet ist. 1622 schrieb Camilo Baldi, ein italienischer Gelehrter und Mediziner, ein Buch „Abhandlung über eine Methode, die Natur und Qualität eines Schreibers aus seiner Schrift zu erkennen“. Spätere Veröffentlichungen erfolgten durch Johann Caspar Lavater (1741-1801, Zürich, Schweiz) und von Jean Hippolyte Michon (1806-1881, Frankreich), dessen Schrift „Das Praktische System der Graphologie“ im Jahr 1871 erschien.[24] Die bis dahin entstandenen Schulen (Lehrschriften), später Gestaltschulen genannt, bildeten die Grundlage der Graphologie. In den Schriften wurden den Attributen einer Handschrift – ohne rationale Begründung – bestimmte Persönlichkeitsmerkmale zugeordnet. Die Zuordnung erfolgte durch rein morphologische Vergleiche, wie z.B. in der antiken Vorstellungswelt der Mars aufgrund seiner rötlichen Erscheinung mit Gewalt und Krieg in Verbindung gebracht wurde oder der Donner mit Zorn.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kamen Bestrebungen auf, die Graphologie wissenschaftlich zu fundieren. So gründete Hans Busse 1894 ein Institut für wissenschaftliche Graphologie und 1896 zusammen mit Ludwig Klages und Georg Meyer die Deutsche Graphologische Gesellschaft, deren Ziel die wissenschaftliche Untersuchung der Graphologie war.[37] Die wissenschaftliche Graphologie war als „exakte Wissenschaft“ konzipiert, die auf empirischem Weg Korrelationen zwischen der Größe und Gestalt der Schrift und Persönlichkeitsmerkmalen festzustellen suchte.

Klages (1872–1956), dessen Buch „Handschrift und Charakter“ 1917 erschien, versuchte mit Hilfe eines „Ausdrucksprinzips“ und eines „Darstellungsprinzips“ zu begründen, wieso die Handschrift eines Menschen Aussagen über den Charakter des Schreibers gestatten soll. Er legte umfangreiche Definitionen von Merkmalen der Handschrift fest und erstellte Deutungstabellen. Nach Klages kann die Ursache eines Schriftmerkmals aus dem Dasein einer Kraft oder aber aus der Abwesenheit einer Gegenkraft erklärt werden.[38]

In den 1920er Jahren wurde die Graphologie in Deutschland offiziell in der Strafverfolgung und Justiz eingesetzt. Im 1924 gegründeten Bund der gerichtlichen Schriftsachverständigen und Berufsgraphologen waren Graphologen zusammen mit Mitarbeitern von Strafverfolgungsbehörden organisiert.[39]

Rudolf Pophal (1893–1966) war ursprünglich ein Schüler von Klages, er hat später jedoch seinen eigenen Ansatz entwickelt und die Handschrift als Gehirnschrift aufgefasst.[40] Pophal untersuchte physiologische und neurologische Bedingungen des Schreibens und wollte aus der Dominanz von Gehirnzentren Aussagen über die Persönlichkeit eines Menschen ableiten. Sein Ansatz ist heute überholt. Obwohl die Hirnforschung heute ein sehr aktuelles Thema ist, ist Pophals Frage nach Zusammenhängen von Handschrift, Gehirn und Persönlichkeit noch nicht wieder aufgegriffen worden.

Max Pulver (1889–1952) hat eine Raumsymbolik für die Handschrift entwickelt.[41] Sie geht davon aus, dass die Richtungen rechts und links sowie oben und unten als Projektionsflächen dienen. So symbolisiert die Richtung nach rechts die Zukunft und das „Du“, die Richtung nach links symbolisiert die Vergangenheit und das „Ich“. Die Oberzone einer Handschrift ist eine Projektionsfläche für den geistigen Bereich, die Unterzone ist eine Projektionsfläche für den vitalen und materiellen Bereich.

