Heilsbronn
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Heilsbronn
Heilsbronn
Deutschlandkarte, Position der Stadt Heilsbronn hervorgehoben
49.33861111111110.790833333333400
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Ansbach
Höhe: 400 m ü. NN
Fläche: 62,23 km²
Einwohner:

8.999 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 145 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91560
Vorwahl: 09872
Kfz-Kennzeichen: AN
Gemeindeschlüssel: 09 5 71 165
Stadtgliederung: 19 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Kammereckerplatz 1
91560 Heilsbronn
Webpräsenz: www.heilsbronn.de
Bürgermeister: Jürgen Pfeiffer (CSU)
Lage der Stadt Heilsbronn im Landkreis Ansbach
Landkreis Donau-Ries Ansbach Fürth Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Fürth Landkreis Roth Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Unterer Wald Lehrberg Adelshofen (Mittelfranken) Bechhofen (Mittelfranken) Bruckberg (Mittelfranken) Buch am Wald Burk Colmberg Dentlein am Forst Diebach Dietenhofen Dinkelsbühl Dombühl Ehingen (Mittelfranken) Feuchtwangen Flachslanden Gebsattel Gerolfingen Geslau Heilsbronn Insingen Langfurth Leutershausen Lichtenau (Mittelfranken) Merkendorf (Mittelfranken) Mönchsroth Neuendettelsau Neusitz Oberdachstetten Ohrenbach Petersaurach Röckingen Rothenburg ob der Tauber Rügland Sachsen bei Ansbach Schillingsfürst Schnelldorf Schopfloch (Mittelfranken) Steinsfeld Unterschwaningen Wassertrüdingen Weidenbach (Mittelfranken) Weihenzell Weiltingen Wettringen (Mittelfranken) Wieseth Windelsbach Windsbach Wittelshofen Wörnitz (Gemeinde) Wolframs-Eschenbach Wilburgstetten Ornbau Mitteleschenbach Herrieden Dürrwangen Burgoberbach Aurach (Landkreis Ansbach) Arberg Baden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Heilsbronn (umgangssprachlich: Glostə bzw. Glestrə [2]) ist eine Stadt im mittelfränkischen Landkreis Ansbach.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Die Stadt Heilsbronn liegt zwischen Nürnberg und Ansbach im geografischen Zentrum Mittelfrankens. Heilsbronn befindet sich in einem waldreichen Tal des Rangau. Im benachbarten Ketteldorfer Wald entspringt die Schwabach. Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Großhabersdorf, Roßtal, Rohr, Windsbach, Neuendettelsau, Petersaurach und Dietenhofen.

Ortsteile

Heilsbronn besteht offiziell aus 19 Stadtteilen[3]:

Klima

In Heilsbronn beträgt die durchschnittliche Niederschlagsmenge im Jahr 698 mm.

Geschichte

Im 8. Jahrhundert gründete wohl der fränkische Grundherr Hahold den Ort Haholdesbrunn. Der Legende nach hatte er einen Jagdunfall erlitten und irrte verletzt durch den Wald, bis er an der Stelle des von ihm anschließend gegründeten Ortes eine Quelle fand, davon trank und genas. Später errichteten die Grafen von Abenberg und Ritter von Heideck eine Kapelle. 1132 gründete Rapoto von Abenberg das Zisterzienserkloster Heilsbronn. In dieser Zeit änderte sich auch der umgangssprachliche Ortsname von Haholdesbrunn zu Halsbrunn und zu Zeiten des bis 1578 existierenden Zisterzienserklosters in das lateinische fons salutis (Brunnen des Heils). Zunächst übernahmen die fränkischen Hohenzollern und Markgrafen von Ansbach die Schutzherrschaft, ab 1791 gehörte Heilsbronn zum Königreich Preußen und hatte auch des Öfteren den deutschen Kaiser zu Gast, der dem Kloster Heilsbronn zum Dank Gebiete, wie beispielsweise Weinberge im Mainspessart, schenkte. Seit 1806 gehört die Stadt zu Bayern.

