Allöder

Karl Allöder (* 6. April 1898 in Badbergen; † 23. April 1981 ebenda) war ein deutscher Bildhauer, Maler und Geigenbauer.

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Leben

Bereits ganz früh wurden seine Lehrer auf seine Begabung aufmerksam und waren der Meinung, dass diese gefördert werden muss. Doch seine Eltern bestimmten, dass er einen „handfesten“ Beruf erlernen solle. Der Vater von Karl Allöder war Handwerker, hatte eine Werkstatt und machte als Tischler und Drechsler das, was die Menschen im Artland brauchten – Stühle, bei denen die Sitzflächen aus Binsen geflochten waren und vieles mehr.

So kam es, dass Karl Allöder eine Tischlerlehre machte, die er mit der Meisterprüfung abschloss. Deshalb war das Holz sein bevorzugtes Material.

Anschließend besuchte Allöder die private Kunstschule Ulbrich in Ossenbrügge. Daran schloss sich ein Studium der Bildhauerei an der Kunstakademie Kassel und der Kunsthochschule Hamburg an.

Allöder beschäftigte sich mit italienischer Kunst und reiste nach Florenz, Rom und Pompeji. Er ließ sich als freischaffender Künstler in seiner Heimatgemeinde Wulften/Badbergen nieder.

Werk (Auswahl)

  • Die Holzskulptur vom Quakenbrücker Burgmann steht als Gastgeschenk der Stadt Quakenbrück an die Partnerstadt Hamburg im Hamburger Rathaus.
  • Ein Kruzifix aus Stein steht als Mahnung für die Gläubigen auf dem katholischen Kirchhof in Badbergen.
  • Ein geschnitzter Posaunenengel schmückt den Baldachin von der Kanzel in der evangelischen Kirche St. Georg in Karl Allöder seiner Heimatgemeinde.
  • Ein großes Steinrelief erzählt den Kindern der evangelischen Volksschule in Badbergen die Sage vom Kampf von St. Georg mit dem Drachen.
  • Ein lebensgroßer Bronzeadler steht auf einem Findling und hält seine großen Flügel über den großen Stein. Dieser steht vor der ehemaligen Ackerbauschule in Quakenbrück.
  • Im Stadtmuseum von Quakenbrück ist eine Büste ausgestellt, die Allöder von dem bekannten ostpreußischen Maler Döbner erstellt hat.
  • Eingelassen in einem Findling erinnert ein Bronzerelief an die Verdienste des ehemaligen Landrats H. Rohert.
  • In Wulften, zwischen den beiden Flüssen Hase und Lake, gab es früher einen Sumpf, wo ein Esel Menschen und Lasten hinübergebracht haben. Später wurde eine Brücke gebaut und Allöder erstellt eine Bronzetafel mit einem Esel, die in einem Pfeiler der Brücke eingelassen ist.
  • Für das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg fertigte Allöder drei maßstabsgerechte Modelle von Bauernhäuser an: den Meierhof zu Wehdel, den Roten Hauberg bei Husum und ein Bauernhaus aus dem Alten Land bei Hamburg.
  • In Hüven im Hümmling steht eine kombinierte Wasser- und Windmühle aus dem 16. Jahrhundert (Hüvener Mühle). Davon hat Allöder in den 30er-Jahren ein Modell für das Landesmuseum Hannover gemacht, bevor sie mehr und mehr verfiel. Erst später wurde sie unter Denkmalschutz gestellt und mit viel Aufwand restauriert. Dabei war Allöders Modell eine große Hilfe. Und auch das Modell von der Wehlburg, einem Artländer Bauernhaus, ist in Hannover zu sehen. Es wurde abgebaut und im Museumsdorf in Cloppenburg wieder aufgebaut.

Landschaftsmalerei

Das war August Kaufhold, ein Schüler des Tiermalers Heinrich von Zügel, der Allöder schon in Jugendjahren zur Landschaftsmalerei inspirierte. Zufällig traf der Junge, als er sich bei Verwandten in Dötlingen in den Ferien war, den Maler Kaufhold. Der stand mit Staffelei, Palette und Farbkasten an der Hunte und malte von der Natur ein Landschaftsmotiv. Dieses Zusammenkommen war der Anfang von einer lebenslangen Freundschaft. Viele Jahre später lernte Karl Allöder Bernhard Winter aus Oldenburg kennen. Er besuchte ihn oft in seiner Oldenburger Villa oben im Atelier unter dem Glasdach. Dort bekam er eine Masse Anregungen zur Porträtmalerei.

Der Geigenbauer

Allöder hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg auch dem Geigenbau gewidmet. Er baute über 30 Violinen, Celli, Bratschen und Kontrabässe, die auch vom Konzertmeister Flecken vom Oldenburger Staatsorchester und Musiker vom Städtischen Orchester Ossenbrügge aus Münster gespielt wurden.

Karl Allöder starb am 23. April 1981 und hat seine letzte Ruhestätte auf dem evangelischen Kirchhof in Badbergen gefunden.


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