Robert Heiss (1903–1973) untersuchte die Entwicklung der Schreibfertigkeit beim Kind und unterschied drei Komponenten, die den Schreibvorgang bestimmen: Bewegung, Formung und die Orientierung auf der zur Verfügung stehenden Schreibfläche. Handschriften entstehen durch Bewegung und Formung auf einem Blatt Papier. Diese Komponenten haben einerseits eine psychologische Bedeutung; andererseits hat Heiss eine ganze Reihe von Schriftmerkmalen diesen Komponenten zugeordnet. So gelangte er zu einem Bewegungsbild, Formbild und Raumbild der Handschrift. Diese von Heiss geprägten Begriffe sind die Grundlagen der Schrifterfassung und der Deutung der Handschrift bei Heiss.[42] Robert Heiss hatte zahlreiche Schüler, die zum Teil selbst Professoren geworden sind – wie Jochen Fahrenberg, Petra Halder-Sinn, Oskar Lockowandt, Arno Müller, Wolfgang Sehringer, Lothar Michel. Zum 100. Geburtstag erinnerte Jochen Fahrenberg (2003) an ihn: „Robert Heiss gehörte noch zu der Generation der Institutsgründer, die das Profil eines gesamten Instituts über Jahrzehnte so prägten, wie es heute kaum mehr vorstellbar ist […]. In Freiburg führte Heiss Graphologie, Ausdruckskunde, projektive Testverfahren ein und gemeinsam mit seinen Mitarbeitern schuf er im Laufe der Jahre – mit den Höhepunkten zwischen 1950 und 1970 – einen Ausbildungsschwerpunkt wie an keinem anderen Institut.“[43]

Jochen Fahrenberg promovierte 1961 mit der Dissertation „Graphometrie“. Die Graphometrie wollte voraussetzungsfrei die Validität der Graphologie erforschen. Im Umkreis der Graphometrie sind zahlreiche Forschungen mit unterschiedlichen empirischen Methoden durchgeführt worden. Jochen Fahrenberg sieht in der Handschrift eine Möglichkeit, die – neben weiteren Verfahren – bei psychologischen Interpretationen oder im Rahmen einer biographischen Analyse Verwendung finden kann.[44]

Von Wilhelm Helmut Müller (1899–1966) und Alice Enskat (1897–1978) stammt das Lehrbuch „Graphologische Diagnostik“, das auch heute zum Teil noch verwendet wird. Die Autoren liefern darin Definitionen von Grundeigenschaften nach ihrem Erfassungsmodus und unterscheiden z. B. zwischen messbaren, zählbaren und schätzbaren Merkmalen. Sie geben eine Übersicht über Entstehungsbedingungen der Handschrift und über empirische und experimentelle Grundlagen, so wie sie sich bei der Erstauflage des Buches 1961 darstellten.

Das „Lehrbuch der Graphologie“ von Heinrich Pfanne (1923–1990) stellt eine Psychodiagnostik auf Grund graphischer Komplexe vor. In differenzierter Weise entwickelte Pfanne hier graphische Komplexe und psychologische Typen, wobei er sich an Typenlehren orientierte – wie z. B. „Introversion“ versus „Extraversion“. Zugleich gibt Pfanne einen umfangreichen Überblick über die wissenschaftlichen Grundlagen der Graphologie und stellt zahlreiche Arbeiten aus Ausdruckskunde, Bewegungs- und Hirnphysiologie, Symbolik sowie Empirie und Experiment vor.[45]

Oskar Lockowandt (1935–2000) promovierte 1966 bei Robert Heiss mit einer Dissertation zur faktorenanalytischen Validierung der Handschrift mit besonderer Berücksichtigung projektiver Methoden.[46] In zahlreichen Veröffentlichungen in der „Zeitschrift für Menschenkunde“, die später zur „Zeitschrift für Schriftpsychologie und Schriftvergleichung“ wurde, befasste sich Lockowandt mit vielfältigen Themen der Schriftpsychologie wie z. B. dem Prozess der Urteilsbildung[47] oder Schülerschriften[48]

