Allianz SE
Allianz SE
Logo der Allianz SE
Rechtsform Societas Europaea
ISIN DE0008404005
Gründung 1890
Sitz München, Deutschland

Leitung

Mitarbeiter 151.338 (Dezember 2010)[1]
Umsatz 106,451 Mrd. EUR (2010)[1]
Gewinn 5,209 Mrd. EUR (2010)[1]
Branche Versicherungen
Finanzdienstleistungen
Website allianz.com
Die Allianz SE weltweit
Hauptsitz der Allianz: Die Königinstraße 28 in 80802 München
Inschrift des Firmennamens „Allianz Versicherungs Aktiengesellschaft“ am Hauptsitz der Allianz

Die Allianz SE mit Sitz in München ist nach Umsatz und Marktkapitalisierung der weltgrößte[2] Versicherungskonzern und einer der größten Finanzdienstleistungskonzerne.

Das Unternehmen ist im DAX an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Es wies im Jahr 2010 bei einem Gesamterlös von 106,5 Milliarden Euro einen Jahresüberschuss von 5,209 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,255 Milliarden Euro) aus.[1]

Die Holding und ihre Tochtergesellschaften treten weltweit unter dem Namen Allianz Group auf. Vorstandsvorsitzender ist seit April 2003 Michael Diekmann.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Ehemalige Generaldirektion der Allianz in der Berliner Taubenstraße, erbaut 1896/1897

1890 nahm die ein Jahr zuvor in München gegründete Allianz Versicherungs-AG in Berlin ihre Geschäftstätigkeit auf. Als Gründer fungierten alle Aufsichtsratsmitglieder der Münchener Rückversicherung (außer Schmidt-Polex und von Schauss), der Vorstand der Münchener Rück Carl von Thieme, der das Projekt maßgeblich vorangetrieben hatte, der Reichstagsabgeordnete Hamacher, der Industrielle Lueg (von der Firma Haniel & Lueg) sowie die Deutsche Bank. Das Aktienkapital in Höhe von 4 Mio. Mark (zu 25% einzuzahlen) wurde schwerpunktmäßig vom Bankhaus Merck Finck & Co (rd. 1,5 Mio. Mark) und der Deutschen Bank (rd. 1 Mio. Mark) gezeichnet, der Rest von den übrigen Gründern. Wilhelm von Finck wurde zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt, Karl Wilhelm Hermann Pemsel zu seinem Stellvertreter.[3] 1893 wurde in London die erste Auslandsfiliale eröffnet, das Foreign Department unter der Leitung von Carl Schreiner, von der aus auch das Geschäft in den USA aufgebaut wurde. 1895 wurden die Aktien des Unternehmens erstmals an der Berliner Börse gehandelt.

1906 bestand die Allianz ihre erste Belastungsprobe, als sie einen nicht unerheblichen Teil der Entschädigungen nach dem verheerenden Erdbeben in San Francisco zu leisten hatte.[4] Als im April 1912 die Titanic sank, musste die Allianz ebenfalls hohe Entschädigungszahlungen leisten.

1922 wurde die Tochtergesellschaft Allianz Lebensversicherungs-AG gegründet. Während der in den 1920er Jahren durch Deutschland rollenden Fusionswelle wurden mehrere Firmen (u. a. 1929 die Frankfurter Versicherungs-AG, 1923 die Bayerische Versicherungsbank AG) von der Allianz aufgekauft, die aber teilweise ihren Namen behalten konnten und bis ins 21. Jahrhundert halbautonom am Markt agierten. 1932 startete die Allianz ihr Engagement in der Schadenforschung und eröffnete eine Materialprüfstelle zur Schadenforschung, aus der später das Allianz Zentrum für Technik (AZT) hervorging. Ziel war es, aus den Schadenereignissen gewonnene Erkenntnisse interessierten Unternehmen zur Schaden- und Risikominimierung zur Verfügung zu stellen.

