Alois Luis

Louie Austen (* 19. September 1946 in Wien; geboren als Alois Luef) ist ein österreichischer Pianist, Akkordeonspieler, Gitarrist, Bar- und Jazzcrooner, der aber auch seit einiger Zeit in der elektronischen Musikszene beheimatet ist.

Louie Austen

Leben und Wirken

Schon im Alter von acht Jahren wünschte sich Alois Luef ein Akkordeon. Obwohl er sich schon in jungen Jahren als Talent erwies, bestanden seine Eltern auf eine klassische Ausbildung. Nach der Matura begann er ein Ingenieursstudium, das er jedoch bald abbrach. Er wechselte an das Wiener Konservatorium, um dort dem Studium von Gesang und Schauspielerei nachzugehen. Nach Beendigung des Studiums wanderte Louie Austen, wie er sich später nennt, nach Südafrika aus. Dort hielt er sich aber nicht lange auf, da er die Apartheidpolitik ablehnte, und übersiedelte nach Australien. In weiterer Folge landete er in New York, bis er sich schließlich in Las Vegas niederließ. Dort begab er sich auf die Spuren großer Entertainer, wie Frank Sinatra, Dean Martin oder Sammy Davis Jr. und feierte unter anderem mit der Combo „The Harlem Blues & Jazz Band“ große Erfolge.

Nach sechs Jahren im Ausland kam Louie Austen 1980 wieder zurück nach Österreich und begann im Hilton-Hotel als Barsänger, wurde aber kurz darauf vom Marriott Hotel abgeworben.

1999 kam es zu einem neuen Projekt - der Verbindung von Club-Sounds von Mario Neugebauer und seiner Croonerstimme. In diesem Zusammenhang entstand das Debütalbum Consequences auf cheap records. Aufgrund des überraschenden Erfolges gab er seinen Job als Barsänger auf und konzentrierte sich ganz auf seine Alben und Auftritte vor immer größer werdendem Publikum. Mario Neugebauer und Patrick Pulsinger produzierten danach zwei weitere Alben für Louie Austen in Kooperation von cheap records mit Kitty-yo, und 2006 erschien ein „Best Of“-Album dieser Zusammenarbeit in England bei tirk records, denn bereits seit 2004 gehen Austen, Pulsinger und Neugebauer getrennte Wege.

Für sein Album „Iguana“ (erschienen 2006 bei klein records) versammelte Louie Austen diverse Produzenten, u.a. Jeff Melnyk, Friction, Phonique und den Wiener Stefan Jungmair.

2007 begründete Louie Austen sein eigenes Label LA MUSIC (Louie Austen Music), auf welchem bis jetzt drei EPs erschienen sind: Die „Summer Love EP, die in Zusammenarbeit mit Senor Coconut entstandene „Reality EP“ (Richard Sanderson Coverversion) sowie 2008 die mit Ex-Blumfeld Keyboarder und Commercial Breakup Vredeber Albrecht aufgenommene „Too Good To Last EP“. Mit Senor Coconut war Louie 2008 auf „Around The World“ Tour quer durch Europa & hat auf ihrem gleichnamigen Album mitgewirkt.

In dem 2008 mit einem Oscar als bester ausländischer Film gekrönten„The Counterfeiters / Die Fälscher“ von Regisseur Stefan Ruzowitzky („Anatomie“) ist Louie Austen in einer Nebenrolle als Casino-Zocker zu sehen und feierte Erfolge im Wiener Burgtheater in einer Neuinszenierung von Nestroys Stück „Höllenangst“, welches im Sommer 2009 wieder ins Programm aufgenommen werden soll.

2009 wird Louie Austen eine Liebeserklärung an Amy Winehouse veröffentlichen, die von Parov Stelar produzierte „My Amy EP“. Weitere Zusammenarbeiten mit verschiedenen Künstlern sind in Planung und Herr Austen arbeitet an einem neuen Studioalbum.

Nach wie vor ist er regelmäßig rund um die Welt unterwegs, ist aber auch der Cascade Bar des Wiener Marriott Hotels treu geblieben. Jeder Samstag ist seit Oktober 2008 ein Louie´s Saturday mit wechselndem Programm, u.a. Best Of Rat Pack.

Diskographie

  • 1999 - Consequences (Album)
  • 2001 - Only Tonight (Album)
  • 2001 - Amore (Single)
  • 2001 - Hoping (Single)
  • 2003 - Easy Love (Album)
  • 2005 - Open Up Your Heart (Single mit Korsakow)
  • 2005 - More (Single)
  • 2005 - Heaven´s Floor (EP)
  • 2006 - Hear My Song: The Best Of Louie Austen (Album)
  • 2006 - Disco Dancer (Single)
  • 2006 - Iguana (Album)
  • 2007 - Summer Love EP
  • 2007 - Dreams Are My Reality EP
  • 2008 - Too Good To Last EP
  • 2009 - My Amy EP

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