Ursula Avé-Lallemant (1913–2004) hat sich intensiv mit Ludwig Klages auseinandergesetzt. Insbesondere war es ihr wichtig, aus Kinderhandschriften keine negativen Charaktereigenschaften herauszulesen, sondern Schwierigkeiten als „Notsignale“ zu begreifen.[49] In zahlreichen Büchern hat sie eine kleine graphische Testbatterie vorgestellt, die neben der Handschrift auch Sterne-Wellen-Test[50], Baumtest[51] sowie Wartegg-Zeichentest beinhaltet.[52] Die Erforschung von Kinderzeichnungen mit empirischen wissenschaftlichen Methoden war die Lebensaufgabe von Wolfgang Sehringer.[53] Im Unterschied zur empirischen Forschung hat Hans Knobloch (1910–2004) stets einen hermeneutischen Ansatz in der Graphologie befürwortet.[54] Die unmittelbare Wahrnehmung des psychologisch Relevanten aus der Handschrift – der graphologische Blick – sei die wesentliche Methode. In seinen Werkstattgesprächen werden Fragen gestellt und aus einer ganzheitlichen Perspektive beantwortet.[55]

Eine an den Deutungsprinzipien der Analogie, der Verallgemeinerung und dem persönlichen Leitbild orientierte Analyse der Handschrift wendet Arno Müller (1930–2005) bei historischen Studien auf berühmte Frauen an.[56]

Die Graphologie heute

Die moderne Graphologie

Die „moderne“ Graphologie – womit vor allem Entwicklungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bezeichnet werden – basiert in erster Linie auf den graphologischen Klassikern Klages, Pophal, Pulver und Heiss[57], den differenzierten Lehrbüchern von Pfanne sowie Müller & Enskat[58] sowie Hans Knobloch.[59] Die Methodik der modernen Graphologie bezieht sich nicht mehr auf die sogenannten „signes fixes“ der alten Graphologie oder symbolischen Zeichen in der Schrift, sondern auf die Gestalttheorie und die Erkennung von so genannten „Antriebs- und Formgestalten“.[60] Ferner kommen zum Teil Persönlichkeitmodelle und tiefenpsychologische Theorien zum Einsatz. Zur Verdeutlichung sei auf die menschliche Mimik hingewiesen: Hier gelingt es den meisten Menschen das Zusammenspiel diverser Muskelgruppen, kontextueller und kultureller Faktoren zu einem gestalthaften Gesamtbild zusammenzufügen und angemessen zu deuten. Die moderne Graphologie nimmt nun an, auch die Handschrift sei eine vergleichbare Summe muskulärer, kontextueller und kultureller Faktoren, die in ähnlicher Weise zu deuten ist.

Das Regelwerk der alten Graphologie hat mit einem naiven Wissenschaftsverständnis versucht, durch die penible Inventarisierung kleinster graphischer Schriftfaktoren, dieses sinnhafte Ausdrucksgeschehen auf die Existenz kleinster, in ihrer Bedeutung festgelegter Partikel zu reduzieren. Diese seien mit Eigenschaften der menschlichen Persönlichkeit, durch eine quasi anthropologische gattungsspezifische Semiotik fest verbunden. Die moderne Graphologie inspiriert von Klages versucht nun, den Focus vom einzelnen graphischen Merkmal fort, auf die strukturalen Gesetzmäßigkeiten des menschlichen Ausdrucksgeschehens zu richten.[61]

In der Nachfolge von Klages konzentrierte sich Hans Knobloch auf die Beschreibung mimikanaloger Gestalten in der Handschrift. Seine Liste umfasst ca. 14 verschiedener Ausdrucksgestalten in Handschriften, ist aber nicht als abgeschlossen zu betrachten. Wichtig hierbei ist, dass die Handschriften, die gemeinsam einer (oder mehrerer) der 14 Ausdrucksgestalten zugeordnet werden, (z. B. Dranghaftigkeit – Funktionslust und Neugierverhalten – Depressivität – Euphorie – usw.) nicht dank sogenannter graphischer Einzelmerkmale miteinander verwandt sind, sondern mit ihren eklatanten graphischen Differenzen, aufgrund von gestalthafter Ausdrucksidentität.[62]

