Alfred Heinrich Pellegrini

Alfred Heinrich Pellegrini (* 10. Januar 1881 in Basel; † 5. August 1958 ebenda) war ein Schweizer Maler, Zeichner und Graphiker. Er gehörte neben Heinrich Altherr, Paul Bodmer und Walter Clénin zu den meistbeschäftigen Wandmalern der Schweiz in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Pellegrini wurde als Sohn des Steinbildhauers Isodoro Pellegrini geboren. Nach der Realschule lernte er an die Basler Gewerbeschule bei Fritz Schider und Albrecht Wagen. Zudem arbeitete er im, von seinem älteren Bruder geleiteten, väterlichen Bildhauergeschäft. Von 1899 bis 1901 besuchte er als Schüler von Gabriel von Hackl die Akademie der Bildende Künste in München. In Stuttgart arbeitete er zwischen 1906 und 1908 zunächst als Illustrator und Gebrauchsgrafiker und war seit 1906 Mitglied der Münchner Secession. In den Jahren 1908 bis 1912 nahm er Unterricht bei Adolf Hölzel an der Staatliche Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Von 1914 bis 1917 hielt Pellegrini sich in München auf und wurde Mitglied der Neuen Künstlervereinigung München. 1917 kehrte er nach Basel zurück. 1948 erhielt er den Kunstpreis der Stadt Basel.

Werk

Pellegrini wurde beeinflusst von Ferdinand Hodler, Paul Gauguin und Edvard Munch. Zu seinen Werken gehören Tafelgemälde und Fresken, ferner Porträts, Landschafts- und Figurenbilder. Durch seine Bekanntschaft mit dem Architekten Theodor Fischer wurden ihm Aufträge für Wandbilder erteilt, so 1909 ein Wandbild für die Kirche in Kirchheim unter Teck. Nach im Zuge eines Wettbewerbs entstandenen Entwürfen malte Pellegrini für die St. Jakobskirche das 1917 fertiggestellte Fresko, das den Steinwurf des Arnold Schick in der Schlacht von 1444 zeigt. Pellegrini gestaltete innerhalb seiner grossen Periode der dekorativen Wandmalerei, innerhalb der auf Hodler folgenden Generation[1] unter anderem 1922 ein Wandbild an der Basler Börse und 1941 das grosse Wandbild, Apoll und die Musen, an der Vorderfront des Stadtcasinos Basel.

Einzelnachweise

  1. Biografie Alfred Heinrich Pellegrini

Literatur

  • Robert Darmstädter: Reklams Künstlerlexikon. Philipp Reclam jun. Stuttgart, Stuttgart 1979, ISBN 3-15-010281-2

Weblinks


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