Alfred Kinzel
Alfred Kinzel (1980)

Alfred Kinzel (* 29. September 1912 in Berlin[1]; † 17. August 2004 in Neuruppin) war von 1975 bis 1983 Präsident des Deutschen Schachbundes.

Inhaltsverzeichnis

Organisator

Kinzel war von 1965 bis 1974 Vorsitzender des Berliner Schachverbandes. 1966 wurde er 2. Vizepräsident im Deutschen Schachbund, 1971 1. Vizepräsident. Nach dem Ableben des Präsidenten Ludwig Schneider wurde er 1975 Präsident. Dieses Amt hatte er bis 1983 inne.

Während seiner Amtszeit stellte er die Weichen, den Deutschen Schachbund auf eine professionelle Struktur umzustellen. Dazu richtete man in Berlin eine Geschäftsstelle ein und beschäftigte mit Horst Metzing einen hauptamtlichen Geschäftsführer. Auch initiierte er eine zentrale Mitgliederdatenbank. In seine Amtszeit fällt die Gründung der eingleisigen 1. Schachbundesliga. Er setzte sich dafür ein, dass Schach als gemeinnützig anerkannt wurde.

Von 1971 bis 1986 vertrat er den Deutschen Schachbund bei der FIDE.

Schachspieler

Kinzel war auch ein starker Schachspieler. 1956 und 1961 gewann er mit seinem Verein, der Berliner Schachgesellschaft 1827 Eckbauer, die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft. Seit 1999 spielte er nach seinem Umzug nach Neuruppin beim dort ansässigen Märkischen SV.

Ehrungen

Für seinen organisatorischen Einsatz erhielt er zahlreiche Ehrungen:

  • Ehrenvorsitzender des Berliner Schachverbandes
  • Ehrenpräsident des Deutschen Schachbundes (1983)
  • Träger der Goldenen Ehrennadel (1976)
  • Träger des Bundesverdienstkreuzes (I. Klasse)
  • Ritter der FIDE

Privates

Alfred Kinzel war verheiratet mit Gertrud Kinzel. Er arbeitete im Polizeidienst von Berlin.

Einzelnachweise

  1. Die DSB-Mitgliederdatenbank nennt den 28. September als Geburtstag.
 Commons: Alfred Kinzel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Kinzel — ist der Familienname von Alfred Kinzel (1912–2004), deutscher Sportfunktionär Eberhard Kinzel (1897 1945), deutscher General Gisela Kinzel (* 1961), deutsche Leichtathletin Josef Kinzel (1852 1925), österreichischer Maler Till Kinzel (* 1968),… …   Deutsch Wikipedia

  • Alfred Schlya — Alfred Schlya, 2002 Alfred Schlya (* 25. Oktober 1935 in Hettstedt) ist ein deutscher Schachfunktionär. Er war von 1993 bis 2001 Präsident des Schachbundes Nordrhein Westfalen und ist heute dessen Ehrenpräsident. Er ist ebenfalls Ehrenpräsident… …   Deutsch Wikipedia

  • Schlya — Alfred Schlya (* 25. Oktober 1935 in Hettstedt) ist ein deutscher Schachfunktionär. Er war von 1992 bis 2001 Präsident des Schachbundes Nordrhein Westfalen und ist heute dessen Ehrenpräsident. Im Jahr 2001 wurde Schlya zum Präsidenten des… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Biografien/Ki — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

  • GDSB — Der Großdeutsche Schachbund (GSB, teilweise auch GDSB) war eine nationalsozialistische Schachorganisation mit Sitz in Berlin. Der Großdeutsche Schachbund war von 1933 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs die Dachorganisation der deutschen… …   Deutsch Wikipedia

  • Ditt — Egon Ditt (* 29. Mai 1931 in Bremen; † 4. Juli 2005 in Bremen) war ein deutscher Schachspieler und funktionär. Inhaltsverzeichnis 1 Schachspieler 2 Funktionär 3 Beruf und Privatleben 4 …   Deutsch Wikipedia

  • Berliner Schachverband — e.V. Gründung: 26. April 1901 Gründungsort: Berlin Präsident: Carsten Schmidt …   Deutsch Wikipedia

  • Schachweltmeisterschaft 1985 — Die Kontrahenten der Schachweltmeisterschaft 1985 Foto Garri Kasparow Anatoli Karpow Nation …   Deutsch Wikipedia

  • Anderssen - Lange, Breslau 1859 — Max Lange Max Lange (* 7. August 1832 in Magdeburg; † 8. Dezember 1899 in Leipzig) war ein deutscher Schachspieler, Verleger, Schriftsteller und Schachfunktionär. Inhaltsverzeichnis …   Deutsch Wikipedia

  • Czaya — Richard Czaya (* 23. Februar 1905 in Beuthen; † 25. Oktober 1978 in Lohr) war ein starker deutscher Schachspieler und der erste Nachkriegspräsident des Deutschen Schachbundes. Schachspieler Czaya nahm von 1947 bis 1949 dreimal an deutschen… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”