Alfred Emanuel Smith

Alfred Emanuel Smith, meist nur Al Smith genannt, (* 30. Dezember 1873 in New York City; † 4. Oktober 1944 ebd.) war ein US-amerikanischer Politiker und mehrmaliger Gouverneur des US-Bundesstaates New York. 1928 kandidierte er für die Demokraten bei der US-Präsidentenwahl.

Leben

Alfred E. Smith bei einer Rede

In Einwandererviertel der Lower East Side von Manhattan geboren, hatte Smith deutsche, italienische, englische und irische Vorfahren. Katholisch getauft, identifizierte er sich selbst vor allem als irischer Abstammung. Ohne höhere Schulbildung aufgewachsen arbeitete Smith zunächst auf New Yorker Märkten, um seine Familie zu unterstützen.

Ab 1895 für die Demokraten politisch aktiv wurde Smith 1903 zum Abgeordneten der State Assembly, dem Abgeordnetenhaus des Staates New York, gewählt. Politisch setzte er sich vor allem für die Rechte der Einwanderer und Arbeiter ein, so auch als stellvertretender Vorsitzender des Untersuchungsausschusses zum Triangle Shirtwaist Factory Fire, bei dem 146 Menschen ums Leben gekommen waren. Smith initiierte danach erste Arbeitsschutzgesetze. 1911 wurde er Fraktionsführer der Demokraten und von 1913 bis 1914 Sprecher des Hauses. 1915 wählten ihn die Bürger des Countys New York zum Sheriff, dem Leiter der Polizeibehörde von Manhattan.

1918 wurde Smith zum Gouverneur des Bundesstaates New York gewählt, er war damit der erste Irisch-Amerikaner, der als Gouverneur eines Staates gewählt wurde. Seine erste Amtszeit umfasste die Jahre 1919 bis 1920, in diesem Jahr verlor er die Wahl gegen den Republikaner Nathan Lewis Miller. Als profilierter Vertreter des Progressive Movement gelang ihm die Wiederwahl für das Jahr 1922. Bei den nächsten beiden Wahlen konnte er seinen Posten behaupten und blieb bis Ende 1928 Gouverneur. Sein Nachfolger wurde Franklin D. Roosevelt.

1928 schaffte es Smith als erster Katholik, von einer der beiden großen Parteien der USA als Präsidentschaftskandidat nominiert zu werden. Joseph Robinson, der US-Senator für Arkansas, wurde sein running mate als Vizepräsidentschaftskandidat.

In der wirtschaftlichen Hochphase der Roaring Twenties hatte Smith gegen Herbert C. Hoover, den Kandidaten der Republikaner und Handelsminister des 1928 amtierenden Präsidenten Coolidge, keine Chance. Er verlor mit 41 % zu 58 % sehr deutlich, obwohl er immerhin in den zwölf größten Städten der USA die Stimmenmehrheit erzielt hatte. Befürchtungen, er würde mehr auf den Papst in Rom als auf die Verfassung der Vereinigten Staaten hören, hatten zu dieser Niederlage beigetragen.

Nachdem sein Nachfolge Roosevelt das Amt des Gouverneurs übernommen hatte, wechselte Smith in die Privatwirtschaft. Er wurde Präsident der Empire State Corporation, die für den Bau des Empire State Building gegründet worden war. Im September 1930 legte er den Grundstein für das lange Zeit höchste Gebäude der Welt.

1932 versuchte er nochmals, Präsidentschaftskandidat der Demokraten zu werden, scheiterte jedoch an Roosevelt. Dessen New Deal wurde von Smith vehement bekämpft, unter anderem als Führer der von ihm mitbegründeten American Liberty League. Bei den Präsidentschaftswahlen 1936 und 1940 unterstützte er daher die republikanischen Gegenkandidaten zu Roosevelt. Zu Eleanor Roosevelt, der Frau des Präsidenten, behielt er dennoch ein gutes Verhältnis.

1944 starb Smith im Rockefeller Institute Hospital in New York, fünf Monate nach dem Tod seiner Frau Catherine, mit der er seit 1900 verheiratet war und fünf Kinder hatte.

Quellen


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