Wesentliche Entwicklungsstufen waren die 1875 neu eröffnete Eisenbahnlinie Nürnberg – Heilsbronn – Ansbach, sowie die Stadterhebung zur 800-Jahr-Feier im Jahr 1932 und die Eingemeindung von 16 umliegenden Ortschaften im Rahmen der Gemeindegebietsreform 1972/1978.[4]

Am 23. Juni 2006 kam es zu einem verheerenden Großbrand in der Fleisch- und Wurstfabrik Kupfer, der die Fabrik total zerstörte. Es entstand ein Sachschaden in Millionenhöhe, 360 von 650 Mitarbeitern mussten in der Folge entlassen werden.[5]

Eingemeindungen

Gemeinde Einwohner
(1970)
Eingemeindungs-
datum
Betzendorf 162 1. Januar 1972
Bonnhof 464 1. Januar 1972
Bürglein 427 1. Januar 1972
Höfstetten 139 1. Mai 1978
Ketteldorf 141 1. Januar 1972
Müncherlbach 222 1. Januar 1972
Seitendorf 273 1. Januar 1972
Weißenbronn 392 1. Mai 1978
Weiterndorf 207 1. April 1971

Einwohnerentwicklung

Stadt Heilsbronn mit eingemeindeten Ortsteilen:

  • 1939: 4.147 Einwohner
  • 1950: 6.648 Einwohner
  • 1961: 7.027 Einwohner
  • 1970: 7.347 Einwohner
  • 1979: 7.179 Einwohner
  • 2002: 9.407 Einwohner
  • 2008: 9.139 Einwohner

Stadt Heilsbronn ohne eingemeindete Ortsteile:

  • 1910: 1.366 Einwohner[6]
  • 1933: 1.726 Einwohner
  • 1939: 2.050 Einwohner[7]
  • 1949: 3.535 Einwohner
  • 1961: 4.590 Einwohner
  • 1963: 4.764 Einwohner
  • 1970: 4.920 Einwohner

Politik

Stadtrat

Der Stadtrat hat 20 Mitglieder. Dabei hat die CSU 8 Sitze, die SPD 4 Sitze, die Grüne 2 Sitze, die FDP 1 Sitz , die Wahlalternative Heilsbronn 1 Sitz und die Freien Wähler haben 4 Sitze inne. Dies entspricht dem Stand der Kommunalwahl am 2. März 2008.

Bürgermeister

  • 1. Bürgermeister Dr. Jürgen Pfeiffer (CSU), seit Mai 2008
  • 2. Bürgermeister Carl-Heinz Zischler (SPD), seit Mai 2008

Ehemalige Bürgermeister (seit der Stadterhebung 1932):

  • Johann Jakob Meyer
  • Georg Hofmeister
  • Johann Güllich
  • Friedrich Hummel
  • Johann Kupfer (1946–1948)
  • Georg Döllgast (1948–1958)
  • Karl Waßner (1958–1972)
  • Alfred Knoll (1972–1984)
  • Walter Träger (1984–2008)

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: Gespalten von Gold und Rot; vorne ein in zwei Reihen von Rot und Silber geschachter Schrägbalken, hinten ein goldener Dreischalenbrunnen; auf der Spaltlinie unten ein goldenes Herz.

Städtepartnerschaften

Es bestehen Partnerschaften mit Jößnitz bei Plauen und Objat in Frankreich.

Patenschaft

1968 hat die Stadt Heilsbronn die Patenschaft für die aufgrund der Beneš-Dekrete aus ihrer angestammten Heimat vertriebenen Deutschen aus der Marktgemeinde Fleißen und der Gemeinde Schnecken im Egerland Sudetenland übernommen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

In der Stadt gibt es Heimatstuben und ein Musikinstrumentenmuseum im Katharinenturm. Das stadtgeschichtliche Museum „Vom Kloster zur Stadt“ befindet sich im Konventhaus. Museum-Heilsbronn

Bauwerke

Markantes Kennzeichen von Heilsbronn ist der wuchtige Katharinenturm. Sehenswert ist das Münster, die Kirche des ehemaligen Klosters Heilsbronn. Das Zisterzienserkloster wurde 1132 von den Grafen von Abenberg gegründet und war von 1297 bis 1625 Grablege der Hohenzollern. In der Gruft sind 41 Mitglieder des Hauses begraben. Stufen führen hinab zu einer Quelle, die inmitten der Kirche entspringt. Im Mittelalter hatte das Kloster reiche Besitztümer über ganz Franken bis Regensburg verteilt, und sogar Ländereien im Württembergischen gehörten zum Kloster.

Wirtschaft und Infrastruktur

Heilsbronn ist Mitglied der Metropolregion Nürnberg und im Tourismusverband Romantisches Franken.