Schulen und Verbände

Die moderne Graphologie wird von einer Reihe von Schulen und Verbänden getragen, die Ausbildungen anbieten, Fortbildungen und Tagungen durchführen, sich für wissenschaftliche und ethische Belange engagieren.[63] So ist es Graphologen untersagt, in Verbindung mit ihrer Arbeit in einer Disziplin tätig zu sein, die sich auf Wahrsagerei oder Esoterik bezieht.[64]

Zeitschriften

Die Zeitschrift für Menschenkunde (ZfM), Zentralblatt für Graphologie, Ausdruckswissenschaft und Charakterkunde wurde, in Nachfolge einer zwischen 1925 bis 1942 erschienenen Zeitschrift, 1953 im 17. Jahrgang wieder herausgegeben. Der Grund war, wie die Herausgeber schrieben, "der fühlbare Mangel an einem Fachblatt, das sich die Förderung ausdruckswissenschaftlicher Menschenkunde zum Ziel setzt und insbesondere die Pflege der Handschriftenanalyse anstrebt."[65]

Als Herausgeber fungierten die Professoren J.H.Schultz und August Vetter. Ab 1965 übernahmen Verbände die Herausgabe: die Sektion Schriftpsychologie im Berufsverband Deutscher Psychologen, die Schweizerische Graphologische Gesellschaft, die Österreichische Gesellschaft für Psychologie, die Klages-Gesellschaft. Im Jahre 2000 wurde die ZfM umbenannt in Zeitschrift für Schriftpsychologie und Schriftvergleichung (ZfS). Bis zu ihrer Einstellung Ende 2005 wurden in insgesamt 69 Jahrgängen Artikel zu Methodenfragen, Einzelfallstudien und auch umfangreichere statistische Untersuchungen veröffentlicht.[66]

