Groß Flottbek
Lage des Stadtteils

Groß Flottbek

Lage des Bezirks

Altona

Basisdaten
Bundesland: Hamburg
Bezirk: Altona
Fläche: 2,4 km²
Einwohner: 10826 (2005)
10905 (2003)


11056
(2002)

Bevölkerungsdichte: 4485 Einwohner je km² (2005)
(2003: 4517)


(2002: 4580)

Vorwahl: 040
Geografische Lage: 53° 33′ 55" n. Br.
9° 52′ 39" ö. L.
Kfz-Kennzeichen: HH
Groß Flottbek am Bahnhof Othmarschen

Hamburg-Groß Flottbek ist ein Stadtteil der Freien und Hansestadt Hamburg. Er ist ein Teil des Bezirks Altona.

Der Stadtteil ist wesentlich von Wohngebieten geprägt und hat sich aus einer ursprünglich dörflichen Struktur heraus zu einem von vielen Stadtteilen Hamburgs entwickelt.

Der Name leitet sich von der Flottbek ab, einem südwärts zur Elbe fließenden Bach.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Ausdehnung des Stadtgebiets, Nachbarstadtteile

Im Bereich Altona ist Groß Flottbek sehr zentral gelegen. In Bezug auf seine Fläche ist Groß Flottbek als ein eher kleiner Stadtteil Hamburgs einzustufen. Westlich schließt sich an Groß Flottbek Osdorf an, nördlich und östlich Bahrenfeld sowie südlich, z. T. abgegrenzt durch die S-Bahnverbindung, Othmarschen.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung von Klein und Groß Flottbek (plattdeutsch: Lütten un Groten Flöbbeek) ist auf das Jahr 1305 datiert. Daraus resultiert die 700-Jahr-Feier im Stadtteil im Sommer 2005. Großflottbeck (wie es sich noch Anfang des 20. Jahrhunderts schrieb) gehörte zunächst zur Grafschaft Stormarn, ab 1304 bzw. 1307 zur Grafschaft Holstein-Pinneberg, die ab 1640 in Personalunion von den dänischen Königen regiert wurde, und fiel 1866 an Preußen. 1927 wurde die selbständige pinnebergische Landgemeinde durch das Groß-Altona-Gesetz zum Vorort der Großstadt Altona/Elbe und ging 1938 zusammen mit Altona in Hamburg auf.

Politik

Für die Wahl zur Bürgerschaft und der Bezirksversammlung gehört Groß Flottbek zum Wahlkreis Altona.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

In Groß Flottbek finden sich in erster Linie größere Einzelhäuser, vielfach Villen, und einzelne Reihenhaussiedlungen. Auch wegen seiner stadtnahen Lage, seiner günstigen Verkehrsverbindungen und der Nähe des Elbstroms ist es ein bevorzugtes Wohngebiet. Dementsprechend sind das Durchschnittseinkommen der Bewohner, die Grundstückspreise und die Mieten vergleichsweise hoch.

Nennenswerte Objekte sind ferner

  • die von Raabe & Wöhlecke entworfene und 1912 geweihte evangelisch-lutherische Flottbeker Kirche,
  • die Schulen am Windmühlenweg und in der Straße Röbbek (1874,1898/99 und 1905 erbaut),
  • das Gebäude der Volkshochschule an der Waitzstraße, ursprünglich ein Lyceum,
  • sowie mehrere Reetdach-Fachwerkhäuser im alten Dorfkern rund um die Kirche, die noch die ehemals dörfliche Struktur erahnen lassen.

Kirchen

Neben der genannten Flottbeker Kirche gibt es an der Straße Bei der Flottbeker Mühle noch die 1964/65 erbaute Bugenhagenkirche, welche sich beide 2002 zur Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bugenhagen - Groß Flottbek[1] zusammengeschlossen haben. An der Ebertallee liegen noch die evangelische Melanchthonkirche und die katholische St. Paulus-Augustinus-Kirche, die seit 2006 mit der Kirche Maria Grün in Blankenese fusioniert ist.

Parks

Der größte Park in Groß Flottbek ist der Lise-Meitner-Park. Südlich davon schießt sich der Friedhof Groß Flottbek an. Dieser ist auf der größten Fläche wie viele andere Friedhöfe der Stadt in geometrisch angeordneten Wegen und Gräbern angelegt, aber es gibt auch einen kleinen Bereich, der dem älteren Teil des Ohlsdorfer Friedhofs ähnlich ist: scheinbar unstrukturiert angeordnete Gräber, die unter Bäumen liegen und durch Rhododendren abgegrenzt sind.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

B 431 in Höhe Hamburg-Groß Flottbek im Winter

Markante Verkehrswege, welche sich durch Groß Flottbek ziehen, sind in West-Ost-Richtung die B 431 (Osdorfer Landstraße / Osdorfer Weg) und in Nord-Süd-Richtung die Autobahn A 7, die sich am Ostrand des Stadtteils zum Elbtunnel hinzieht. Nach Süden wird der Stadtteil von der S-Bahnstrecke zwischen Altona und Blankenese begrenzt. Dort, auf der Grenze zu Othmarschen, befindet sich auch der gleichnamige S-Bahnhof.

Ansässige Unternehmen

Groß Flottbek beherbergt viele Restaurants und Cafés sowie 51 Handwerksbetriebe (Stand: 2003); gegenüber 2002 hat die Zahl der Handwerksbetriebe um 7 abgenommen. Der Wochenmarkt, einige Bankfilialen, eine Postfiliale, mehrere Reisebüros, viele Einzelhandelsgeschäfte und einige Supermärkte sind weitere Bestandteile des Groß Flottbeker Wirtschaftsgeschehens. Die Waitzstraße am S-Bahnhof Othmarschen ist eine beliebte Einkaufsstraße, auch mit vielen Fachgeschäften.

Bildung

In Groß Flottbek befindet sich lediglich eine Grundschule (im Windmühlenweg) mit 376 Schülern (Stand: 2005), außerdem eine berufsbildende Schule in den Gebäuden des ehemaligen Ernst-Schlee-Gymnasiums am Ohlenkamp. Weiterführende Schulen hat der Stadtteil nicht mehr; dies wird ausgeglichen durch den Umstand, dass in den Nachbarstadtteilen in teilweise geringer Entfernung diverse Schulen vorhanden sind (z. B. neun in Osdorf, sieben in Othmarschen, beispielsweise das Christianeum, ein traditionsreiches humanistisches Gymnasium sowie 3 weitere Gymnasien). In der Ebertallee gibt es zudem das Johannes-Brahms-Konservatorium. Von Bedeutung ist auch die Volkshochschule in der Waitzstraße mit einem breitgefächerten Kursangebot. Wegen der stadtnahen, aber grünen Lage beliebt sind die drei Studentenwohnheime am Kalckreuthweg bzw. in der Kaulbachstraße.

Sport

Mit dem Großflottbeker THGC (Tennis, Hockey, Golf), der Großflottbeker Spielvereinigung (GFSV v. 1912 e. V.) und dem Turnverein von 1901 Groß-Flottbek e.V. sind auch drei Sportvereine im Stadtteil ansässig bzw. tragen dessen Namen.

Siehe auch

Literatur

  • Martin Wendt u. a.: 700 Jahre Flottbek - Eine Chronik. Hamburg 2005 (Herausgeber: SPD Flottbek-Othmarschen)

Einzelnachweise

  1. Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Bugenhagen - Groß Flottbek

Weblinks

53.565369.877597Koordinaten: 53° 34′ N, 9° 53′ O


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