Allermöhe
Lage des Stadtteils

Allermöhe

Lage des Bezirks

Bergedorf

Basisdaten
Staat: Deutschland
Bundesland: Hamburg
Fläche: 11,9 km²
Geografische Lage: 53° 29′ N, 10° 9′ O53.48611110.1541677Koordinaten: 53° 29′ N, 10° 9′ O
Einwohner: 14.264 (2003)
Bevölkerungsdichte: 1201 Einwohner je km²
Vorwahl: 040
Kfz-Kennzeichen: HH
Krapphofschleuse
Erdgaslager

Allermöhe ist ein Hamburger Stadtteil im Bezirk Bergedorf. Er liegt in den Hamburgischen Marschlanden und ist etwa 15 km vom Hamburger und 3 km vom Bergedorfer Stadtzentrum entfernt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Allermöhe liegt im nördlichen Teil des Schwemmlandes im Stromgebiet der Elbe, die an dieser Stelle ein sehr breites Tal formt. Das Gebiet des Stadtteils wird nach Süden hin durch die Dove Elbe, einem abgedeichten Seitenarm der Unterelbe, begrenzt.

Geologie

Der Boden in Allermöhe ist marschentypisch und vom früheren Verlauf der Elbarme bestimmt. Bodentypen sind Klei über Torf, außerdem auch ein Boden aus wechsellagernden Fein- oder Mittelsand und Klei. Richtung Dove Elbe befindet sich auch ein kleiner Anteil von Klei über Fein- bis Mittelsand. Man beobachtet in Allermöhe eine mittlere Grundwasserneubildungsrate (>100–200 mm/a). Neu-Allermöhe West wird im Landschaftsprogramm als „Gebiet mit erhöhter Grundwasserempfindlichkeit“ eingestuft.

Untersuchungen im Jahre 1999 fanden im Fleetsystem Allermöhes eine mittlere Gewässergüte (Klasse II–III) vor, die als kritisch belastet zu bezeichnen ist. Gewässer dieser Klassen sind stark mit organischen Stoffen aus der landwirtschaftlichen Nutzung sowie auch dem nährstoffreichen Marschboden selbst belastet.

Im Wasser kommen Kleintierarten wie Schnecken, Muscheln, Fliegenlarven, Schwämme und Kleinkrebse vor.

Gliederung des Stadtteils

Die Besiedlung des Ortes gliedert sich in drei recht unterschiedliche Teile. Das bäuerlich geprägte Straßendorf Allermöhe erstreckt sich seit dem 12. Jahrhundert entlang des Deiches der Dove Elbe, dem heutigen Allermöher Deich. Im Norden des Stadtteils entstanden in den 1990er Jahren das durch Einfamilienhäuser aber auch Mehrfamilienhäuser geprägte Neu-Allermöhe Ost und die Großsiedlung Neu-Allermöhe West. Nordöstlich des ursprünglichen Straßendorfes befindet sich das Gewerbegebiet Allermöhe.

Geschichte

Um 1150 wurde damit begonnen, die Sumpfwildnis im gezeitenabhängigen Stromgebiet der Elbe zu kultivieren. Unter Beteiligung von holländischen Siedlern und Ingenieuren baute man hier die ersten Deiche.

Der Ort Allermöhe wurde erstmals 1162 als „Anremutha“ erwähnt. Zu Hochdeutsch bedeutet der Name „an der anderen Mündung“ und bezog sich auf seine Lage an der Dove Elbe. Seit 1395, als Holstein das Dorf gemeinsam mit Bill-, Ochsen- und Moorwerder (letzteres gehört heute zu Wilhelmsburg) an Hamburg verkaufte, gehört Allermöhe zur Hansestadt. 1410 richtete Hamburg die Landherrenschaft Bill- und Ochsenwerder ein, der auch Allermöhe zugeordnet wurde. Ein Ratsherr vertrat fortan in der Landherrenschaft die Interessen der Stadt und setzte vor Ort Landvögte ein, die mit polizeilicher Gewalt ausgestattet wurden. Nachdem der Ort Anfang des 15. Jahrhunderts durch einen Deich geschützt worden war, wurde auch die Dove Elbe im Jahr 1471 eingedämmt; Ebbe und Flut hatten damit auf die Marsch keinen Einfluss mehr.