Siehe auch

Literatur

  • Uwe Peter Kanning: Von Schädeldeutern und anderen Scharlatanen. Unseriöse Methoden der Psychodiagnostik. Pabst u. a., Lengerich u. a. 2010, ISBN 978-3-89967-603-7, hieraus insbesondere Kap. 2 zur Graphologie (S. 83–115).
  • Helmut Ploog: Handschriften deuten. Die Persönlichkeit im Spiegel der Schrift. Mit vielen Beispielen prominenter Persönlichkeiten. 6. aktualisierte und überarbeitete Auflage. Humboldt, Hannover 2008, ISBN 978-3-89994-184-5.
  • Rouven Schaefer: Graphologie in der Personalauswahl. Eine kritische Analyse. In: Skeptiker 22, 2009, 1, ISSN 0936-9244, S. 36–38.
  • F. L. Schmidt, J. E. Hunter: The validity and utility of selection methods in personnel psychology. Practical and theoretical implications of 85 years of research findings. In: Psychological Bulletin 124, 1998, 2, ISSN 0033-2909, S. 262–274.
  • Heinz Schuler, Bernd Marcus: Biografieorientierte Verfahren der Personalauswahl. In: Heinz Schuler (Hrsg.): Lehrbuch der Personalpsychologie. Hogrefe Verlag für Psychologie, Göttingen u. a. 2001, ISBN 3-8017-0944-2, S. 182–183.
  • Angelika Seibt: Methodisch strukturiertes Vorgehen als Mittel der Qualitätssicherung. In: Zeitschrift für Schriftpsychologie und Schriftvergleichung 69, 2005, ISSN 0379-4458, S. 130–178.
  • Teut Wallner, Renate Joos, Rosemarie Gosemärker: Grundlagen und Methoden der Schriftpsychologie. Books on Demand, Norderstedt 2006, ISBN 3-8334-5430-X.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Driver, Russel H.; M. Ronald Buckley and Dwight D. Frink (April 1996). „Should We Write Off Graphology?“. International Journal of Selection and Assessment 4 (2): 78–86. doi:10.1111/j.1468-2389.1996.tb00062.x
  2. Müller, W. H. und Enskat, A. Graphologische Diagnostik – ihre Grundlagen, Möglichkeiten und Grenzen. Hans Huber, Bern 1993. Hieraus Kapitel 1.
  3. Seit Klages versteht sich die Graphologie als Teil der Ausdruckspsychologie. Siehe auch Vetter, August: Die Zeichensprache von Schrift und Traum – Einführung in die anthropologische Diagnostik. Karl Alber München 1970; Pokorny, Richard: Über das Wesen des Ausdrucks. Kindler München 1974.
  4. Pfanne, Heinrich: Lehrbuch der Graphologie – Psychodiagnostik auf Grund graphischer Komplexe. Walter de Gruyter, Berlin 1961.
  5. Klages, Ludwig: Handschrift und Charakter. Bovier, Bonn 1956, Kapitel 14.
  6. Wallner, Teut: Handschriftenatlas Eindruckscharaktere. Verlag der Arbeitsgemeinschaft für wissenschaftliche Schriftpsychologie Bielefeld 2000;
  7. Seibt, Angelika: Schriftpsychologie – Theorien, Forschungsergebnisse, wissenschaftstheoretische Grundlagen. Profil, München 1994, Kapitel 4.
  8. Teut Wallner, Renate Joos und Rosemarie Gosemärker: Grundlagen und Methoden der Schriftpsychologie. Books on Demand, Norderstedt 2006. Kapitel 7.
  9. CAS Certificate of Advanced Studies ZFH in Schriftpsychologie
  10. Bangerter, A., König, C. J., Blatti, S., & Salvisberg, A. (2009). How Widespread is Graphology in Personnel Selection Practice? A case study of a job market myth. International Journal of Selection and Assessment, 17(2), 219-230. doi:10.1111/j.1468-2389.2009.00464.x.
  11. Imoberdorf, Urs: Interviews mit Führungskräften; Angewandte Graphologie und Persönlichkeitsdiagnostik, München, Heft 2/2009, S.39-50,ISSN 0942-5144
  12. Franz, M: Personalauswahl und Graphologie, Schondorf 2010, S. 159 ff, ISBN 978-3-942641-01-2
  13. ebd., S. 163
  14. Kanning, U. P. (2004). Standards der Personaldiagnostik. Göttingen: Hogrefe. (ISBN 978-3-8017-1701-8)
  15. Eintrag zur Graphologie im Sceptics Dictionary