Drittes Reich

Von 1933 bis 1945 versicherte die Allianz auch Unterorganisationen der NSDAP und erschloss im Zuge der Ausbreitung des Deutschen Reiches neue Geschäftsfelder. Unter anderem wurde durch die Übernahme jüdischer Versicherungshäuser der Kundenstamm ausgeweitet. Darüber hinaus wurden Gebäude und Personal in Auschwitz und Dachau von der Allianz versichert. Die Allianz profitierte damit direkt von der Deportation. Henning Schulte-Noelle war der erste Vorstandsvorsitzende, der sich dieser Vergangenheit stellte, als er 1993 den Auftrag für den Aufbau eines firmenhistorischen Archivs gab, das 1996 eröffnet wurde. 1998 begann eine Gruppe von Historikern unter Leitung von Gerald D. Feldman, die Geschichte der Allianz von 1933 bis 1945 zu erforschen und veröffentlichte die Ergebnisse im September 2001. Auf Basis dieser Ergebnisse wurde eine Dauerausstellung sowohl im firmenhistorischen Archiv als auch im Internet eingerichtet. 2008 entstand in den Vereinigten Staaten eine Debatte über die nationalsozialistische Vergangenheit der Allianz. Im Zuge der Verhandlungen über die Vergabe der Namensrechte des Meadowlands-Stadions nahe New York wurde die Allianz in führenden Zeitungen und der Anti-Defamation League heftig kritisiert.

Nachkriegszeit

Nach dem Krieg und der Blockade Berlins 1949 wurden die Zentralen nach München (Allianz Versicherungs-AG) bzw. Stuttgart (Allianz Lebensversicherungs-AG) verlegt. Als einer der ersten Unternehmen in Deutschland führte die Allianz eine Elektronische Datenverarbeitung für Ihren Versichertenbestand ein. Dabei wurde ein Computer von IBM genutzt, der damals noch die Größe einer Maschinenhalle hatte. Die Daten wurden auf Lochkarten erfasst. 1958 führte der Konzern den bekannten Werbe-Slogan… hoffentlich Allianz versichert“ ein, im darauf folgenden Jahr wurde das Auslandsgeschäft wieder aufgenommen. 1956 versuchte Merck Finck & Co, seinen 40-prozentigen Anteil an der Allianz verdeckt zu erhöhen, gelangte allerdings nicht zum Ziel und veräußerte daraufhin bis 1990 den Anteil an der Versicherung vollständig. Ab diesem Zeitpunkt war die Münchener Rück, mit der neben der 25-prozentigen Überkreuzbeteiligung seit 1921 ein Rahmenvertrag über die Grundsätze der Zusammenarbeit bestand, der bestimmende Aktionär der Allianz.

1970 bis 2000

Ab den 1970er Jahren wurde die Allianz durch Aufkäufe und Gesellschaftsgründungen zu einem immer stärker im Ausland agierenden Unternehmen. Es folgten die Übernahmen traditionsreicher Versicherer in Deutschland (Vereinte), Frankreich (AGF), Italien (RAS) und den USA (Firemans Fund). 1985 wurde die Allianz AG als Holding zur besseren Steuerung der Beteiligungen gegründet. Die Allianz AG fungierte auch als Gruppenrückversicherer, was unter anderem die Entflechtung mit der Münchener Rück erleichterte. In den achtziger Jahren beteiligte sich die Allianz an der italienischen Riunione Adriatica di Sicurtà. 1990 übernahm die Allianz die Staatliche Versicherung der DDR. Die Expansion in den Ostteil Europas begann mit dem Kauf des größten ungarischen Versicherers Hungaria Bisztosíto. In sieben weiteren Ländern von Mittel- und Osteuropa wurden Tochtergesellschaften errichtet oder gekauft. 1990 begann die Expansion nach Asien durch die Gründung von Tochtergesellschaften in Japan und Indonesien. Inzwischen ist die Allianz in China durch mehrere Tochtergesellschaften sowie in allen bedeutenden Märkten Asiens durch Neugründungen oder Zukäufe vertreten. In Australien besitzt die Allianz ebenfalls eine große Tochtergesellschaft. 1994 stieg die Allianz mit dem Kauf der Vereinte Versicherung in das deutsche private Krankenversicherungsgeschäft ein. 1997 übernahm die Allianz 51% der Aktien der zweitgrößten französischen Versicherung, Assurances Générales de France (AGF), im Wert von 9,2 Mrd. DM. Die Allianz stieg damit zum weltgrößten Versicherungskonzern auf.

