Alignement von Clendy

Das Alignement von Clendy ist eine prähistorische Steinallee in der Schweizer Gemeinde Yverdon-les-Bains im Kanton Waadt (Vaud, VD), am Südostende des Neuenburgersees.

Sie liegt in eine Waldlichtung am Ostrand der Stadt nahe der Hauptstrasse in Richtung Estavayer-le-Lac, besteht aus 45 Menhiren und Statuenmenhiren und ist neben Lutry und Falera die eindrucksvollste Megalithanlage in der Schweiz.

Die Menhire sind zu zwei Alignements von ca. 50 m Länge und zu vier südlich der Reihen liegenden Gruppen geordnet. Die 0,45 m - 4,5 m hohen Steine wurden erst 1878 in der Folge der Juragewässer-Korrektion bei der Absenkung das Seewasserspiegels entdeckt und 1975 wieder aufgestellt, 1986 wurde die gesamte Anlage restauriert. Manche Steine sind prähistorisch bearbeitet worden und weisen geometrische und anthropomorphe Formen auf. Ein Vergleich mit französischen Dekorformen verweist auf eine früheste Errichtung der Steine durch die Träger der Chassey-Lagozza-Cortaillod Kultur um 4500-4000 v. Chr. Einzelne Steine können jünger sein, da die Anlage noch bronzezeitlich genutzt wurde.

Kontext

Neben den 15 einzeln stehenden Menhiren, mit 2 - 4 m Höhe, die primär im Gebiet der Juraseen stehen, gab es bis zum Jahre 2002 drei große Alignements, (Lutry) so dass in der Schweiz etwa 100 Menhire und Statuenmenhire bekannt waren.

Im Jahre 2002 wurde in Bevaix Treytel-A Sugiez zwei neue Statuenmenhire gefunden, die wahrscheinlich erst im 16. Jahrhundert vergraben wurden. Der größere ist ein Statuenmenhir der 3,35 m lang und 1,4 m breit ist und 2,8 Tonnen wiegt. Der kleinere ist 2,5 m lang und 0,9 m breit und wiegt 1,2 Tonnen. In Bevaix Treytel-A Sugiez kam außerdem eine Steinreihe aus zwölf Menhiren zu Tage, von denen zwei zerbrochen, und neun vollständig erhalten waren.

Literatur

  • J.-L. Voruz Hommes et Dieux du Neolithique. Les statues-menhirs d'Yverdon. In: Jahrbuch der Schweizerischen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte. 75, 1992, ISSN 0252-1881, S. 37–64.

Weblinks

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