  16. a b The use of graphology as a tool for employee hiring and evaluation, Positionspapier der British Columbia Civil Liberties Association, 1988, [1]
  17. a b Schmidt, F.L. and Hunter, J.E. (1998) The validity and utility of selection methods in personnel psychology: Practical and theoretical implications of 85 years of research findings. Psychological Bulletin, 124, 262–274. pdf
  18. Roy N. King and Derek J. Koehler (2000). „Illusory Correlations in Graphological Inference“. Journal of Experimental Psychology: Applied 6 (4): 336–348. doi:10.1037/1076-898X.6.4.336
  19. Informal covariation assessment: Data-based versus theory-based judgments. In D. Kahneman, Paul Slovic, & A. Tversky (Eds.), Judgment under uncertainty: Heuristics and biases, Cambridge, England: Cambridge University Press, 1982, pp. 211–238
  20. Neter, E., & Ben-Shakhar, G. (1989), "The predictive validity of graphological influences: A meta-analytic approach", Personality and Individual Differences 10 (10): 737–745, doi:10.1016/0191-8869(89)90120-7
  21. Bangerter, A., König, C. J., Blatti, S., & Salvisberg, A. (2009). How Widespread is Graphology in Personnel Selection Practice? A case study of a job market myth. International Journal of Selection and Assessment, 17(2), 219-230. doi:10.1111/j.1468-2389.2009.00464.x.
  22. Anderson, N. and Witvliet, C. (2008). Fairness Reactions to Personnel Selection Methods: An international comparison between the Netherlands, the United States, France, Spain, Portugal, and Singapore. International Journal of Selection and Assessment, 16, 1–13.
  23. MOORE, Michael (1985): "About the Sad State of Scientific Graphology", Psychological Documents, Vol. 15, No. 2.
  24. a b Roy A. Huber and A. M. Headrick, Handwriting Identification: Facts and Fundamentals, Kapitel 15, CRC Press 1999, Print ISBN 978-0-8493-1285-4, eBook ISBN 978-1-4200-4877-3
  25. Publikationsliste der Schweizerischen Graphologischen Gesellschaft
  26. Teut Wallner, Die Handschriftendiagnostik in der Meta-Analyse, Nachdruck aus der Zeitschrift für Menschenkunde, Jg. 58, S. 158-163 (1994)
  27. Teut Wallner, Die Handschriftendiagnostik in der Meta-Analyse, 3. Seite, letzter Satz
  28. Der erste Autor, der diese Forderung aufgestellt hat, war Heinrich Pfanne: Die Schriftexpertise und ihre Bedeutung für die Rechtsprechung. Greifenverlag, Rudolstadt 1954, S.12f: „Die Graphologie beruht auf der Erfahrungstatsache, dass jeder Mensch seine nur ihm eigentümliche Handschrift hat... Hiervon ausgehend haben sich zwei Disziplinen ... entwickelt, die charakterologische Graphologie und die Handschriftenidentifizierung. Die charakterologische Graphologie kommt zu ihren Ergebnissen nur durch eine weitere Prämisse, daß nämlich die in der Handschrift sich ausdrückende Individualität des Menschen in bestimmten, hier nicht näher zu erörternden Beziehungen zu seinem Charakter stehe... Es ist also notwendig, die Schriftexpertise deutlich von der charakterologischen Graphologie ... abzuheben.... Die charakterologische Graphologie deutet, die Schriftexpertise vergleicht“.
  29. Wallner, Teut: Lehrbuch der Schriftpsychologie – Grundlegung einer systematisierten Handschriftendiagnostik. Asanger, Heidelberg 1998, Buchrücken.
  30. Seibt, Angelika: Schriftpsychologie – Theorien, Forschungsergebnisse, wissenschaftstheoretische Grundlagen. Profil,München 1994, Abschnitte 4, 10 und 11.
  31. Michel, Lothar: Für eine Schriftpsychologie als Grundlagendisziplin. In: Zeitschrift für Menschenkunde, Bd. 48, Braumüller, Wien 1984, S.278–288.
  32. Heermann, Magdalene (1977): Die Schreibbewegungstherapie; München, Reinhardt.
  33. Hepner, Maria (1978): Schlüssel zur Kinderschrift; Erlenbach-Zürich, Eugen Rentsch.