Allermöhe entwickelte sich seit dieser Zeit als langgestrecktes Straßendorf entlang der Deichlinie; denn nur in diesem Bereich eignet sich der Untergrund zum Bau von Häusern. Die dahinter liegenden Flächen wurden landwirtschaftlich genutzt: auf dem fruchtbaren Marschboden betrieb man ertragreichen Ackerbau. Da die Bauern hier mit überschüssigem Regenwasser und hohem Grundwasserstand zu kämpfen hatten, nahm man den Bau eines komplexen Grabennetzes vor. Auch bedrohten immer wieder Deichbrüche das Gebiet.

Der Verkauf ihrer landwirtschaftlichen Erzeugnisse - Erdbeeren, Schnittblumen, Hopfen oder Äpfel - vor allem ins nahe Hamburg bescherte vielen Einwohnern ansehnlichen finanziellen Erfolg, wovon die aufwendigen Fassaden und Verzierungen vieler älterer Häuser zeugen. Bis heute versorgen Allermöhe und die benachbarten Orte Hamburg und andere Regionen Deutschlands mit Gemüse und Blumen.

Als erster größerer nicht-landwirtschaftlicher Betrieb siedelte sich am Ende des 18. Jahrhunderts eine Kattundruckerei im Ort an. 1830 wurde die bisherige Landherrenschaft Bill- und Ochsenwerder zur Landherrenschaft der Marschlande umstrukturiert.

In den 1920er Jahren sah der damalige Oberbaudirektor Fritz Schumacher – im Rahmen seines Konzeptes "organischer" Entwicklungsachsen entlang der Hamburger Fernverkehrswege – erstmals eine große Siedlung namens Billwerder-Allermöhe an der Eisenbahnlinie nach Bergedorf und Berlin vor. 1973 konkretisierte man die Planung: Der Hamburger Senat verabschiedete eine Änderung des Flächennutzungsplans, die die rechtliche Grundlage für eine neue Siedlung mit ca. 70.000 Einwohnern samt Gewerbe- und Freizeitflächen auf 1.325 Hektar schaffte.

Im Jahre 1979 begann die Planungsarbeit für das 123 Hektar große Quartier Neu-Allermöhe Ost. Mit eingängigen Schlagworten wie "Wohnen am Wasser" und "Ökologisches Bauen" und einer niedrigen vorgesehenen Wohndichte strebte man eine besondere Wohnqualität für junge Familien der ökologisch orientierten Mittelschicht an, denn die Metropole Hamburg sah sich angesichts der zunehmenden Stadtflucht als Verlierer. In den Jahren von 1982 bis 1994 wurden ca. 3.800 Wohneinheiten auf einer Fläche von 123 ha neu errichtet. Die hamburgische Umweltbehörde und das Bundesbauministerium förderten den Betrieb einer siedlungseigenen Pflanzenkläranlage.

Ende der 1980er Jahre kam es zu einer Verknappung von preiswertem Wohnraum in Hamburg, auch angesichts der Wiedervereinigung Deutschlands und einer boomenden Zuwanderung aus vielen Ländern. Um die Lage zu entschärfen, beschloss der Senat im Oktober 1989, die Weiterentwicklung von Neu-Allermöhe erneut aufzunehmen. Der für das Projekt Neu-Allermöhe West zu erschließende Bereich von 340 Hektar befand sich bereits im Eigentum der Stadt; das Gebiet wurde mit Sand um zwei Meter aufgehöht.

