Alfonso I. d'Este
Alfonso I. d’Este

Alfonso I. d’Este (* 21. Juli 1476 in Ferrara; † 31. Oktober 1534 ebenda) war der älteste Sohn des Herzogs Ercole I. d’Este von Ferrara, Modena und Reggio und wurde am 15. Juni 1505 dessen Nachfolger. Er war der Bruder Isabellas (1474–1539), Beatrices (1475–1497) und Ippolitos I. d’Este (1479–1520).

Alfonso I. behauptete in einer Zeit häufig wechselnder Bündnisse die Unabhängigkeit seines Fürstentums, insbesondere gegenüber Venedig und dem Heiligen Stuhl. Dazu stützte er sich auf ein schlagkräftiges, mit modernen Feuerwaffen ausgerüstetes Heer. Unter anderem diente er als Kommandeur der päpstlichen Truppen gegen Venedig im Krieg der Liga von Cambrai.

Seine Residenz in Ferrara wurde zu einem kulturellen Zentrum. Die Universität der Stadt baute er zu einer der führenden Lehranstalten Italiens aus. Unter anderem förderte Alfonso I. Tizian und Ludovico Ariosto.

Alfonso heiratete am 12. Januar 1491 Anna Sforza (1473–1497), eine Tochter Galeazzo Maria Sforzas, des Herzogs von Mailand, die an der Geburt ihres ersten Kindes, eines Sohnes, starb. Das Neugeborene starb kurze Zeit später. Am 2. Februar 1502 heiratete er Lucrezia Borgia (1480–1519), Tochter Papst Alexanders VI. und Schwester Cesare Borgias. Sie ist die Mutter der meisten seiner Kinder und auch sie starb im Kindbett.

Seine dritte Ehe schloss Alfonso I., um zwei uneheliche Kinder zu legitimieren. Ihre Mutter hieß Laura Dianti († 1573) und war jahrelang seine Geliebte.

  • Alfonsino d’Este († 1547), Markgraf von Castelnuovo
  • Alfonso d’Este (1527–1587), Markgraf von Montecchio 1534 ∞ 1) 1549 Giulia della Rovere († 1563), Tochter des Herzogs von Urbino Francesco Maria I. della Rovere, ∞ 2) 1584 Violanta Signa (1546–1609)

Dieser Versuch der Legitimation wurde jedoch vom Papst nicht anerkannt. Als Alfonso II. d’Este, der Enkel Alfonsos I., 1597 kinderlos starb, nahm Papst Clemens VIII. die uneheliche Geburt seines Onkels Alfonso d’Este, des Markgrafen von Montecchio, zum Anlass, seinem Sohn Cesare d’Este den päpstlichen Teil des Erbes, Ferrara, zu verweigern. Cesare verzichtete 1598 und der Papst gliederte das Gebiet dem Kirchenstaat ein.




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