Alkanole
Allgemeine Formel der Alkanole mit der blau markierten Hydroxygruppe als funktioneller Gruppe. Der Rest R steht für einen Alkylrest. Ist R beispielsweise eine Methylgruppe resultiert Methanol, ist R eine Ethylgruppe resultiert Ethanol (umgangssprachlich: „Alkohol“).

Als Alkanole bezeichnet man in der Organischen Chemie eine Stoffgruppe, die sich von den Alkanen (gesättigten Kohlenwasserstoffen) ableitet. Als funktionelle Gruppe besitzen alle Alkanole eine oder mehrere Hydroxygruppen. Analoge Verbindungen, die sich von ungesättigten Kohlenwasserstoffen ableiten, heißen Alkenole (mit einer oder mehreren Doppelbindungen) sowie Alkinole (mit einer oder mehreren Dreifachbindungen). Das Wort Alkanole stammt aus der IUPAC-Nomenklatur.[1]

Die Begriffe Alkohol und Alkanol sind nicht bedeutungsgleich. Der Begriff Alkohol bezieht sich auf die Funktionalität der Hydroxygruppe, während der Begriff Alkanol darüber hinaus auch den gesättigten Charakter des Alkylrests mit definiert.

Alkanole mit zwei Hydroxygruppen nennt man Alkandiole (einfachstes Beispiel: Ethylenglycol), solche mit drei Hydroxygruppen sind Alkantriole (einfachstes Beispiel: Glycerin).

Weblinks

 Commons: Alkanole – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. K. Peter C. Vollhardt und Neil E. Schore: Organische Chemie, Wiley-VCH, 4. Auflage, 2005, S. 326−380, ISBN 978-3-527-31380-8.

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