Seit 2000

Logo der ehemaligen Dresdner Bank

Die Übernahme der Dresdner Bank im Jahre 2001 war – zusammen mit Naturkatastrophen in Mitteleuropa, dem Anschlag auf das World Trade Center und der Krise in den internationalen Finanzmärkten – für das erste negative Ergebnis in der Firmengeschichte der Allianz verantwortlich. Die Allianz AG machte einen Verlust von ungefähr 1,2 Milliarden Euro. Gleichzeitig reduzierte die Münchener Rück ihren Anteil an der Allianz auf 20 %.

Im Mai 2002 wurde die Allianz Autowelt GmbH gegründet, eine Gebrauchtwagenbörse mit einem Bestand von ca. 1,6 Millionen Fahrzeugen. Neben Autokauf und -verkauf werden zusätzliche Dienste wie Fahrzeugbewertung, Fahrberichte und Routenplaner angeboten.

Logo der ehemaligen Vereinte Versichung

Ende 2002 ging die Vereinte Versicherung zum Teil in der Allianz auf; die Krankenversicherungssparte wurde umbenannt in Allianz Private Krankenversicherungs-AG (APKV).

Nachdem 2003 die Allianz und die Münchener Rück ihren Rahmenvertrag zur Überkreuzbeteiligung offiziell kündigten und ihren gegenseitigen Anteil weiter reduzierten (Ende 2006 hielt die Münchener Rück noch 4,9 % an der Allianz), wurde eine weitgehende Entflechtung der deutschen Versicherungswirtschaft erreicht.

Logo der Marke Allsecur

Am 16. September 2005 startete die Allianz ihre Direktversicherungsmarke Allianz24 über ihre aus der Vereinte Versicherung verbliebene Tochtergesellschaft Vereinte Spezial Versicherung AG, unter der sie vier Jahre lang ausschließlich PKW-Versicherungen über das Internet anbot. Nach internem Widerstand der Allianz-Vertreter wurde sie zum 17. September 2009 durch die neue Direktversicherungsmarke Allsecur ersetzt.[5][6][7][8] Letztendlich wurde zum 9. November 2010 auf Allsecur Deutschland AG umfirmiert.

Anfang 2006 wurden die drei deutschen Hauptgesellschaften der Allianz, die Allianz Versicherungs-AG (AZ Vers), die Allianz Lebensversicherungs-AG (AZL) und die Allianz Private Krankenversicherungs-AG (APKV), der neu erstellten Allianz Deutschland AG (AZ D) als Holding des Deutschlandgeschäftes unterstellt. Die jeweiligen Vertriebe wurden in der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG (ABV) gebündelt.[9]

Am 13. Oktober 2006 wurde die Fusion mit der italienischen RAS und die gleichzeitige Umwandlung der Allianz AG in eine Europäische Aktiengesellschaft (SE) mit Eintragung des neuen Unternehmensnamens Allianz SE in das Handelsregister München bestandskräftig.[10] Im Mai 2007 übernahm die Allianz die Verkaufsautomaten-Firma Selecta vom britischen Catering-Anbieter Compass Group für einen Preis von rund 1,1 Milliarden Euro.[11]

Am 31. August 2008 gaben die Allianz SE und die Commerzbank bekannt, dass sich die Aufsichtsräte beider Unternehmen auf den Verkauf der Dresdner Bank AG an die Commerzbank für insgesamt 9,8 Milliarden Euro geeinigt haben. Der Verkauf wurde mit dem 12. Januar 2009 abgeschlossen.[12]

Durch den Verbleib der Oldenburgische Landesbank (OLB) im Allianz-Konzern wurde in der Allianz Deutschland das Ressort „Allianz Bank“ neu geschaffen, das die Grundlage für die Allianz Bank legt.[13]

Geschäftstätigkeit

Die Allianzgruppe ist hauptsächlich im Versicherungsgeschäft tätig. So trug das Segment Schaden- und Unfallversicherung 2009 42,5 Milliarden Euro Bruttobeiträge ein. Das Geschäft mit Lebens- und Krankenversicherungen führte im selben Zeitraum zu Beitragseinnahmen von 50,8 Milliarden Euro.

Die Allianz-Gruppe ist größter Gesellschafter an der Extremus Versicherungs-AG, einem deutschen Spezialversicherer für Grossschäden durch Terrorismus.