Um die weitere Zersiedelung Hamburgs zu vermeiden und ohne zum Betonsiedlungsbau der 1970er zurückzukehren wurde vorsichtig eine Verdichtung der Bausubstanz versucht. Die Bebauung in dem neuen Wohnquartier ist maximal viergeschossig und wirkt um die S-Bahn-Station herum fast schon urban. Neu-Allermöhe West wurde als „Hamburgs jüngster Stadtteil“ beworben und war seinerzeit das größte Wohnbauvorhaben Hamburgs und eines der größten in Deutschland.

Religionen

Seit der Reformation, die in Hamburg vom Luther-Mitarbeiter Johannes Bugenhagen eingeführt wurde, war Allermöhe jahrhundertelang evangelisch-lutherisch geprägt. Die Ansiedlung von deutschstämmigen Spätaussiedlern im Neubaugebiet hat allerdings dazu geführt, dass Allermöhe heute (neben Wilhelmsburg) einer von zwei Stadtteilen in Hamburg ist, in dem mehr Katholiken als Lutheraner leben. In Neu-Allermöhe ist neben der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde eine freie evangelische Gemeinde, eine katholische Kirche und auch eine mormonische Kirche ansässig. Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in Allermöhe unterhielt bis zum Ausstieg der katholischen Gemeinde Bergedorf am 31. Dezember 2006 gemeinsam in Neu-Allermöhe West das ökumenische Gemeindehaus Festeburg, das nun in evangelisch-lutherischer Verantwortung weitergeführt wird.

Einwohnerentwicklung

1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999
3,136 3,124 3,104 3,138 3,129 3,331 3,264 3,189 3,651 5,659 8,812 10,801 11,588
2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006
12,536 13,424 13,883 14,264 14,877 14,943 15,143

Politik

Für die Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft und der Bezirksversammlung gehört Allermöhe zum Wahlkreis Bergedorf.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch Allermöhe führt die sogenannte Marschen-Autobahn Bundesautobahn 25 mit den Anschlussstellen Hamburg-Allermöhe (Ausfahrt 2) und Hamburg-Neuallermöhe-West (Ausfahrt 3) sowie Hamburg-Nettelburg (Ausfahrt 4). Sie verbindet den Stadtteil mit Hamburg und Bergedorf.

Allermöhe liegt seit 1842 an der Hamburg-Bergedorfer Eisenbahn, die 1846 nach Berlin erweitert wurde. Auf den an der Nordseite dieser Strecke liegenden Gleise verkehrt die Hamburger S-Bahn. Diese erhielt am 30. Mai 1999 auch einen Haltepunkt in Allermöhe. Durch die Linien S2 und S21 wird der Stadtteil – tagsüber im 10-Minuten-Takt – mit der Hamburger Innenstadt (Fahrzeit: 18 Minuten) und Bergedorf (Fahrzeit: 5 Minuten) verbunden.

Den Verkehr mit Omnibussen besorgt die VHH PVG Unternehmensgruppe innerhalb des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) mit Buslinien, die hauptsächlich auf den Bahnhof Bergedorf ausgerichtet sind. Daneben gibt es auch eine Nachtbuslinie und einige Buslinien, die auf den Schülerverkehr ausgerichtet sind.

Innerhalb der Neubaugebiete ist es weitgehend möglich, sich fast vollständig ohne Kontakt zu Straßen nur auf Fuß- und Radwegen zu bewegen. Der Stadtteil Neu-Allermöhe-Ost besteht in seiner Grundstruktur aus zwei Ringstraßen, dem Henriette-Hertz-Ring und dem Fanny-Lewald-Ring, von denen dann alle weiteren Zuwegungen abzweigen. Das Wohnquartier Neu-Allermöhe West ist lediglich an zwei Stellen mit dem übrigen Straßennetz verbunden: an der Autobahnauffahrt Neu-Allermöhe West (Ausfahrt 3) im Süden sowie an der Straße über das Wohngebiet Neu-Allermöhe Ost nach Nettelnburg im Nordosten.

