Almost Famous – Fast berühmt
Filmdaten
Deutscher Titel: Almost Famous – Fast berühmt
Originaltitel: Almost Famous
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2000
Länge: 118 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12
Stab
Regie: Cameron Crowe
Drehbuch: Cameron Crowe
Produktion: Cameron Crowe

Ian Bryce

Musik: Peter Frampton, Nancy Wilson, Cameron Crowe, Mike McCready
Kamera: John Toll
Schnitt: Joe Hutshing
Saar Klein
Besetzung

Almost Famous – Fast berühmt ist ein stark autobiographisch geprägter Film von Cameron Crowe aus dem Jahr 2000. Der Film zeigt eine übertriebene Darstellung von Crowes Leben als Journalist für den Rolling Stone als Teenager. Cameron Crowes eigene Erfahrungen bei der Begleitung der Band Allman Brothers, die zu seiner ersten Titelgeschichte im Rolling Stone geführt haben, haben hierbei den Film stark beeinflusst.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

William Miller ist ein 15-jähriger hochbegabter Junge, der in seiner Freizeit Artikel über Rockmusik schreibt. Zu seiner Mutter hat er zwar ein gutes Verhältnis, leidet aber trotzdem unter der strengen Erziehung. Seine Schwester ist aus diesem Grund an ihrem 18. Geburtstag von Zuhause ausgezogen. William lernt den Musikjournalisten Lester Bangs kennen, für den er einen Artikel über Black Sabbath schreiben soll, die in der Stadt ein Konzert geben. Dort lernt er das Groupie Penny Lane und die Band Stillwater kennen.

Wenig später erhält er einen Anruf vom Musikmagazin Rolling Stone. Die Redakteure sind auf seine Artikel aufmerksam geworden und schicken ihn mit der Band Stillwater auf Tournee. Gegen die starken Bedenken seiner Mutter begleitet er die Band. Aus dem Trip, der ursprünglich nur wenige Tage dauern sollte, werden Wochen. Die Tour verläuft sehr chaotisch und William lernt die Welt von „Sex and Drugs and Rock 'n' Roll“ kennen.

Während der Tour verliebt sich William in Penny Lane, die ihrerseits mit dem Gitarristen Russell Hammond liiert ist. Bei einer Pokerrunde mit einer anderen Band setzt Russell aber Penny als Einsatz – und verliert. Penny verlässt daraufhin die Tour. In New York trifft William Penny wieder und rettet ihr das Leben, als sie eine Überdosis Tabletten nimmt.

Am Ende des Films berichtet William dem Rolling Stone von seinen Erlebnissen während der Tour. Die Redaktion ist begeistert. Der Bericht soll die Titelstory werden. Beim telephonischen Überprüfen der Zitate durch die Redaktion streitet die Band jedoch alles ab. Frustriert und körperlich völlig am Ende kehrt William nach Hause zurück und muss erfahren, dass die Redaktion seine Story abgelehnt hat. Er erhält jedoch einen überraschenden Besuch von Russell. Eigentlich wollte dieser Penny Lane besuchen. Aber als er sie nach ihrer Adresse fragt, gibt Penny ihm Williams Adresse, weil sie davon gehört hat, wie die Band ihm durch das Abstreiten der wahren Geschichte über die Tour geschadet hat. Russell besucht also unwissend und überraschend William und sieht ein, dass er das Magazin anrufen muss, um Williams Aussagen im Nachhinein doch zu bestätigen. Er berichtet dem Jungen, dass er den Rolling Stone angerufen hat und gesagt hat, dass alle Aussagen stimmen. Sie versöhnen sich und die Band Stillwater erscheint auf dem Cover des Magazins.

Almost Famous „Untitled“

Auf der zweiten DVD der „Director's Edition“ ist die mit „Untitled“ benannte Langversion des Films (nur auf Englisch mit diversen Untertitel-Sprachen) vorhanden, die mit ca. 155 Minuten etwa 35 Minuten länger ist als die Kinoversion und viele zusätzliche Szenen enthält.

Kritiken

Peter Travers verglich im Rolling Stone vom 10. Dezember 2000 die Regie von Cameron Crowe mit den frühen Werken von François Truffaut. Er schrieb, der Film sei der bis dahin persönlichste Film von Crowe, der als Teenager einige Musikgruppen zu begleiten pflegte. Travers lobte die Darstellung von Patrick Fugit, Frances McDormand und Zooey Deschanel.

