Alfred Meyer (Offizier)

Alfred Ritter von Meyer (* 4. Juli 1848 in München; † nicht bekannt) war ein Offizier der Bayerischen Armee.

Leben

Alfred Meyer wurde am 4. Juli 1848 in München als Sohn des königlichen Regierungsdirektors Dr. Friedrich Meyer und dessen Gattin Therese von Coulon geboren. Er studierte auf der Universität München Recht, trat am 15. März 1868 als Einjährig-Freiwilliger in das Infanterie-Leib-Regiment ein und wurde ein Jahr später als Korporal der Reserve entlassen. Am 12. Mai 1869 zunächst zum Landwehr-Offiziers-Aspiranten und am 18. Juli 1870 zum Unterlieutenant im 2. Landwehr-Bataillon befördert nahm er mit dem Infanterie-Leib-Regiment am gesamten deutsch-französischem Krieg teil. Für seine Verdienste während der Kämpfe gegen die Loire-Armee (Oktober 1870) wurde mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse und mit Armeebefehl vom 3. April 1871 mit dem Ritterkreuz 2. Klasse des Militär-Verdienst-Ordens ausgezeichnet. Das am 13. Mai 1871 in Grosbois abgehaltene Ordenskapitel unter dem Vorsitz des Generallieutenants und Kommandanten der 2. Infanterie-Division Joseph Maximilian von Maillinger sprach sich einstimmig dafür aus, Meyer für sein tapferes Verhalten am 7. Dezember 1870 im Gefecht bei Le Bardon (nordwestlich von Meung am rechten Loire-Ufer) in den Militär-Max-Joseph-Orden aufzunehmen. Am 24. Mai 1871 erhielt er das Ritterkreuz des Ordens verliehen, durch die Verleihung wurde er außerdem in den persönlichen, nicht-vererbbaren Adelsstand erhoben und erhielt den Titel "Ritter von". Meyer ersuchte am 20. Dezember 1871 um Übernahme als Unterlieutenant beim Infanterie-Leib-Regiment, das ausnahmsweise gewährt wurde. Er nahm am Lehrkurs an der Kriegsschule teil und wurde vom 1. November 1873 bis 1. Oktober 1876 zu den drei Lehrkursen an der Kriegsakademie kommandiert. Am 27. November 1876 zum Premierlieutenant beim 10. Infanterie-Regiment „König“ befördert wurde er vom 1. November 1878 bis 30. November 1879 als Lehrer an der Kriegsakademie verwendet. Am 1. April 1880 wurde er jedoch dieses Kommandos enthoben.

Literatur

Schrettinger: Der Königlich Bayerische Militär-Max-Joseph-Orden und seine Mitglieder. R. Oldenbourg, München 1882


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