Das Allermöher Fleetsystem

Anstelle der marschtypischen Entwässerungsgräben wurde im aufgeschütteten Gebiet von Neu-Allermöhe ein System größerer Entwässerungskanäle geschaffen. Sie werden – in Anlehnung an die Fließgewässer im Mündungsgebiet der Flüsse Alster und Bille in der Hamburger Altstadt – im offiziellen Sprachgebrauch als Fleete bezeichnet. Da es sich jedoch um stehende Gewässer handelt, trifft diese Bezeichnung nicht wirklich zu. Die Allermöher „Fleete“ entstanden zudem lange nach der Eindeichung des Gebietes.

Das Allermöher Fleetsystem beginnt an einem „Spüleinlass“ an der Dove Elbe und schließt die Wohngebiete Neu-Allermöhes ein, bevor es am Schöpfwerk Allermöhe wieder auf die Dove Elbe trifft. Sein Einzugsgebiet wird im Norden durch den Bahndamm, im Osten durch den Schleusengraben, im Süden durch die Autobahn A 25 und im Westen durch den Pumpwerksgraben begrenzt. Es wird durch Niederschlag und von der Dove Elbe gespeist. Insgesamt befindet sich im Fleetsystem eine Wassermenge von ca. 177.500 m³.

Neu-Allermöhe West wird durch vier in Nord-Süd-Richtung verlaufende, im Durchschnitt zwei Meter breite Nebenfleete (Enten-, Kiebitz-, Reiher-, und Schwanenfleet) strukturell eingeteilt; zwei acht Meter breite Hauptfleete (Fährbuernfleet und Allermöher Bahnfleet) schließen an das offene Entwässerungssystem an, das Neu-Allermöhe Ost und Teile von Nettelnburg bedient.

Dazu gesellen sich noch das Mövenfleet, Allermöher Randfleet, Allermöher Hauptfleet, Annenfleet und das Landscheidefleet. Über die Kampbille besteht eine Verbindung zur Bille.

Der Bereich der Fleete wurde 1990 zur Parkanlage erklärt. An ihren Ufern entstanden öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Kindertagesheime; aber auch vierstöckige Wohngebäude wurden zugelassen, um „möglichst viele Bewohner in den Genuss einer bevorzugten Wohnlage“ (Begründung zum Bebauungsplan) zu bringen.

Die Spülung der Fleete

Das Fleetsystem ist grundsätzlich geschlossen. Über ein System von 16 Staubauwerken, die über ein Computersystem gesteuert werden, werden die Fleete an fünf Tagen der Woche mit Wasser aus der Dove Elbe „gespült“. Auf diese Weise wird das Wasser in jedem Fleetabschnitt einmal pro Woche ausgetauscht.

Das Wasser wird der Dove Elbe an einem „Spüleinlass“ entnommen und am Schöpfwerk wieder eingeleitet, dabei werden Müll und natürliches Treibgut ausgefiltert. Die Strömung reichert das Wasser mit für Pflanzen und Tiere lebensnotwendigem Sauerstoff an und beugt einer durch organische Zersetzungsvorgänge und Einleitungen von Straßenabwässern bedingten Eutrophierung vor.

Außerdem verhindert das Fließen, dass das im Grundwasser vorkommende Eisen sich im Fleetsystem sammelt. Durch den Sauerstoff-Eintrag wird das zweiwertige, gelöste Eisen zu dreiwertigem Eisen oxidiert, das in Form hydroxidischer und oxidischer Verbindungen ausfällt. Diese Eisenausfällungen werden durch das Fließen abtransportiert. Periodische, von Eisenbakterien verursachte Verockerungen, die sich im Frühjahr und Herbst bei Wassertemperaturen von ca. 8 °C als starke Gelbfärbung des Wassers zeigen, werden durch regelmäßige Spülung beseitigt.

Die Spülung der Fleete wird durch 16 Staubauwerke geregelt und das nötige Spülwasser (eine Durchflussmenge von ca. 3 m³/s) der Dove Elbe entnommen. Am Spüleinlass fällt das Wasser von ca. 0,95 m ü. NN (der mittlere Wasserstand der Dove Elbe) durch einen mechanischen Rechen zur Rückhaltung von größeren Schwimmstoffen, dann fließt es in das Fleetsystem hinein. Das gespülte Wasser, Regenwasser eine mittlere Fördermenge von neun Millionen m³/a am Schöpfwerk wieder in der Dove Elbe einfließt.

