Alfons Lütkoff

Alfons Lütkoff (* 17. Oktober 1905 in Iserlohn; † 16. Januar 1987 in Kotzenbüll/Eiderstedt) war ein deutscher Maler.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Alfons Lütkoff wurde 1905 in Iserlohn geboren und ist dort auch aufgewachsen. Im Alter von 20 Jahren begann er das Studium der Malerei an der Universität Münster, ging dann an die Kunstakademie Kassel und die Staatliche Kunstschule Berlin. In Berlin schloss er sein Studium mit dem Staatsexamen ab. Neben dem Studium der Malerei wurde er auch in graphischen Techniken sowie in Kunstgeschichte für das höhere Lehramt ausgebildet.

Von 1930 bis 1941 malt er unter dem Pseudonym Stefan Lagher als „entartet“ bezeichnete Bilder.

Beruflich ist er in dieser Zeit von 1930 bis 1938 Referendar in Dortmund, ab 1934 ist er Assessor in Lüdinghausen. Von 1938 bis 1945 ist er Studienrat für Kunsterziehung am Gymnasium Herten.

Nach dem Krieg arbeitet er bis 1948 als freischaffender Künstler in seiner Heimatstadt Iserlohn und stellt dort aus. Ab 1948 arbeitet er wieder am Gymnasium in Herten in seiner alten Stellung.

Nach seiner Pensionierung 1968 zieht er nach Kotzenbüll und erwirbt dort das Altenteil eines Haubargs am Schwarzhof. Dort lebt und arbeitet er bis zu seinem Tode 1987.

Leistungen

Lütkoff begann seine Arbeit kurz vor der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland. Zu dieser Zeit malte er schon vor 1933 aus Selbstschutz unter dem Namen Stefan Lagher. Er setzte sich unter anderem intensiv mit französischer Malerei (Georges Braque, Pablo Picasso) auseinander. Nebenbei schuf er zur Tarnung einige Bilder, die dem NS-Regime zusagten. Die in dieser Zeit entstandenes Werke wiesen surrealistische und spätkubistische Züge auf. Später beschäftigte er sich auch mit der realistischen Malerei.

Literatur

  • Uwe Haupenthal, Rainer Danne (Hrsg.): Alfons Lütkoff (1905–1987) – Gemälde und grafische Arbeiten. Mit Beiträgen von Ulrich Steden, Elisabeth Laur und Katrin Schäfer. Verlag der Kunst Dresden Ingwert Paulsen jr. Husum 2005. ISBN 3-86530-072-3.
  • Elisabeth Laur: Die Gemälde von Alfons Lütkoff aus den Jahren 1930 bis 1945 – ein bisher unbekanntes Beispiel „entarteter“ Kunst im Dritten Reich. Magisterarbeit. Christian-Albrechts-Universität Kiel 1992.

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Lütkoff — Alfons Lütkoff (* 17. Oktober 1905 in Iserlohn; † 16. Januar 1987 in Kotzenbüll/Eiderstedt) war ein deutscher Maler. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Leistungen 3 Literatur 4 Webli …   Deutsch Wikipedia

  • Stefan Lagher — Alfons Lütkoff (* 17. Oktober 1905 in Iserlohn; † 16. Januar 1987 in Kotzenbüll/Eiderstedt) war ein deutscher Maler. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Leistungen 3 Literatur 4 Webli …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Sauerländer Persönlichkeiten — Die Liste umfasst diejenigen Persönlichkeiten, die im Sauerland geboren oder tätig waren oder es noch sind. Zur regionalen Abgrenzung dient die Definition der Region im Artikel Sauerland. Danach gehören zum Sauerland die Kreise Olpe,… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Biografien/Lu — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

  • Persönlichkeiten der Stadt Iserlohn — Inhaltsverzeichnis 1 Ehrenbürger 2 Söhne und Töchter der Stadt 3 Persönlichkeiten, die vor Ort wirken oder gewirkt haben 4 (Ober )Bürgermeister von Iserlohn 5 Literatur …   Deutsch Wikipedia

  • Liste sauerländischer Persönlichkeiten — Die Liste sauerländischer Persönlichkeiten umfasst diejenigen Persönlichkeiten, die im Sauerland geboren wurden oder dort tätig waren bzw. sind. Zur regionalen Abgrenzung dient die Definition der Region im Artikel Sauerland. Danach gehören zum… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste von Persönlichkeiten der Stadt Iserlohn — Inhaltsverzeichnis 1 Ehrenbürger 2 Söhne und Töchter der Stadt 3 Persönlichkeiten, die in der Stadt wirken oder gewirkt haben 4 (Ob …   Deutsch Wikipedia

  • Lüdinghausen — Wappen Deutschlandkarte …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”