Alfred Pfoser

Alfred Pfoser (* 12. Jänner 1952 in Wels) ist ein österreichischer Essayist und Bibliothekar.

Leben

Nach dem Studium der Germanistik und Geschichte in Salzburg arbeitete Alfred Pfoser als Lehrer an einem Gymnasium in Wien, später als Mitarbeiter der Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur. Als Gastprofessor (visiting professor) war er an der Washington University in St. Louis. Seit 1982 war er bei den Büchereien Wien tätig, einige Zeit als Leiter des Ankaufslektorats, von 1998 bis 2007 leitete er das ganze Bibliotheksnetz. Im Sommer 2007 wurde er Leiter der Druckschriftensammlung der Wienbibliothek im Rathaus.[1]

Von 2004 bis 2008 war Pfoser Vorsitzender des BVÖ (Bibliotheksverband Österreichs).

Journalistisch – unter anderem in den Salzburger Nachrichten – und publizistisch veröffentlichte Pfoser vorrangig Arbeiten zur österreichischen Literatur- und Kulturgeschichte. Weiterhin arbeitete er an Ausstellungen mit, etwa an Mit uns zieht die neue Zeit. Arbeiterkultur in Österreich 1918–1934 in Wien 1981.

Werke

  • Die Judenfrage in der "Oberdeutschen Allgemeinen Litteratur-Zeitung" (1788–1811). Geyer-Edition, Salzburg-Wien 1978. (Veröffentlichungen des Historischen Instituts der Universität Salzburg).
  • Literatur und Austromarxismus. Löcker, Wien 1980. ISBN 3-85409-010-2
  • (zus. mit Kristina Pfoser-Schewig, Gerhard Renner): Schnitzlers ‚Reigen‘. Analysen und Dokumente. Band 1: der Skandal. Band 2: Die Prozesse. Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt/Main 1993. ISBN 3-596-10894-2 und ISBN 3-596-10895-0
  • Die Wiener Städtischen Büchereien. Zur Bibliothekskultur in Österreich. Wien 1994. ISBN 3-85114-153-9
  • Zur Geschichte der Öffentlichen Bibliotheken in Österreich. Hrsg. von Alfred Pfoser und Peter Vodosek. Wien 1995. ISBN 978-3-901639-01-2
  • Der Gürtel wird Bibliothek. Ein neues Wahrzeichen für Wien. Wien 2001

Belege

  1. „Mailath: Alfred Pfoser wechselt ins ‚Gedächtnis der Stadt‘“

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