Nachdem zu Anfang 2009 die Dresdner Bank an die Commerzbank verkauft wurde, konzentriert sich der Bankbereich in Deutschland auf die Oldenburgische Landesbank (OLB). Die bisherigen Allianzkunden der Dresdner wurden 2009 in die neu gegründete Allianz Bank als Tochter der OLB übergeführt, soweit diese folgten. Weitere größere Bankaktivitäten gibt es in Italien und Frankreich.

Der kleinste Geschäftsbereich ist das sogenannte Asset Management, das unter Allianz Global Investors firmiert. Allianz Global Investors umfasst verschiedene Asset Manager, insbesondere PIMCO (Anleihen) und RCM (Aktien). Dabei verwaltet der Allianzkonzern Vermögenswerte für Privatpersonen und institutionelle Anleger wie Pensions- und Investmentfonds sowie die eigenen Tochtergesellschaften im Versicherungsbereich. Dieses Geschäft überstieg in 2010 die Grenze von 1.500 Milliarden Euro an verwaltetem Vermögen und erbrachte dabei einen Gewinn in Höhe von 2,1 Milliarden Euro.[14]

Umbauprogramm „3+Eins“

Im „3+Eins“-Programm, welches 2003 beschlossen wurde, wurden mehrere Initiativen ergriffen, um den Wert der Allianz SE zu steigern. Die einzelnen Ziele dieses Programms sind:

  • 1. Schutz und Stärkung der Kapitalbasis
  • 2. Wesentliche Steigerung der operativen Ertragskraft
  • 3. Verringerung der Komplexität
  • „+Eins“. Nachhaltige Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und des Unternehmenswerts

Im Rahmen des „3+Eins“-Programms wurden beispielsweise folgende Maßnahmen durchgeführt:

  • Verkleinerung des Vorstands der neu gegründeten Holding von 20 auf zwölf Mitglieder.
  • Vollständige Verschmelzung der Frankfurter Versicherungs-AG und der Bayerische Versicherungsbank AG mit der Allianz Versicherungs-AG.
  • Verkleinerung von sieben Zweigniederlassungen auf vier einheitliche Vertriebs- und Dienstleistungsgebiete in Deutschland.

Soziales Engagement

Im sozialen Bereich begleitet die Allianz Projekte zur Generationengerechtigkeit. So fördert sie seit rund zehn Jahren das mehrfach ausgezeichnete Generationenhaus West in Stuttgart. Über die finanzielle Unterstützung hinaus bietet sie ihren Mitarbeitern an, sich dort selbst sozial zu engagieren. Einen weiteren Schwerpunkt stellen die Kinder- und Jugend-Unterstützungseinrichtungen der Allianz dar. Unter Beteiligung der Allianz engagieren sich hier Mitarbeiter persönlich oder finanziell für Projekte, die ihnen am Herzen liegen. Auf die soziale Initiative speziell ihrer Vertreter setzt die Allianz beim Wettbewerb um den Allianz Generationen Förderpreis. Das Unternehmen will dabei Projekte ihrer Agenturen entdecken und unterstützen, die in vorbildlicher Weise zeigen, wie sich Jung und Alt füreinander engagieren können.

Kritik

Stellenabbau

Protest gegen Entlassungspläne 2006

Am 22. Juni 2006 kündigte der Allianz Konzern an, bis 2008 mit rund 7.500 Stellen in Deutschland etwa jede sechste Vollzeitstelle zu streichen, davon ca. 2.500 Stellen bei der Dresdner Bank. Die Mitarbeiter sollten die Möglichkeit haben, in andere Unternehmensbereiche zu wechseln, in denen demnächst durch normale Fluktuation etwa 3.000 Stellen frei werden. Es waren Abfindungen von bis zu 250.000 Euro geplant. Die Zahl der Dienstleistungs-Standorte sollte von 21 auf zehn reduziert werden. Unter anderem war geplant, alle Standorte in Nordrhein-Westfalen zu schließen und den Standort Frankfurt auf ein Kompetenzzentrum für Kfz zu begrenzen. In der Öffentlichkeit wurden diese Maßnahmen vielfach mit Verweis auf den Rekordgewinn von 4,4 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2005 als unverhältnismäßig kritisiert. Der Betriebsrat ließ die Stellenstreichungen durch externe Gutachter prüfen. Am 20. November 2006 gab die Konzernleitung nach Verhandlungen mit der Gewerkschaft ver.di bekannt, dass auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2009 verzichtet werden solle.[15]

