Alfred Cossmann

Alfred Cossmann (* 2. Oktober 1870 in Graz; † 31. März 1951 in Wien) war österreichischer Kupferstecher und Gebrauchsgraphiker, der unter anderem durch seine Exlibris bekannt wurde.

Alfred Cossmann wurde in Graz geboren, sein Vater war ein Liechtensteinischer Forstbeamter aus Leibenfeld bei Deutschlandsberg.[1] Cossmann verbrachte er den größten Teil seines Lebens in Wien, wo er von 1886 bis 1895 an der Wiener Kunstgewerbeschule Keramik, Malerei und Graphik studierte. Seit seines Studiums war er Mitglied im Wiener Akademischen Turnverein. Er wandte sich dem zu seiner Zeit unmodern gewordenen reinen Kupferstich zu und bildete sich bis 1899 an der Akademie der bildenden Künste Wien unter William Unger als Radierer und Kupferstecher weiter. Er gehörte zur „Wiener Schule des Kupferstichs“ der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Cossmanns Werke fanden unter den Graphikern und Kunstfreunden in der Welt Beachtung und Anerkennung. 1913 heiratete er Anna Wettengel, mit der er fortan in der Wiener Lazaristengasse lebte. 1920 wurde er zum Professor an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt ernannt.

1951 starb Cossmann in Wien und wurde in einem ehrenhalber gewidmeten Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof (12D-1-35) beerdigt. Im Jahr 1952 wurde in Wien Penzing (14. Bezirk) die Cossmanngasse nach ihm benannt.

Die meisten Arbeiten seines umfangreichen graphischen Werkes sind heute im Besitz der Kupferstichsammlung der Österreichischen Nationalbibliothek. Eine Reihe von Blättern befindet sich im Burgmuseum von Deutschlandsberg.[1]

Literatur

Alfred Cossmann: Magie des Kupferstiches (1947)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b Wochenzeitung „Weststeirische Rundschau“ vom 20. Juni 2009. 82. Jahrgang Nr. 25. Seite 3.

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