Alfred Wendehorst

Alfred Wendehorst (* 29. März 1927 in Breyell) ist ein deutscher Historiker.

Alfred Wendehorst studierte Geschichte, Philosophie und Sprachwissenschaft an den Universitäten Würzburg und Köln. 1951 promovierte er bei Otto Meyer mit Studien über Albertus Magnus an der Universität Würzburg. Von 1953 bis 1956 war er am Institut für österreichische Geschichtsforschung in Wien tätig, wo er 1956 die Staatsprüfung für den höheren Archivdienst ablegte. 1957 trat er in den Archivdienst in Würzburg ein. 1964 erfolgte die Habilitation in Erlangen und 1965 die Ernennung zum außerordentlichen Professor in Würzburg. Als Nachfolger von Gerhard Pfeiffer hatte er von 1972 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1994 den Lehrstuhl für Landesgeschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg inne. Seit 1975 war Wendehorst außerdem als Universitätsarchivar tätig. Von 1972 bis 1994 war er Herausgeber des Jahrbuchs für Fränkische Landesforschung.

Seine Forschungen zur Germania Sacra für die Bistümer Würzburg und Eichstätt brachten neue Erkenntnisse für die fränkische Landesgeschichte. Weitere Forschungsschwerpunkte sind die Siedlungsgeschichte, die Universitätsgeschichte und die Geschichte der alten Reichskirche in Franken. Zum Jubiläum der Friedrich-Alexander-Universität verfasste er 1993 ein Werk, das 250 Jahre Universitätsgeschichte umfasst. Wendehorst ist Träger des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse und des Bayerischen Verdienstordens.

Literatur

  • Siedlungsgeschichte und Pfarreiorganisation im mittelalterlichen Franken. Ausgewählte Untersuchungen. Festgabe der Gesellschaft für Fränkische Geschichte zum 80. Geburtstag des Verfassers, Stegaurach 2007, ISBN 3-86652-954-6.
  • Jürgen Schneider / Gerhard Rechter (Hrsg.): Festschrift Alfred Wendehorst. Zum 65. Geburtstag gewidmet von Kollegen, Freunden, Schülern, Neustadt (Aisch) 1992, ISBN 3-7686-9118-7.

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