Da die Fleete keine eindeutig definierten Fließwege haben, können alle Fließbewegungen durch die Staubauwerke definiert werden. Nützlich ist das nicht nur für die Spülung, sondern auch um die Regenwasserspeicherkapazität des Fleetsystems zu steigern; bei starken Regenereignissen kann das Fleetsystem die Rolle eines Rückhaltebeckens übernehmen. Staubauwerke 1−14 haben, wenn hochgeklappt, eine Höhe von 0,4 m unter NN. Die unbeweglichen 15 und 16 sind aber nur 0,75 m unter NN hoch. Dies ermöglicht, dass überschüssiges Wasser jederzeit aus dem Fleetsystem strömen kann. Durchgeführt wird die Spülung von einem Computersystem, das kontrolliert, wenn Staubauwerke 1−14 hoch- und hinuntergeklappt werden.

Montags bis freitags erfolgen die Spülungen, mit einem jeweils verschiedenen Spülweg für jeden Tag; dies gewährleistet, dass jedes Fleet wöchentlich gesäubert wird. An einem normalen Wochentag klappen sich um 7:00 Uhr alle Staubauwerke hoch. Währenddessen wird der Spüleinlass geöffnet, wodurch das Wasser bis zu den Staubauwerken 3, 4, 5, 6, und 7 in das Fleetsystem hineinfließt. Dabei bleibt es bis 9:30 Uhr, um dem Wasser Zeit zum Aufstauen zu geben und die notwendige Geschwindigkeit – ca. 0,83 bis 1,38 m/s – für die Spülung zu erzeugen. In dieser Zeit steigt das Wasser im gestauten Bereich bis maximal 0,4 m unter NN. Um 9:30 Uhr werden einige Staubauwerke hinuntergefahren (der genaue Spülweg ist, wie schon erwähnt, an jedem Wochentag verschieden) und das Wasser nimmt seinen Lauf durch das Fleetsystem. Auf dem Spülweg kommt der Wasserstand nur selten über 0,5 m unter NN. Um 13:00nbsp;Uhr öffnen sich schließlich alle Staubauwerke, und das Wasser beginnt aus dem Schöpfwerk Allermöhe zurück in die Dove Elbe zu strömen.

Bei starkem Niederschlag kann der Wasserstand über 0,3 m unter NN steigen und das Wasser über die 10 cm niedrigeren Staubauwerke fließen. Überschüssiges Wasser läuft dann durch das Schöpfwerk Allermöhe zur Dove Elbe ab, der Wasseraustausch erfolgt also von selbst. Wegen des verringerten Sauerstoffverbrauchs der Wasserpflanzen und -tiere im Winter, und da die Spülung relativ kostspielig ist, kann sie in der Zeit zwischen Anfang Dezember und Ende Februar sogar ganz entfallen.

Die Mahd an den Böschungen der Fleete

Durch Vereinbarung mit dem damaligen Gartenbauamt ist die Wasserwirtschaft bis heute für die Unterhaltung der Fleete nur im Wasser selbst und am Rand bis zu 2 m von dem normalen Wasserstand (0,7 m unter NN) zuständig. Seit 2001 wird der Pflanzenbewuchs in diesem Bereich grundsätzlich nicht gemäht.

Außerhalb der unmittelbaren Nähe zum Wasser ist das Revier 3 der Bergedorfer Garten- und Tiefbauabteilung für die Pflege zuständig. In grasigen Bereichen an der Böschung wird zweimal im Jahr (Anfang Juni und Mitte bis Ende August) mit dem Schlägelmulcher gemäht; abgemähtes Gras bleibt an Ort und Stelle liegen. Neben Gehwegen erfolgt eine Mahd bis zu sechsmal im Zeitraum April-Oktober, damit das Kraut nicht über die Wege fällt.

