Allschwil BL
Allschwil
Wappen von Allschwil
Basisdaten
Kanton: Basel-Landschaft
Bezirk: Arlesheim
BFS-Nr.: 2762Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz/Gemeinde
PLZ: 4123
UN/LOCODE: CH ASW
Koordinaten: (607323 / 266713)47.5510937.535904287Koordinaten: 47° 33′ 4″ N, 7° 32′ 9″ O; CH1903: (607323 / 266713)
Höhe: 287 m ü. M.
Fläche: 7.39 km²
Einwohner: 19'178
(31. Dezember 2008)[1]
Website: www.allschwil.ch
Karte
Karte von Allschwil

Allschwil ist eine politische Gemeinde im Bezirk Arlesheim des Kantons Basel-Landschaft in der Schweiz.

Allschwil ist mit über 19'000 Einwohnern die grösste Gemeinde im Kanton Basel-Landschaft.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Allschwil liegt am südwestlichen Rand der Stadt Basel und ist auf zwei Seiten von Frankreich umgeben. Geografisch und kulturhistorisch gehört Allschwil zum Sundgau. Seine Nachbarorte sind neben der Stadt Basel die drei basellandschaftlichen Gemeinden Schönenbuch, Oberwil und Binningen, sowie die französischen Gemeinden Neuwiller, Buschwiller, Hégenheim und Saint-Louis. Durch die Lage im Grünen und die Nähe zur Stadt Basel zählt Allschwil zu den beliebten Wohnorten im stadtnahen Baselbiet.

Die Fläche beträgt 8.92 km², davon sind 42 % Siedlungen, 31 % Landwirtschaftszonen und 27 % Wald.

Wappen

Auf blauem Untergrund der goldene Schlüssel gekreuzt mit dem silbernen Schwert als Symbol der beiden Heiligen Petrus und Paulus, der Patrone der Dorfkirche. Auf amtlichen Schreiben ist das Wappen allerdings vorübergehend weitgehend einem umstrittenen Logo gewichen.

Geschichte

Urkundlich wird die Ortschaft Almswilre im Jahre 1033 erstmals erwähnt, aber Funde aus der Stein-, Bronze- und Römerzeit zeugen von einer langen Geschichte des Ortes. Allschwil gehörte in fränkischer Zeit zum Herzogtum Elsass, kam 1004 zum Fürstbistum Basel. 1525 schloss die Stadt Basel mit Allschwil vorübergehend einen Schirmvertrag, der bis 1595 die Reformation einführte.[2] Das Dorf wurde 1634 im Dreissigjährigen Krieg von schwedischen Truppen geplündert und war ab 1792 eine Zeit lang Teil der französischen Departemente Mont-Terrible und Haut-Rhin. Nach der Zerschlagung des Fürstbistums Basel wurde Allschwil 1815 am Wiener Kongress dem Kanton Basel zugeschlagen. Bis zur Kantonstrennung in die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft 1832 gehörte Allschwil zum Kanton Basel.


Die alternative Altbezeichnung für Allschwil lautet „Schwellheim“. wobei es sich bei diesem Ausdruck nicht um die sehr alte Bezeichnung handelt. Um 1950 wurde auch die Bezeichnung „Schwelleme“ verwendet.

Die Allschwiler Wirtschaft ist auf Expansionskurs
Das Innovationszentrum Nordwestschweiz
Blick auf den Dorfplatz
Das moderne Gemeindezentrum der Gemeinde Allschwil
Im historischen Dorfkern trifft man die Riegelbauten an
Die Bauten erinnern noch immer an das alte Sundgauerdorf

Wirtschaft

In Allschwil sind zahlreiche kleinere Firmen ansässig, da die Lage der Gemeinde sehr günstig ist und die steuerliche Belastung relativ tief ist. Allschwil liegt in Grenznähe (Nähe zur EU) und profitiert auch vom Zentrums der Stadt Basel. Darunter befinden sich viele sogenannte "Startup-Unternehmen" in der Chemie-, Pharma und Biologiebranche. Diese haben sich in Allschwil zum sogenannten Innovationszentrum Nordwestschweiz zusammengeschlossen. Darunter befinden sich Firmen wie Actelion, Polyphor, MDL Information Systems und zahlreiche mehr.

Politik

Die Einwohnergemeinde ist folgendermassen organisiert:

  • Exekutive: Gemeinderat (und Gemeindepräsident) bestehend aus 7 Mitgliedern
  • Legislative: Einwohnerrat bestehend aus 40 Mitgliedern

Die Exekutive besteht aus den 7 Departementen Verwaltungsführung (Gemeindepräsidium), Steuern und Finanzen, Soziale Dienste und Gesundheit, Hochbau und Raumplanung, Bildung, Erziehung und Kultur, Tiefbau und Umwelt und Einwohnerdienste und Sicherheit. Die Mitglieder werden alle 4 Jahre nach dem Majorz-Verfahrendurch die Einwohner gewählt.

