Allgemeine Lokal- und Straßenbahngesellschaft

Die Allgemeine Lokal- und Straßenbahngesellschaft war ein Berliner Unternehmen, welches unter anderem auch in Duisburg Nahverkehr durchführte.

Erste Pläne für den Personennahverkehr auf dem Gebiet der heutigen Stadt Duisburg stammen schon aus dem Jahre 1875. Es waren zwei Pferdebahnlinien von Duisburg nach Ruhrort und von Duisburg nach Hochfeld geplant. Die Umsetzung begann am 1. April 1881, als der Bankier Lübke aus Berlin eine Konzession für den Bau und Betrieb einer Bahnlinie zwischen Duisburg und Ruhrort erhielt. Am 24. Dezember 1881 wurde dann die Strecke von Duisburg nach Ruhrort eröffnet. Im Oktober 1886 wurde die Strecke in Duisburg bis zum Zentralbahnhof verlängert. Eine dampfbetriebene Strecke wurde am 22. Juli 1882 zwischen Duisburg und der Stadtgrenze zu Mülheim eröffnet. Am 31. Dezember 1886 übernahm die Deutsche Lokal- und Straßenbahngesellschaft aus Dortmund den Betrieb. Die 1882 eröffnete Strecke wurde 1886 bis Mülheim-Broich verlängert. Die Deutsche Lokal- und Straßenbahngesellschaft ging am 1. Januar 1891 an die Allgemeine Lokal- und Straßenbahngesellschaft aus Berlin über. Dieses Unternehmen elektrifizierte die Strecken zwischen dem 31. Oktober 1897 und dem 31. Juli 1898. Damit hatte die Allgemeine Lokal- und Straßenbahngesellschaft in Duisburg und Umgebung eine Streckennetz von 21 Kilometern Länge.

Es folgten weitere Strecke

Eröffnungsdatum
Strecke
31. Oktober 1900 Duisburg Mülheimer Str. - Neudorf - Neuer Friedhof (heute: Alter Friedhof)
1904 Mülheim Broich - Mülheim-Kettenbrücke
24. März 1907 Duisburg Burgplatz - Schnabelhuck - Meiderich Süd-Bf.
24. Februar 1911 Mülheim-Kettenbrücke - Mülheim-Rathaus
25. Mai 1912 Duisburg Schwanentor - Essenberger Fähre
1914 Neudorf Koloniestr. - Steinbruchstr.

Somit hatte die Allgemeine Lokal- und Straßenbahngesellschaft in Duisburg und Umgebung zu Beginn des ersten Weltkrieges 5 Linien. Nach dem Krieg ging 1923 die Straßenbahnen an die durch die Stadt Duisburg neu gegründete Duisburger Straßenbahn GmbH über. Anteilseigner war zu 51 Prozent die Stadt Duisburg und zu 49 Prozent die Allgemeine Lokal- und Kraftwerke AG.

Neben dem Nahverkehr in Duisburg betrieb die Allgemeine Lokal- und Straßenbahngesellschaft auch die Hörder Kreisbahn in Dortmund-Hörde.


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