Alle hassen Chris
Seriendaten
Deutscher Titel Alle hassen Chris
Originaltitel Everybody Hates Chris
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Produktionsjahr(e) 2005–2009
Länge 20 Minuten
Episoden 88 in 4 Staffeln
Genre Comedy
Idee Chris Rock
Erstausstrahlung 22. September 2005 (USA) auf UPN
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
16. September 2006 auf ORF 1, ProSieben
Besetzung

Alle hassen Chris (Originaltitel: Everybody Hates Chris) ist eine US-amerikanische Comedy-Serie, die am 22. September 2005 auf UPN startete. Sie entstand nach einer Idee von Chris Rock, der mit der Serie über seine eigenen Kindheitserlebnisse erzählt. Nach der Zusammenlegung von UPN mit The WB lief die Serie ab 2006 auf dem CW Network. Der Titel ist eine Parodie auf die Sitcom Alle lieben Raymond. Am 21. Mai 2009 wurde die Serie abgesetzt.

Inhaltsverzeichnis

Überblick

Die Serie spielt im Brooklyn der frühen 80er-Jahre und behandelt ironisierend Themen wie Vorurteile bedingt durch Rassismus, das Außenseiterdasein und auch die in einigen New Yorker Vierteln herrschende Armut. Als Sohn einer afro-amerikanischen Familie muss die Hauptfigur Chris den Alltag meistern. Dabei wird er ständig von seiner jüngeren, intriganten Schwester Tonya schikaniert und von seiner Mutter Rochelle mit Pflichten belastet. Rochelle zeichnet sich durch ihren Stolz aus, der sich als Running Gag durch die Serie zieht: So kündigt sie besonders am Anfang der ersten Staffel in fast jeder Folge aufgrund von Kleinigkeiten ihre Arbeit mit der Begründung, dass sie nicht darauf angewiesen sei, weil ihr Mann zwei Jobs habe. Ihr Mann Julius ist deshalb oft sehr erschöpft. Die Familie verfügt über ein geringes Einkommen, weshalb Chris auch die alte Kleidung seines jüngeren, aber körperlich größeren Bruders Drew auftragen muss. Daher und weil Chris zunächst der einzige Schwarze an seiner Schule ist, wird er oft Opfer von Schulschläger Caruso und anderer Rowdies an seiner Schule. Sein Schulalltag ist außerdem von ungerechten Lehrern geprägt und sein bester Freund Greg ist auch sein einziger.

Charaktere

Hauptcharaktere

Chris Rock

Der Protagonist der Serie ist ein ehrgeiziger, unschuldiger, normaler, aber oft vom Pech verfolgter Junge. Chris lebt in Bedford-Stuyvesant, einem Viertel in Brooklyn. Er hat einen jüngeren Bruder und eine jüngere Schwester. Er würde gerne ein cooler und beliebter Junge sein, was ihm jedoch nicht gelingt. Er tut aber alles dafür, um einmal ein erfolgreiches Leben zu haben. In der Schule wird er von seinen Mitschülern gemobbt und geschlagen (unter anderem wegen seiner Kleidung und Hautfarbe). Zudem wird ihm der Alltag auch von seinen rassistischen Lehrern zur Hölle gemacht. Zu Hause muss er von seiner Mutter angegebene Aufgaben erledigen und von seiner Schwester wird er oft erpresst. Man könnte also meinen, die Menschen in seinem Umfeld "hassen" ihn.

Rochelle Rock

Sie ist die Mutter von Chris und seinen Geschwistern. Sie lässt sich nicht einschüchtern und kann schnell hysterisch und aggressiv werden. Sie wechselt aufgrund von Konflikten mit ihren Vorgesetzten ständig ihre Arbeitsstelle. Im Zusammenhang mit der Kündigung sagt sie immer: "Ich habe das nicht nötig! Mein Mann hat zwei Jobs!". Außerdem ist sie im Stande, ihre Familienmitglieder zu bedrohen. Trotz allem ist sie für ihre Kinder eine gute und fürsorgliche Mutter.

