Alice Babs
Alice Babs, 1941

Alice Babs (* 26. Januar 1924 in Kalmar, Schweden, als Hildur Alice Nilsson) ist eine schwedische Schlager- und Jazzsängerin, die in den 1950er Jahren auch im deutschsprachigen Raum bekannt war.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Label einer Swing-Platte von Alice Babs, 1940er Jahre
Werbeaufnahme mit Alice Babs und Tochter, 1960

Als junges Mädchen sang Alice Babs in ihrer Heimat auf Wohltätigkeitsveranstaltungen. 1938 trat sie erstmals in einer Radiosendung auf. Erste Aufnahmen entstanden mit dem Nisse Lind's Hot Trio („FDR Jones“ und Star Dust auf dem Label Sonora. Großen Erfolg hatte sie 1940 als Jazz-begeistertes Schulmädchen in dem Film Swing it, magistern (Lass es swingen, Professor), gefolgt 1956 vom Film Swing it, fröken mit ihr als Lehrerin. Damit begann eine Karriere, die sie bis in die 1950er Jahre zunächst in ganz Skandinavien bekannt machte. Zahlreiche Schallplatten hatte sie bis dahin bereits besungen. Ihr Name „Alice Babs“ musste seinerzeit sogar für verschiedene Produkte als Werbeträger herhalten. Am 15. April 1944 heiratete sie Nils Ivar Sjöblom und hat mit ihm drei Kinder, Lilleba (* 1945), Lasse (* 1948) und Titti (* 1949).

1954 hatte sie ihren ersten Auftritt in Deutschland und zwar bei Erwin Lehn und dessen Südfunk-Tanzorchester in Stuttgart. Daraufhin bekam sie eine Rolle in dem Spielfilm Schwedenmädel (Regie Thomas Engel). Zeitgleich bekam sie einen Plattenvertrag. Ihr erster Titel hieß Ole Dole Die. 1955 hatte sie ihren ersten großen Erfolg mit Ein Mann muß nicht immer schön sein. Daraufhin wurde sie Dauergast bei den Rundfunksendern Deutschlands. Sie trat auch bei verschiedenen Galas auf und wurde bald zu einer der erfolgreichsten Sängerinnen der 1950er Jahre in Deutschland.

1958 war sie die erste Teilnehmerin Schwedens beim Eurovision Song Contest. Ihr Lied Lilla stjärna erreichte den 4. Platz.

War sie hierzulande vor allem als Schlagersängerin bekannt, so galt ihre Liebe jedoch auch dem Jazz. So ging sie anfang der 1960er Jahre mit dem Geiger Svend Asmussen und dem Gitarristen Ulrik Neumann als Trio „Swe-Danes“ in ganz Europa auf Tournee. 1963 hatte sie in Großbritannien einen Hit mit dem Song After You’ve Gone. In Frankreich nahm sie mit Duke Ellington ein Album auf und tourte mit ihm in Schweden 1973. Ferner trat sie in New York und London sowie 1975 beim Newport Jazz Festival auf.

Später zog sie sich aus dem Showgeschäft zurück. Nur noch gelegentlich ergreift sie das Mikrofon.

2002 erhielt sie den Django d’Or (Schweden) als Master of Jazz.

Erfolgstitel

Diskografie

Alben:

  • Mittsommernacht
  • Lollipop

Weblinks


Vorgängerin Amt Nachfolgerin
- Schweden beim Eurovision Song Contest
1958
Brita Borg

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Alice Babs — (born Hildur Alice Nilsson in January 26, 1924) is a singer and actor from Kalmar in Sweden. While she has worked in a wide number of genres, she is best known internationally as a jazz singer. Making her breakthrough in Swing it magistern (Swing …   Wikipedia

  • Alice Babs — Alice Babs. Nom Alice Nilson Naissance 26 janvier 1924 …   Wikipédia en Français

  • Alice Babs — y su hija Titti en propaganda para chicle 1960. Alice Babs, nacida Hildur Alice Nilsson en Kalmar el día 26 de enero de 1924, es una cantante y actriz sueca. Desde hace varios años, vive con su marido en Marbella …   Wikipedia Español

  • Alice Babs — Alice Babs, nacida Hildur Alice Nilson en Kalmar el día 26 de enero de 1924, es una cantante y actriz sueca. Desde hace varios años, vive con su marido en Marbella, España. Fue la primera representante de su país en el Festival de la Canción de… …   Enciclopedia Universal

  • Babs — ist der Nachname von mehreren Personen: Alice Babs (* 1924), schwedische Schlager und Jazzsängerin Lill Babs (* 1938), schwedische Schlagersängerin sowie eine Koseform des Vornamens Barbara BABS steht für: Bundesamt für Bevölkerungsschutz,… …   Deutsch Wikipedia

  • Duke Ellington's Sacred Concerts — In the last decade of his life, Duke Ellington wrote three Sacred Concerts: 1965 A Concert of Sacred Music 1968 Second Sacred Concert 1973 Third Sacred Concert Ellington called these concerts the most important thing I have ever done . He said… …   Wikipedia

  • Liste der Biografien/Ba–Bac — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Namensvarianten von Jazzmusikern — Hinweise zur Nutzung der Tabelle Diese Listen sind sortierbar. Die Voreinstellung erfolgt nach dem Nachnamen der Musiker (Lemma). Darüber hinaus kann sie nach dem Spitznamen bzw. dem islamischen, indischen oder afrikanischen Namen der Künstler,… …   Deutsch Wikipedia

  • Duke Ellington — Frankfurt am Main, February 6, 1965 Background information Birth name Edward Kennedy Ellington Born …   Wikipedia

  • Duke Ellington discography — This is the discography of Duke Ellington. The majority of these recordings are listed under the year they were recorded, rather than released. Reissues are listed for most of the recordings released before the 1950s, as the original 78s are rare …   Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”