Alfred Kantorowicz (Zahnmediziner)

Alfred Kantorowicz (* 18. Juni 1880 in Posen; † 1962 in Bonn) war ein deutscher Zahnmediziner.

Leben

Er promovierte 1906 in Freiburg und habilitierte sich 1912 in München für Zahnheilkunde. 1919–1933 war er Ordinarius in Bonn, wurde jedoch am 1. April 1933 als jüdischer Sozialdemokrat in "Schutzhaft" genommen und im KZ Börgermoor interniert. Nachdem er im November 1933 wieder entlassen worden war, emigrierte Kantorowicz nach Istanbul, wo er von 1934–1948 als Professor tätig war.

Er wurde bekannt durch sein Werk Klinische Zahnheilkunde, untersuchte besonders die rachitischen Störungen am Säuglingsgebiss sowie die Kieferdeformierungen bei behinderter Atmung und machte sich durch einige Neuerungen auch um die Schulzahnpflege verdient.

Werke (Auswahl)

  • Klinische Zahnheilkunde, Berlin 1924 (3. Aufl. 1930)
  • Tagesfragen der chirurgischen, konservierenden und technischen Zahnheilkunde, Berlin 1925
  • Konservierende Zahnheilkunde, München 1925
  • Handwörterbuch der gesamten Zahnheilkunde, Leipzig 1929–1931 (4 Bände)
  • Repetitorium der klinischen Zahnheilkunde für das Staatsexamen, Konstanz 1949

Weblinks


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