Bildungseinrichtungen

  • Grundschule Mittlerer Landweg
  • Grundschule Anton-Ree-Schule
  • Grundschule Adolph-Diesterweg-Schule
  • Grundschule Clara-Grunwald-Schule
  • Gesamtschule Allermöhe
  • Gymnasium Allermöhe
  • Haupt- und Realschule Allermöhe

Ämter

Ortsamt der „Vier- und Marschlande“

Im alten Ortskern von Allermöhe befindet sich das Ortsamt Vier- und Marschlande, eine Dienststelle des Bezirksamts Bergedorf. In Neu-Allermöhe West befindet sich am S-Bahnhof Allermöhe ein Bürgerzentrum mit Einwohnermeldeamt.

Freizeit- und Sportanlagen

An der Dove Elbe liegt das Wassersportzentrum Hamburg-Allermöhe zu dem das Landesleistungszentrum der Ruder- und Kanusportler, sowie eine Regattastrecke gehören, die für internationale Wettbewerbe ausgelegt ist. Zudem befinden sich in Neu-Allermöhe Ost und West noch jeweils Sportanlagen.

Zwischen Neu-Allermöhe West und Ost befindet sich ein See mit Bademöglichkeit. Westlich von Neu-Allermöhe West befindet sich noch ein weiterer Badesee, der in eine Parklandschaft eingefasst ist.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Im Straßendorf Allermöhe befindet sich die evangelisch-lutherische Dreieinigkeitskirche. Diese wurde 1614 geweiht, der hölzerne Glockenturm aus dem 15. Jahrhundert, der noch von der der Vorgängerkirche stammt, gilt als ältestes erhaltenes Bauwerk der Marschlande. Im Ostteil von Neu-Allermöhe befindet sich die evangelisch-lutherische Franz-von-Assisi-Kirche. Sie wurde 1992 eingeweiht und ist Hamburgs jüngster Kirchbau.

Kriegsgräberstätten

Auf folgenden Friedhöfen befinden sich Kriegsgräber:

  • Hamburg-Allermöhe / Gemeindefriedhof Allermöhe (7)

KulturA – Kulturzentrum Neuallermöhe

Das KulturA ist ein Kulturzentrum für alle aus Allermöhe und Umgebung. Im KulturA befinden sich ein Kinder- und Familienhilfezentrum, das Café Evergreen und Kokus e.V.. Das KulturA organisiert ein Kulturprogramm mit monatlich wechselnden Veranstaltung und ein umfangreiches Kursprogramm mit Konzerten, Ausstellungen, Festen oder Flohmärkte und wird verstärkt in den Bereichen Kinderkultur und kulturelle Projekte gearbeitet. Das KulturA ist Treffpunkt für verschiedene Initiation und Gruppen. Für KulturA und Vereine besteht die Möglichkeit, die Räumlichkeiten des KulturA zu mieten.

Folgende Projekte befinden sich im Haus:

  • Café Evergreen Bistro
  • Kifaz – Kinder- & Familienhilfezentrum Neuallermöhe
  • KulturA – Kulturzentrum Neuallermöhe
  • KOKUS e.V.

Regelmäßige Veranstaltungen

Seit 1979 findet mit dem Wutzrock jährlich ein Freiluft-Rockfestival am Eichbaumsee statt, das mittlerweile sehr stark frequentiert wird.


Literatur

  • Hamburg von Altona bis Zollenspieker. Das Haspa-Handbuch für alle Stadtteile der Hansestadt; Stadtteilartikel Allermöhe; Hoffmann und Campe: Hamburg 2002; ISBN 3-455-11333-8.
  • Egbert Kossak: Allermöhe. Wohnen am Wasser; ed. Freie u. Hansestadt Hamburg, Baubehörde, Amt für Stadterneuerung; (Stadtentwicklung in Hamburg); Hamburg 1989.

Weblinks


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