Almogavares

Almogàvers von Arabisch Al-Mugavari für Kundschafter abgeleitet, war der Name einer Truppe von katalanischen Soldaten, die in der Reconquista bekannt wurden, und in Italien und der Levante im 13. und 14. Jahrhundert häufig als Söldner eingesetzt wurden.

Die Almogàvars kamen ursprünglich aus den Pyrenäen und wurden in späterer Zeit vor allem in Aragon und Katalonien rekrutiert. Sie waren Grenzbewohner und Fußsoldaten ohne Rüstung, in Felle gekleidet, trugen Schuhe mit gestanzten Löchern (Abarcas), und trugen die gleichen Waffen wie die römischen Legionäre: zwei schwere Wurfspieße (Katalanisch Atzagaia, Spanisch Azagaya, das römische Pilum), ein Kurzschwert und einen Schild.

Sie waren professionelle Soldaten und dienten für Geld dem König, dem Adel, der Kirche oder den Städten. Als Peter III. von Aragon nach der Sizilianischen Vesper vom 30. März 1282 gegen Karl I. von Anjou um den Besitz von Neapel und Sizilien in den Krieg zog, bildeten die Almogàvars den wirksamsten Bestandteil seiner Armee. Ihre Disziplin und Wildheit, die Kraft, mit der sie ihre Speere schleuderten, ihre Aktivität, machten sie zu einem beeindruckenden Gegner für die schwere Kavallerie der angevinischen Armeen.

Mit dem Frieden von Caltabellotta endete der Krieg in Süditalien 1302. Die Almogàvars folgten nun Roger de Flor, dem ausgestoßenen Templer, traten in die Katalanische Kompanie und den Dienst beim byzantinischen Kaiser Andronikos II. ein, um wie Condottieri gegen die Türken zu kämpfen.

Ihr Feldzug in Kleinasien 1303 und 1304 war eine Serie von Siegen, aber ihre Habgier und ihre Gewalttätigkeit machte sie für die christliche Bevölkerung unannehmbar. Als Roger de Flor von seinem griechischen Auftraggeber ermordet wurde, wandten sie sich gegen den Kaiser, und plünderten von Gallipoli aus die Umgebung von Konstantinopel.

Im Jahr 1310 marschierten sie auf die griechische Halbinsel, ins Herzogtum Athen der französischen Familie Brienne. Walter V. von Brienne, der sie eingeladen hatte, wurde im März 1311 in der Schlacht am Kephissos (oder Orchomenos) in Böotien geschlagen und mit seinen Rittern getötet. Sie verlosten die Frauen und den Besitz der Franzosen unter sich auf und ernannten einen Prinzen aus Aragon, um sie zu regieren.

Die Gründung des aragonesischen Herzogtums Athen war der Höhepunkt der Taten der Almogàvars. Im 16. Jahrhundert starb der Name aus, wurde aber für kurze Zeit im Bürgerkrieg zur Zeit König Ferdinands VII. von Spanien als Beiname einer der Kriegsparteien wieder aufgebracht.

Literatur

  • Paul N. Morris: „We Have Met Devils!“ The Almogavars of James I and Peter III of Catalonia-Aragon, Anistoriton v. 4 (2000) [1]



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