Parteispenden

Die Allianz SE gehört zu den großen Parteispendern in Deutschland und hat seit 2000 bereits mehr als 2,7 Millionen Euro an die Bundestagsparteien, mit Ausnahme der Partei Die Linke, gespendet.[16]

Domain-Abmahnungen

Im April 2001 machte der Konzern Schlagzeilen mit Abmahnungen gegen Domain-Inhaber, deren Domains "allianz" als Bestandteil hatten, z.B. die Domain "nationale-allianz.de" eines CounterStrike-Clans. [17] [18]

Konzernbeteiligungen der Allianz SE

Altes Allianz-Logo an der Hamburger Trostbrücke

Operative Konzernbeteiligungen Inland

  • Allianz Alternative Assets Holding GmbH (AAA), München[19]
  • Allianz Deutschland AG (AZ D), München, bestehend aus
    • Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG (ABV), München
    • Allianz Lebensversicherungs-AG (AZL), Stuttgart[20]
    • Allianz Private Krankenversicherungs-AG (APKV), München
    • Allianz Versicherungs-AG (AZ Vers), München
    • Allsecur Deutschland AG, München
    • Allianz Autowelt GmbH (AW), München
    • Allianz Ortungsservices GmbH (AOS), München
    • Oldenburgische Landesbank AG (OLB), Oldenburg (89,4 %)
  • Allianz Handwerker Services GmbH, München
  • Allianz Pension Partners GmbH (APP), München
  • Allianz Pension Consult GmbH (APC), Stuttgart
  • Allianz Global Corporate & Specialty AG (AGCS), München
  • Allianz Global Investors AG (AGI), München
  • Allianz Capital Partners GmbH (ACP), München[21] [22]
  • Allianz Managed Operations and Services SE (AMOS), Unterföhring
  • Commerzbank AG, Frankfurt am Main (18,8 % - nach Einstieg des Staates nur noch 14 %[23])
Logo der Elvia

Operative Konzernbeteiligungen Ausland

Allianz Wien Logo

Strategische Konzernbeteiligungen

  • bpi.sa banco portugues de investimentos Portugal(2,8 %)

Im Zuge der Entflechtung der sogenannten Deutschland AG, deren Mittelpunkt die Allianz AG darstellte, senkt die Allianz SE nach und nach ihre Industriebeteiligungen im Inland. Trotz allem besitzt die Allianz SE noch immer bedeutende Aktienanteile an einigen der größten deutschen Unternehmen.

Im April 2007 gab ein Allianzsprecher bekannt, dass Gespräche mit dem russischen Finanzkonzern Progress-Garant geführt werden. Im Gespräch ist eine Übernahme für einen Preis von 100 Mio. Dollar (rund 74 Mio. Euro). Progress-Garant rangiert auf Platz 25 der größten russischen Versicherer.[27]

Aktiengesellschaft

Die Aktien des Unternehmens sind an der Deutschen Börse in Frankfurt notiert. Außerdem sind die Werte im DAX enthalten. Am 22. September 2009 teilte der Versicherungskonzern mit, dass er die Börsennotierung seiner Aktien an der NYSE zurückziehen wird. Außerdem wird eine Einstellung der Notierung an den Börsen in London, Mailand, Paris und der Schweiz folgen. Grund war das geringe Handelsvolumen an den ausländischen Börsenplätzen.[28] Es sind 432 Millionen Aktien im Umlauf.

Leitung

Vorstandsvorsitzender ist seit dem 29. April 2003 Michael Diekmann; ebenfalls seit dem 29. April 2003 ist Henning Schulte-Noelle Aufsichtsratsvorsitzender.

Seit 2005 werden alljährlich die Bezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates individuell ausgewiesen und zusammen mit dem Geschäftsbericht veröffentlicht.

