HMS Sea Scout (P253)

HMS Sea Scout (P253)
HMS Sea Scout (P253)
Royal Navy
HMS Sea Scout (P253) am 12. Juni 1944
Allgemeine Daten
Schiffstyp: U-Boot
Schiffsklasse: Subtle-Klasse (S-Klasse)
Marine: Royal Navy (RN)
Bauwerft: Cammell Laird (Birkenhead)
Kiellegung: 1. April 1943
Stapellauf: 24. März 1944
Indienststellung: 19. Juni 1944[1]
Verbleib: 1965 verschrottet.
Technische Daten

(siehe Subtle-Klasse)

Die HMS Sea Scout (P253)[2] war ein U-Boot der britischen Royal Navy im Zweiten Weltkrieg.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Sea Scout (engl.: Seepfadfinder) war ein Boot des vierten Bauloses der britischen S-Klasse. Dieses Baulos wird auch als Subtle-Klasse bezeichnet. Das U-Boot wurde am 1. April 1943 bei Cammell Laird im nordwestenglischen Birkenhead aufgelegt, lief am 24. März 1944 vom Stapel und wurde von der Royal Navy am 19. Juni 1944[1] in Dienst gestellt.

Die britische Marine setzte das U-Boot unter dem Kommando von Lt. J.W. Kelly bis zum Kriegsende auf dem Asiatischen Kriegsschauplatz ein.

Am 29. Dezember 1944 versenkte die Sea Scout bei den Nikobaren zwei japanische Einheiten. Am 23. und 26. Februar sowie am 28. Februar 1945 versenkte sie in der Straße von Malakka jeweils zwei japanische Segelschiffe mit dem Deckgeschütz. Am 4. März 1945 wurde in der Malakkastraße ein japanisches Sampan mit Bordartillerie versenkt. Am nächsten Tag folgte im selben Seegebiet ein weiteres japanisches Segelschiff.

Am 25. April versenkte die Sea Scout vor der Sunda-Insel Sumbawa ein japanisches Küstenmotorschiff mit der Bordkanone.

Am 1. Juli 1945 konnten im Golf von Siam mit Geschützfeuer fünf japanische Einheiten vernichtet werden. Im Einzelnen versenkte die HMS Sea Scout an diesem Tag einen Schlepper, ein Küstenmotorschiff und fünf Leichter.

Ebenfalls im Golf von Siam versenkte die Sea Scout am 7. Juli 1945 ein und zwei Tage später drei japanische Segelschiffe mit dem Deckgeschütz.

Am 15. August 1945, dem Tag der Kapitulation Japans, versenkte die HMS Sea Scout im Golf von Siam ein japanisches Patrouillenboot mit Bordartillerie.

Das U-Boot blieb nach dem Krieg im aktiven Einsatz der Navy, wurde im September 1962 außer Dienst gestellt und anschließend als Ersatzteilspender ausgeschlachtet, 1965 zur Verschrottung verkauft und im Dezember desselben Jahres in Swansea abgebrochen.

Weblinks

 Commons: Britische S-Klasse U-Boote – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Literatur

  • Erminio Bagnasco: Uboote im 2. Weltkrieg, Motorbuchverlag, Stuttgart, 5. Auflage 1996, ISBN 3-613-01252-9
  • Robert Hutchinson: KAMPF UNTER WASSER - Unterseeboote von 1776 bis heute, Motorbuchverlag, Stuttgart, 1. Auflage 2006, ISBN 3-613-02585-X
  • Anthony Preston: Die Geschichte der U-Boote, Karl Müller Verlag, Erlangen, Deutsche Ausgabe 1998, ISBN 3-86070-697-7

Erläuterungen und Referenzen

  1. a b Das uboat.net gibt für die Indienststellung der Sea Scout den 19. Juni 1944 an. Hutchinson (siehe Literatur) gibt den 15. Mai 1944 an.
  2. HMS ist die Abkürzung für His/Her Majesty’s Ship und der Namenspräfix britischer Schiffe. HMS bedeutet Seiner/Ihrer Majestät Schiff.

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