Die Legislative (Parlament) wird durch die Einwohner nach Proporz-Verfahren für vier Jahre gewählt. Die Sitzverteilung für die Amtsperiode 2008 - 2012 ist wie folgt:

Gemeindepräsident ist Anton Lauber von der CVP.

Neben der Einwohnergemeinde hat Allschwil eine Bürgergemeinde, in der alle Ortsbürger organisiert sind.

Bevölkerung

Der Ausländeranteil beträgt 20.1 %. 31 % der Bevölkerung sind römisch-katholisch und 29 % reformiert.

Freizeit und Kultur

Wie in der ganzen Region Basel ist auch in Allschwil die Fasnacht stark in der Bevölkerung verankert. Die Allschwiler Fasnacht zählt neben der Basler Fasnacht zu den grösseren und bekannteren Fasnachtsfeiern in der Region. Eine weitere kulturelle Einrichtung ist das Heimatmuseum Allschwil.

In Allschwil gibt es zahlreiche Vereine, welche die Freizeit in Allschwil gestalten. Neben dem Freibad Bachgraben gibt es in Allschwil auch ein Hallenbad. Durch die Nähe zum angrenzenden Frankreich kann man auch sehr schöne Ausflüge in das nahe Elsass unternehmen. Die Nachbargemeinde Basel kann man ebenfalls rasch erreichen und dadurch die Angebote der Stadt nutzen.

Für Kinder und Jugendliche gibt es hier nebst dem Jugendfreizeithaus und dem Robi-Spielplatz auch das Jugendland.

Nahe der Kantonsgrenze befindet sich zudem ein Velogarten, wo Kinder das Velofahren bei realistischen Bedingungen wie Ampeln, Fussgängerstreifen, Kreiseln, Vortrittsrecht usw. lernen.

Verkehr

Allschwil verfügt über eine Tramlinie sowie vier Buslinien. Mit der Tramlinie 6 nach Riehen der BVB erreicht man innert 15 Minuten die Stadt Basel. Die Tram-Haltestelle "Morgartenring" ist auf dieser Tramlinie die erste Haltestelle im Kanton Basel-Stadt. Daneben existieren folgende Buslinien:

  • Linie 33 der BVB von Schönenbuch via Allschwil nach Basel/Schifflände
  • Linie 38 und 31 der BVB nach Bachgraben-Basel/Schifflände
  • Linie 61 der BLT nach Basel/Neuweilerstrasse-Binningen-Oberwil

Mit dem Auto ist Allschwil ebenfalls sehr gut erreichbar. Mit der Eröffnung der Nordtangente Basel 2008 wird Allschwil auch gut an das Autobahnnetz angeschlossen sein. Durch den Pendelverkehr in die Stadt Basel aus der Gemeinde Allschwil, aber auch Frankreich herrscht zu bestimmten Zeiten allerdings relativ dichter Verkehr; dazu trägt bei, dass von Frankreich nach Allschwil kein öffentlicher Verkehr angeboten wird. Die Gemeinde verfügt zudem über eine grosse Anzahl Fahrradstreifen. Allschwil liegt in der Nähe des EuroAirports, den man sehr rasch erreichen kann. Durch den Flughafen leidet die Gemeinde jedoch unter starkem Fluglärm. Start- und Landungen erfolgen direkt über den Wohngebieten, die Wohnqualität ist enorm gesunken und Eigenheime werden rasant an Wert verlieren, wenn wie vorgesehen, die Frachtflüge zunehmen.

Zudem tauchen immer wieder Pläne auf, wonach eine S-Bahn-Station am Morgartenring geplant sei. Bereits in den 80er-Jahren wollten die Politiker diese Station bauen. Zustande kam es jedoch nie.

Sehenswürdigkeiten

  • Dorfkern mit typischen Sundgauer Fachwerkhäusern.
  • Dorfkirche aus dem Jahr 1698 mit ihrer spätbarocken Ausstattung.
  • Dorfmühle, als Hostienmühle im 17. Jahrhundert gebaut und heute ein Restaurant.
  • Heimatmuseum - Das Heimatmuseum der Gemeinde Allschwil (Homepage)
  • Wasserturm Lange Ägerten mit seiner Aussichtsterrasse.
  • Allschwiler Wald Beliebtes Naherholungsgebiet, das unter Naturschutz steht.

Partnerstädte

Quellen

  1. Statistik Basel-Landschaft – Wohnbevölkerung nach Nationalität und Konfession per 31. Dezember 2008
  2. Knapp Ch., Borel M. und Attinger V.(Herausg):Geographisches Lexikon der Schweiz. Band 1: AA - Emmengruppe (Seite 37).Neuenburg: Attinger, 1902.

Weblinks


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