Alfred Schulte

Alfred Schulte (* 17. Februar 1872 in Iserlohn; † 14. Oktober 1957 in Wiesbaden) war 1933 bis 1937 Oberbürgermeister von Wiesbaden.

Nach dem Abitur am Realgymnasium Iserlohn war er ein Jahr Maschineneleve an der Eisenbahnwerkstätte in Dortmund, anschließend Studium an der TH Hannover und in Berlin, Examen als Regierungsbauführer, 1895–1896 Beurlaubung zur AEG – Büro für Bahnen und Bauten in Berlin, nach dem Wiedereintritt in den Staatsdienst Ausbildung bei der Eisenbahndirektion Berlin (zum Lokomotivführer) und bei der Eisenbahnwerkstätte Potsdam. 1897–1902 bei der Aktiengesellschaft Elektrizitätswerke Dresden, seit Februar 1900 gleichzeitig Mitglied des Vorstands der Lippischen Elektricitäts AG zu Detmold. Seit Mai 1904 Ingenieur und Vorsteher der Abteilung Elektrizität bei der Verwaltung der Städtischen Wasser-, Gas- und Elektrizitätswerke Wiesbaden, seit 1906 Oberingenieur, seit 1. April 1910 Geschäftsführer der Direktion der Städtischen Wasser- und Lichtwerke Wiesbaden. Seit 1913 besoldeter Stadtrat in Wiesbaden (längere Zeit als Finanzdezernent, als solcher 1915/1916 Einführung eines neuen Buchungssystems in der Stadtverwaltung, des so genannten Wiesbadener Systems), 1918 Stadtkämmerer, seit 1920 Zweiter Beigeordneter. Während der Zeit der Ausweisung von Bürgermeister Fritz Travers führt Schulte vom 13. Februar 1923 bis 12. November 1924 die Amtsgeschäfte des Oberbürgermeisters. Seit 1925 Erster Beigeordneter (Bürgermeister), nach dem Tod von Travers 1929 wiederum Übernahme der Amtsgeschäfte des Oberbürgermeisters bis März 1930. Seit dem 6. Oktober 1933 bis zum 1. April 1937 (Ruhestand aufgrund des Erreichens der gesetzlichen Altersgrenze) Oberbürgermeister von Wiesbaden. 1925–1933 Vorsitzender des Nassauischen Städtetages, dann Mitglied des Vorstands der Landesdienststelle Hessen-Nassau des Deutschen Gemeindetages. Seit 1. Mai 1933 Mitglied der NSDAP, ohne Ämter in der Partei inne zu haben.



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