Ekkehard Knörer lobte im Jump Cut Magazin die Leistungen der Darsteller und nannte die „konventionelle Erzählweise“ und die „Wiederholung diverser Klischees des Musikfilms“ als einzige Schwächen des Filmes. Ärgerlich sei auch das „märchenhafte“ Ende des „Feelgood-Movies“.

Auszeichnungen

Cameron Crowe gewann im Jahr 2001 den Oscar für das Drehbuch; Kate Hudson, Frances McDormand sowie die Schnitt-Experten Joe Hutshing und Saar Klein wurden für den Oscar nominiert. Kate Hudson und der Film als Beste Komödie gewannen 2001 den Golden Globe Award, Frances McDormand und Cameron Crowe wurden für den Golden Globe nominiert. Der Film gewann 2001 den BAFTA Award in zwei Kategorien (Bestes Drehbuch, Bester Ton) und wurde in vier weiteren Kategorien für den BAFTA Award nominiert (darunter Kate Hudson und Frances McDormand).

Der Film gewann im Jahr 2000 den Boston Society of Film Critics Award in vier Kategorien: Bester Film, Beste Regie, Bestes Drehbuch und Beste Nebendarstellerin (Frances McDormand). Kate Hudson und Frances McDormand gewannen im Jahr 2001 den Blockbuster Entertainment Award, der Film erhielt fünf weitere Nominierungen für diesen Preis. Der Film erhielt 2001 fünf Nominierungen für den MTV Movie Award (darunter Kate Hudson und Patrick Fugit). Der Film gewann 2001 den Online Film Critics Society Award in fünf Kategorien (darunter Kate Hudson und Philip Seymour Hoffman) und wurde in vier weiteren Kategorien für diesen Preis nominiert, eine weitere Nominierung erhielt er im Jahr 2002. Kate Hudson gewann 2001 den Golden Satellite Award, der Film wurde in fünf weiteren Kategorien für diesen Preis nominiert (darunter Beste Komödie, Beste Regie, Bestes Drehbuch).

Soundtrack

Den auf CD und LP erschienenen Soundtrack kennzeichnet ein ausgewählter Mix von zeitgenössischer Musik, vor allem Rock, aber auch Liedern, die extra für den Film geschrieben wurden wie z.B. die Songs der nur im Film existierenden Band Stillwater. Hierfür war u.a. kein geringerer als Peter Frampton verantwortlich, der im Film auch einen Cameo-Auftritt als Roadmanager von Humble Pie hat. Den Filmscore komponierte eine weitere Ikone des Rock-Business: Nancy Wilson von der kanadischen Gruppe Heart. Verheiratet mit Regisseur Cameron Crowe war sie auch an Soundtracks anderer Filme ihres Mannes beteiligt. Während der Filmhandlung werden noch zahlreichere andere Musikstücke der Pop- und Rockhistorie angespielt wie z.B. von Jimi Hendrix, Stevie Wonder und weitere Titel von Led Zeppelin, die es jedoch nicht auf den veröffentlichten Soundtrack geschafft haben. Almost Famous ist einer der wenigen Spielfilme, die Songs von Led Zeppelin verwenden dürfen, so auch in einer für die Filmhandlung zentralen Szene „Stairway to Heaven“.

Tracklist Soundtrack:

  1. Simon & Garfunkel – America
  2. The Who – Sparks
  3. Todd Rundgren – It Wouldn't Have Made Any Difference
  4. Yes – I've Seen All Good People: Your Move
  5. Beach Boys – Feel Flows
  6. Stillwater – Fever Dog
  7. Rod Stewart – Every Picture Tells A Story
  8. The Seeds – Mr. Farmer
  9. Allman Brothers – One Way Out
  10. Lynyrd Skynyrd – Simple Man
  11. Led Zeppelin – That's The Way
  12. Elton John – Tiny Dancer
  13. Nancy Wilson – Lucky Trumble
  14. David Bowie – I'm Waiting For The Man
  15. Cat Stevens – The Wind
  16. Clarence Carter – Slip Away
  17. Thunderclap Newman – Something In The Air

Als Bonus gibt es auf der ersten DVD der „Director's Edition“ weitere Musikbeiträge, die nicht in der Endfassung des Kinofilms und der Langfassung vorkamen:

  • drei Live-Beiträge der Band Stillwater: „Love Comes And Goes“, „Hour Of Need“ und „You Had To Be There“
  • der komplette Titel „Small Time Blues“ – einer Szene, in der William Miller an einem Zimmer vorbeikommt, in dem ein Mann auf einer Akustikgitarre den Song vorträgt und eine Frau die Harmonien mitsingt.

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