Alkyl

Eine Alkylgruppe ist ein Teil eines Moleküls, der aus miteinander verbundenen Kohlenstoff- und Wasserstoffatomen besteht. Die einfachste Alkylgruppe ist die Methylgruppe –CH3; sie tritt relativ häufig auf. Weitere Beispiele sind die Ethylgruppe –CH2–CH3 und die 1-Propylgruppe –CH2–CH2–CH3.

Nomenklatur

Alkylgruppen kommen in sehr vielen Molekülen vor, insbesondere in den gesättigten Kohlenwasserstoffen, den Alkanen. Der Name Alkylgruppe leitet sich davon ab, und auch die Benennung der verschiedenen Alkylgruppen richtet sich nach dem zugrundeliegenden Alkan (oder Alken oder Alkin): Der Namensstamm wird mit dem Suffix „-yl“ erweitert, das heißt die Endung -an wird durch -yl ersetzt (oder es wird ein -yl angehängt). Die einfachsten Alkylgruppen sind Alkane, denen ein Wasserstoffatom fehlt: z. B. leiten sich die Methyl-, Ethyl- und Propylgruppen von Methan, Ethan und Propan ab. Alkylgruppen werden oft mit –R abgekürzt, wobei die Abkürzung –R allerdings manchmal auch für –H oder gar für Reste mit funktionellen Gruppen stehen kann.

In Abhängigkeit von der Länge der Alkylkette werden folgende systematischen Namen und Trivialnamen verwendet:

Systematische und Trivialnamen für Alkylketten
Anzahl C-Atome Systematischer Name Trivialname
1 Methyl-
2 Ethyl-
3 Propyl-
4 Butyl-
5 Pentyl- Valeryl-
6 Hexyl- Capron-
7 Heptyl- Önanthyl-
8 Octyl- Capryl-
9 Nonyl- Pelargonyl-
10 Decyl- Caprin-
12 Dodecyl- Lauryl-
14 Tetradecyl- Myristyl-
16 Hexadecyl- Cetyl-
18 Octadecyl- Stearyl-


Zu unterscheiden von den zumeist aliphatischen Alkylgruppen sind die Arylgruppen, wobei man zweckmäßigerweise entsprechend dem Einfluss auf das übrige Molekül unter einer Arylgruppe eine Gruppe versteht, die direkt mit dem aromatischen Ring an das Restmolekül geknüpft ist.

Einfluss einer Alkylgruppe auf das übrige Molekül

  • Alkylgruppen besitzen einen schwachen elektronenschiebenden Effekt, +I-Effekt genannt. Sie fungieren also als schwache Elektronendonatoren.
  • Vor allem verzweigte Alkylgruppen beeinflussen benachbarte funktionelle Gruppen durch ihren Raumbedarf und mindern durch diese sterische Hinderung deren Reaktivität.
  • Je länger und zahlreicher die Alkylgruppen in einer Verbindung, desto schlechter wird ihre Wasserlöslichkeit und desto besser wird ihre Löslichkeit in unpolaren Lösungsmitteln.

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