  34. Avé-Lallemant, Ursula: Notsignale in Schülerschriften. Ernst Reinhard, München 1982.
  35. Meyer, Jochen (Hrsg) (1999): Dichterhandschriften – von Martin Luther bis Sarah Kirsch; Stuttgart, Reclam
  36. Seibt, Angelika: Schriftpsychologie – Theorien, Forschungsergebnisse, wissenschaftstheoretische Grundlagen. Profil, München 1994, Abschnitt 332.
  37. Corinna Treitel: A Science for the Soul: Occultism and the Genesis of the German Modern, Johns Hopkins University Press, Baltimore und London 2004, S. 137f und 307
  38. Klages, Ludwig: Handschrift und Charakter. Bovier, Bonn 1956, Kapitel 2.
  39. Treitel, S. 139
  40. Pophal, Rudolf: Die Handschrift als Gehirnschrift. Greifenverlag, Rudolstadt 1949.
  41. Pulver, Max: Symbolik der Handschrift. Orell Füssli, Zürich/Leipzig 1931.
  42. Heiss, Robert: Die Deutung der Handschrift. Claassen, Hamburg 1966.
  43. Fahrenberg, Jochen: Zur Erinnerung an Robert Heiss (1903–1973). In: Zeitschrift für Schriftpsychologie und Schriftvergleichung 67, S. 152–157, Braumüller, Wien 2003, S.153.
  44. Fahrenberg, Jochen: Psychologische Interpretationen – Biographien, Texte, Tests. Hans Huber, Bern 2002.
  45. Pfanne, Heinrich: Lehrbuch der Graphologie. Walter de Gruyter, Berlin 1961.
  46. Lockowandt, Oskar (1966): Faktorenanalytische Validierung der Handschrift mit besonderer Berücksichtigung projektiver Methoden; Freiburg, Dissertation.
  47. Lockowandt, Oskar (1973): der Prozeß der Urteilsbildung in der Schriftpsychologie; in:Zeitschrift für Menschenkunde, Jg. 37, S. 135–153.
  48. Lockowandt, Oskar (1980): Schreiben und Schulerfolg; in: Zeitschrift für Menschenkunde, Jg. 44, S. 423–429.
  49. Avé-Lallemant, Ursula: Notsignale in Schülerschriften. Ernst Reinhard, München 1982.
  50. Avé-Lallemant, Ursula (1979): Der Sterne-Wellen-Test; München, Reinhardt.
  51. Avé-Lallemant, Ursula (1990): Baum-Tests; München, Reinhardt.
  52. Avé-Lallemant, Ursula (1978): Der Wartegg-Zeichentest in der Jugendberatung; München,Reinhardt.
  53. Sehringer, Wolfgang: Zeichnen und Malen als Instrumente der psychologischen Diagnostik. Edition Schindele, Heidelberg 1999.
  54. Knobloch, Hans:Die Lebensgestalt der Handschrift. Saarbrücken 1950.
  55. Knobloch, Hans:Was verrät uns die Handschrift – Graphologische Werkstatt. Piper München 1991.
  56. Arno Müller: Berühmte Frauen – von Maria Stuart bis Mutter Teresa – Persönlichkeit, Lebensweg, Handschriftenanalyse. Braumüller Wien 2002
  57. Avé-Lallemant, Ursula: Die vier deutschen Schulen der Graphologie. Ernst Reinhardt, München 1989.
  58. Seibt, Angelika: Schriftpsychologie – Theorien, Forschungsergebnisse, wissenschaftstheoretische Grundlagen. Profil, München 1994, Kapitel 2 und 4.
  59. Dosch, Esther: Modelle nach Knobloch in der Druckschrift. Zeitschrift für Schriftpsychologie und Schriftvergleichung 2/2002, 105–124 Braumüller, Wien 2002.
  60. Knobloch, Hans: Graphologie, Exemplarische Einführung. München 1987.
  61. Klages, Ludwig: Handschrift und Charakter. Bovier,Bonn 1956, Kapitel 2.
  62. Knobloch, Hans: Graphologie, Exemplarische Einführung. München 1987.
  63. Die meisten Verbände sind im Dachverband der Europäischen Gesellschaft für Schriftpsychologie und Schriftvergleichung organisiert (EGS).
  64. Standesordnung der Europäischen Gesellschaft für Schriftpsychologie und Schriftvergleichung (EGS) §12.
  65. Zitiert nach Imoberdorf, Urs: 50 Jahre ZfM/ZfS bei Braumüller Wien. Zeitschrift für Schriftpsychologie und Schriftvergleichung 68, 1/2004, ISSN 0379-4458, S. 1-3.
  66. [2]/Artikel in der ZfM/ZfS 1956-2005

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