Verkehr

Bahnhof Heilsbronn

Ca. 3 km von Heilsbronn entfernt ist eine Anschlussstelle an die A 6/E 50. Die B 14 (Teilstrecke der Burgenstrasse) ist als Ortsumgehung um die Stadt geführt. Der Bahnhof Heilsbronn befindet sich im Norden des Hauptortes an der Bahnstrecke Nürnberg–Crailsheim und wird von der S-Bahn-Linie S4 im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg bedient. Am Bahnhof beginnen und enden einige Buslinien in benachbarte Gemeinden. Der Hohenzollernweg, ein 30 km langer Radweg, führt von Heilsbronn nach Cadolzburg.

Ansässige Unternehmen

  • Gebr. Fleischmann GmbH & Co. KG (Modelleisenbahn)
  • Hans Kupfer & Sohn GmbH & Co. KG (Fleisch- und Wurstwaren)
  • IPG Industrieplast GmbH (Automobil-Zulieferer)
  • Maschinenbau Heilsbronn GmbH
  • Polyden Folienfabrik GmbH (Folienherstellung)
  • Ortlieb Sportartikel GmbH (wasserdichtes Outdoor-Equipment)
  • ZZ Kunststoff GmbH (Kunststoffteile und Zeppelin-Modelle)
  • Rudolf Eger Autoverwertung, Kfz.-Ersatzteile

Medien

Einzige im Gebiet der Stadt Heilsbronn erscheinende regionale Tageszeitung ist die Fränkische Landeszeitung (Verlagssitz: Ansbach).

Das Monatsblatt sowie die wöchentlichen Anzeigenblätter Woche im Blick (WiB) und Wochenzeitung (WZ) werden kostenlos an jeden Haushalt verteilt.

Der regionale Radiosender Radio 8 aus Ansbach ist auf Frequenz 89,4 Mhz zu empfangen.

Öffentliche Einrichtungen

  • Religionspädagogisches Zentrum (RPZ) der Evang.-Luth. Landeskirche in Bayern (früher: Institut für Lehrerfortbildung und Katechetisches Amt)
  • Amt für Landwirtschaft und Forsten – Dienststelle Heilsbronn (für den forstlichen Bereich)
  • Polizeiinspektion Heilsbronn, eine Dienststelle des Polizeipräsidium Mittelfranken der bayerischen Polizei in Nürnberg
  • Jugendzentrum Heilsbronn, öffentliche Einrichtung die zur Kontaktpflege für Jugendliche dient. In dieser Einrichtung finden unter anderem Auftritte von jungen Musikgruppen statt.

Bildung

Markgraf-Georg-Friedrich-Realschule
  • Grundschule Bürglein (Ortsteil von Heilsbronn)
  • Grundschule Heilsbronn
  • Hauptschule Heilsbronn (Wurde Verkauft an die Realschule, wegen Platzmangel der Realschule, neuer Bildungsort ist Petersausrach)
  • Markgraf-Georg-Friedrich-Realschule Heilsbronn

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

Literatur

  • Der Landkreis Ansbach. Vergangenheit und Gegenwart, R. A. Hoeppner, Aßling-Pörsdorf/Obb. 1964, S. 147ff.
  • Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, Erlangen 1955, S. 207.
  • Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach, Deutscher Kunstverlag München 1958, S. 100ff.
  • Paul Geißendorfer: Heilsbronn - ein Zisterzienserkloster in Franken, Heilsbronn 2000, ISBN 3-00-006162-2.
  • Dr. Johannes Hung: Heilsbronn in alten Ansichten,Zaltbommel: Europ. Bibliothek, 1992. - 92 S. : überw. Ill
  • Dr. Johannes Hung: Aus der Häuserchronik von Heilsbronn : Klostermühle und Verwalterhaus in: Jahrbuch des Historischen Vereins für Mittelfranken, Ansbach 1993 - ISSN 03419339. - 96. 1992/1993, S. 231 - 238
  • Dr. Johannes Hung: Die medizinische, topographische und ethnographische Beschreibung des Landgerichtsbezirkes Heilsbronn durch den kgl. Gerichtsarzt Dr. Ebersberger 1860 1989

Bildergalerie

Weblinks

 Commons: Heilsbronn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Heilsbronn – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. E. Fechter, S. 94.
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?val=1341&attr=590&modus=automat&tempus=20081026/100138&hodie=20081026/101314
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 421
  5. Einsatzbericht der Freiwilligen Feuerwehr Heilsbronn
  6. http://www.ulischubert.de/geografie/gem1900/gem1900.htm?mittelfranken/ansbach.htm
  7. http://geschichte-on-demand.de/bay_ansbach.html

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