Julius Rock

Er ist der Vater der Familie. Wegen der finanziellen Probleme ist er sehr sparsam mit Tendenz zum Geiz. Oft bringt er gebrauchte Sachen nach Hause, um Geld zu sparen. Wenn es darauf ankommt, merkt er aber auch, dass man nicht für alles einen Preis festsetzen kann. Sein Charakter ist ruhig und ausgeglichen, solange nicht von Geld die Rede ist. Julius zeichnet sich dadurch aus, dass er stets den genauen Preis von Alltagsgegenständen kennt.

Drew Rock

Er ist der jüngere Bruder von Chris. Im Gegensatz zu Chris ist er sehr beliebt; auch bei den Mädchen. Seine abgelegte Kleidung muss oft von Chris aufgetragen werden, da dieser kleiner als Drew ist.

Tonya Rock

Sie ist die jüngere Schwester von Chris und Drew. Es kommen oft Streitigkeiten zwischen ihr und ihren Brüdern auf, da sie immer versucht, ihre Brüder in Schwierigkeiten zu bringen. Oft erpresst sie Chris oder Drew, indem sie sie gegen Bezahlung nicht bei den Eltern verpetzt. Sie ist das Lieblingskind von Julius.

Greg Wuliger

Er ist der einzige, dazu auch noch weiße Freund von Chris. Er gibt ihm gerne Ratschläge und Chris hilft ihm im Gegenzug, wenn er Probleme hat. Greg hat aber oft Angst und ist nicht in der Lage, Chris bei seinen Problemen zu helfen. Greg ist recht schüchtern und traut sich meistens nicht, offen auf Mädchen zuzugehen.

Joey Caruso

Joey ist einer der vielen Rowdys an Chris' Schule. Er ist der am meisten angesehene Schlägertyp an der Corleone Junior High School. Chris muss Tag für Tag Hänseleien und sogar Schläge von Joey ertragen. Joey wächst in einer rassistischen Familie auf und ist daher sehr aggressiv gegenüber anderen Rassen. Er wird von den anderen meistens "Caruso" genannt. Als Chris in die Tattaglia High School kommt, denkt er, er sei Joey los geworden; jedoch ist Caruso ebenfalls auf dieser Schule und macht Chris das Leben weiterhin schwer. Joey taucht in der Serie meist plötzlich auf und verpasst Chris und/oder Greg einen Schlag oder Tritt. Oft beleidigt er ihn/sie durch rassistische Sprüche. Zum Beispiel nennt er Chris oftmals "Satchmo". In der letzten Folge gibt er zu, dass er Chris nur aus Neid auf dessen Ehrgeiz gemobbt hat und bietet ihm die Freundschaft an.

Anspielungen

  • Die Schulen in der Serie sind alle nach den Mafia-Familien aus dem Film Der Pate benannt. So ist zum Beispiel Chris' erste Schule in der Serie die Corleone Junior High School und die darauffolgende die Tattaglia High School. Außerdem wird in einer Folge erwähnt, dass die Barzini High School gesprengt wurde.
  • Das Ende der letzten Folge (Folge 88: Chris hasst die zehnte Klasse) ist eine Anspielung auf das Ende der letzte Folge von Die Sopranos.
  • Chris Rock selbst hatte mindestens einen Cameo-Auftritt, zum Beispiel als Chris' Beratungslehrer.

Auszeichnungen

2006 Golden Globe Awards

  • Nominierung als Beste Fernsehserie – Musical oder Comedy

2006 NAACP Image Awards

  • Beste Schauspielerin in einer Comedyserie – Tichina Arnold
  • Beste Comedyserie
  • Nominierung als Bester Schauspieler in einer Comedyserie – Tyler James Williams
  • Nominierung als Beste Regie in einer Comedyserie – Ken Whittingham
  • Nominierung als Bester Nebendarsteller in einer Comedyserie – Terry Crews

2006 Writers Guild of America Award

  • Nominierung als Beste Neue Fernsehserie – Aron Abrams, Rodney Barnes, Chris Rock

Weblinks


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