Generaldirektoren / Vorstandsvorsitzende

Amtszeit Name
1890–1904 Carl von Thieme (1844–1924)
1894–1921 Paul von der Nahmer
1921–1933 Kurt Schmitt (1886–1950)
1933–1948 Hans Heß (1881–1957)
1948–1961 Hans Goudefroy (1900–1961)
1962–1971 Alfred Haase
1971–1991 Wolfgang Schieren (1927–1996)
1991–2003 Henning Schulte-Noelle (* 1942)
seit 2003 Michael Diekmann (* 1954)

Siehe auch

Literatur

  • Gerald D. Feldman: Die Allianz und die deutsche Versicherungswirtschaft 1933-1945. München, Verlag C.H. Beck, 2001 - ISBN 3406482554
  • Christiane Lang: Für die Allianz beginnt eine neue Zeitrechnung, in: Börsen-Zeitung vom 18. August 2005, S. 5

Weblinks

 Commons: Allianz – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c d Allianz SE: Kennzahlen der Allianz Gruppe. 18. April 2011, abgerufen am 18. April 2011.
  2. Allianz zieht bei Börsenwert mit AIG gleich. In: Financial Times Deutschland (Print-Ausgabe), 25. Juni 2008, Seite 17
    AIG stürzt vom Versicherungs-Thron auf ftd.de, 12. September 2008
  3. Vgl. Details der Gründung, besonders auch das Verhältnis zur Münchener Rückversicherung, sowie die Entwicklung der Allianz in den ersten Jahrzehnten bei Harold Kluge: Der Einfluss des Geschäfts der "Allianz" auf die Entwicklung der "Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft" in deren ersten fünfzig Jahren (1880-1930). In: Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte/ Economic History Yearbook (2006/2), S. 217-246.
  4. Vgl. Details bei Reinhard Spree: Two Chapters on early history of the Munich Reinsurance Company: The Foundation/ The San Francisco Earthquake. Department of Economics, University of Munich, Munich Discussion Paper No. 2010-11, München 2010 (online at http://epub.ub.uni-muenchen.de/11336/).
  5. http://www.ftd.de/unternehmen/versicherungen/:vernachlaessigter-internetvertrieb-offline-statt-online/60018408.html
  6. http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/0,2828,637241,00.html
  7. http://www.wiwo.de/unternehmen-maerkte/allianz-scheitert-mit-online-angebot-403605
  8. http://www.allianz24.de/daten/0/16/2005_09_16_presse.pdf
  9. Unternehmensbroschüre Allianz Deutschland AG
  10. Allianz schließt Umwandlung in SE ab. Allianz Group, München 16. Oktober 2006 (Pressemitteilung, http://www.allianz.com/de/allianz_gruppe/presse/newsdossiers/allianz_se/news3.html, abgerufen am 23. April 2008).
  11. Allianz kauft Automaten-Betreiber Selecta für 1,1 Mrd. EUR, 14. Mai 2007
  12. Dresdner Bank Transaktion vollzogen
  13. allianz.com
  14. Allianz SE: Analystenkonferenz. 25. Februar 2011, abgerufen am 18. April 2011 (PDF).
  15. Allianz verzichtet auf betriebsbedingte Kündigung bis 2009 statt 2007. In: Capital
  16. parteispenden.unklarheiten.de
  17. Focus Online: Namen im Netz
  18. Telepolis: der Abmahnwahn wird immer absurder
  19. allianz.com
  20. Squeeze-Out Allianz Leben wirksam
  21. H. Schweitzer: Die Allianz Capital Partners in München kaufte die britische Pflegeheimkette Four Seasons Healthcare für 1,15 Milliarden Euro. Four Seasons verfügt über 14.600 Plätze in ca. 300 Pflegeheimen und gilt als größter privater Anbieter im britischen Markt. Rechnet man das durch, macht das 78.776 Euro pro Pflegebett. Allianz Capital Partners überlegt, an die Börse zu gehen. Frage: Wo bleibt eigentlich der Mehrwert der wohlfahrtsverbandlich betriebenen Pflegeheime? In FAZ 6. Juli 2004. 1. Sept. 2006: ACP verkauft die britische Pflegeheimkette Four Seasons Healthcare. Käufer ist die Investmentgesellschaft Three Delta LLP für den Preis von 2,07 Mrd. EUR. ACP hatte die Kette für ca. 1,1 Mrd. EUR erworben und für 171 Mio. EUR. noch die Better Care Group hinzugekauft.
  22. handelsblatt.com
  23. finanztreff.de
  24. Die Welt: Allianz reduziert Anteil an Beiersdorf-Konzern. 27. Juni 2009, abgerufen am 8. September 2010.
  25. Allianz profitiert von ICBC-Börsengang. Nachzulesen unter: handelsblatt.com vom 10. Oktober 2006
  26. kurse.focus.de
  27. handelsblatt.de
  28. Allianz zieht sich von NYSE und europäischen Börsen zurück

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