Gruň
Gruň
Kirche der Hilfreichen Jungfrau Maria auf dem Gruň

Kirche der Hilfreichen Jungfrau Maria auf dem Gruň

Höhe 885 m n.m.
Lage Tschechien
Gebirge Mährisch-Schlesische Beskiden
Geographische Lage 49° 29′ 20″ N, 18° 29′ 3″ O49.48888888888918.484166666667885Koordinaten: 49° 29′ 20″ N, 18° 29′ 3″ O
Gruň (Tschechien)
Gruň
Typ Gebirgskamm
Besonderheiten Holzkirche der Hilfreichen Jungfrau Maria

Der Gruň (slowakisch Grúň) ist ein Gebirgskamm der Mährisch-Schlesischen Beskiden. Er liegt etwa vier Kilometer nordöstlich von Staré Hamry in Tschechien nahe der slowakischen Grenze.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Der etwa acht Kilometer lange Kamm erstreckt sich rechtsseitig am oberen Ende des Stausees Šance vom Tal der Ostravice gegen Nordost bis an den Sulov (942 m) bei Bílý Kříž an der slowakischen Grenze. Er ist Teil der Zadní hory in der Klokočovská hornatina. Die auf dem Gruň befindlichen Ansiedlungen sind Teil der Gemeinde Staré Hamry.

Höchste Erhebungen auf dem Gruň sind – von West nach Ost – der Příslop (782 m), die Janikula (832 m), der Gruň (843 m) und die Kozlena (885 m). Im Osten des Gruň entspringt die Černá Ostravice, die den Kamm südlich umfließt und sich am Fuße des Příslop mit der Bílá Ostravice vereinigt. Nordöstlich liegt das Quellgebiet der Řečice.

Geschichte

Nach der Besiedlung des oberen Ostravicetales entstanden im 18. Jahrhundert entlang des Kammes mehrere Paseken (Einzelschläge) und Salaschen.

1773 stellte der Pasekar Šimon Tomeček in Gruň eine hölzerne Marienstatue auf. 1847 wurde für die Statue ein Holzkapellchen gebaut.

1868 verfügte der Pfarrer Habrnal aus Horní Domaslavice in seinem letzten Willen, einen Teil seines Vermögens für den Bau einer Kirche auf dem Gruň zu verwenden. In den 1880er Jahren beauftragte der Frýdeker Dekan Karel Findinský den Zimmermeister Stanislav Pětroš mit dem Bau einer kleinen Holzkirche nach den Plänen des Baumeisters Heinrich, die die Kapelle ersetzen sollte. 1887 wurde die zur Dominante des Kammes gewordene Kirche der Hilfreichen Jungfrau Maria geweiht.

Nach dem Beginn des Tourismus auf dem Gruň ließ der Gebirgsverein für den Radhošť 1908 einen Bergbauernhof an der Kozlena zu einer touristischen Schutzhütte umbauen. Die Baude erhielt nach ihrer attraktiven Wirtin Haná Veličková recht bald den Namen chata Švarná Hanka.

Auf der Salasche Gruň entstand 1918 nach Umbau der Wirtschaft der seit 1816 ansässigen Familie Charbulák eine weitere Touristenhütte. Die Hütte Charbulák wurde zwischen 1928 und 1929 zu einem Berghotel mit zunächst 25 Betten umgebaut und später auf 100 Betten erweitert. Das Charbulák ist damit eines der ältesten Berghtels der Beskiden.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde eine Asphaltstraße von Staré Hamry bis zur Ansiedlung Gruň gebaut. Die Kirche auf dem Gruň ist heute eine Filialkirche der Pfarrkirche Ostravice. Durch hohen Baumbewuchs am Hügel Gruň wird die Kirche etwas verdeckt.

Naturschutz

Die einst typischen Schafweiden sind auf dem Bergkamm rar geworden. Eine der wenigen erhaltenen Feuchtwiesen findet sich nordöstlich der Siedlung Gruň. In dem Kleinseggenried und den tiefer gelegenen Borstgrasweiden wachsen seltene und geschützte Pflanzenarten wie der Sonnentau und der Schwalbenwurz-Enzian. Der Ort steht seit 1990 als Naturdenkmal Podgruň unter staatlichem Schutz.

Tourismus

Der Gruň ist ein heute ein beliebtes Wander- und Wintersportgebiet. Auf dem Kamm führt ab Anfang Dezember eine sieben Kilometer lange Loipe bis zum Bílý kříž. Am Podgruň betreibt der SKI MSA Dolní Benešov ein Skizentrum mit Liftbetrieb. Am Hotel Charbulák besteht ein Parkplatz.

Vom Kamm besteht eine Aussicht bis zur Mala Fatra und Westtatra.

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Grün — Grün …   Deutsch Wörterbuch

  • Grün — (Farbcode: #00AA00) Grün ist der Farbreiz, der wahrgenommenen wird, wenn Licht mit einer spektralen Verteilung ins Auge fällt, bei dem Wellenlängen zwischen 520 und 565 nm dominieren. Licht mit dieser Eigenschaft kann auch als Körperfarbe… …   Deutsch Wikipedia

  • Grúň — Gruň Kirche der Hilfreichen Jungfrau Maria auf dem Gruň Höhe 885  …   Deutsch Wikipedia

  • Grün — Grün, er, ste, adj. et adv. 1. Eigentlich, ein Nahme einer Farbe, welche die fünfte Hauptfarbe ausmacht, aus der Vermischung der blauen und gelben Farbe entstehet, und am häufigsten in dem Gewächsreiche angetroffen wird. Grasgrün, spangrün,… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Grün — Grün, the German word for green, may refer to:PlaceGrün as a name for a place may refer to: * Grün (Vogtland), a former municipality, now quarter of Lengenfeld (Vogtland) * Grün, the German name for the municipality Grône in the canton of Valais …   Wikipedia

  • grün — grün: Das altgerm. Adjektiv mhd. grüene, ahd. gruoni, niederl. groen, engl. green (beachte das Fremdwort »Greenhorn« »Grünschnabel, Neuling«), schwed. grön ist eine Bildung zu dem im Nhd. untergegangenen Verb mhd. grüejen, ahd. gruoen »wachsen,… …   Das Herkunftswörterbuch

  • Grün — grün: Das altgerm. Adjektiv mhd. grüene, ahd. gruoni, niederl. groen, engl. green (beachte das Fremdwort »Greenhorn« »Grünschnabel, Neuling«), schwed. grön ist eine Bildung zu dem im Nhd. untergegangenen Verb mhd. grüejen, ahd. gruoen »wachsen,… …   Das Herkunftswörterbuch

  • Grün — das; [s], [s] (grüne Farbe); das erste Grün; bei Grün darf man die Straße überqueren; die Ampel steht auf, zeigt Grün; in Grün; das ist dasselbe in Grün (umgangssprachlich für [fast] ganz dasselbe); vgl. Blau …   Die deutsche Rechtschreibung

  • grün — • grün I. Kleinschreibung: a) er ist mir nicht grün (umgangssprachlich für nicht gewogen) b) {{link}}K 89{{/link}}: grüner Tee – am grünen Tisch – der grüne Star (Augenkrankheit) – die grüne Minna, österr. der grüne Heinrich (umgangssprachlich… …   Die deutsche Rechtschreibung

  • grün — [Basiswortschatz (Rating 1 1500)] Bsp.: • Die Bäume sind wieder grün. • Der grüne Pullover ist besser. • Magst du die Farbe Grün? …   Deutsch Wörterbuch

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”