Alois Mader

Alois Mader (* 1935) ist ein deutscher Sportmediziner und Hochschullehrer.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Alois Mader war von 1965 bis 1970 Assistenzarzt, später ab Ende 1970 Oberarzt und Abteilungsleiter für Leistungsphysiologie, an der Sportärztlichen Hauptberatungsstelle des Bezirks Halle. 1974 wechselte er von der Deutschen Demokratischen Republik ins damalige Westdeutschland [1]. Ab 1987 war er als Professor für Sportmedizin am Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin an der Deutschen Sporthochschule Köln tätig. Von 1999 bis 2000 nahm er kommissarisch die Leitung dieses Institutes wahr.

Er befasst sich mit dem Thema Doping sowie später mit der Computersimulation des menschlichen Energiehaushaltes im Muskel. Aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit in der DDR konnte er umfangreiche Informationen über die dortigen Dopingmethoden liefern.[2] Seine persönliche Befürwortung maßvoller Formen des Dopings[3] blieben umstritten [4]. Von 1979 bis 1988 betreute er die Ruderer der deutschen Olympia- und Nationalmannschaften.

Veröffentlichungen

  • Alois Mader: Brennpunkthema Computersimulation, Academia-Verlag, St.Augustin, 1996
  • Alois Mader: Eine Theorie zur Berechnung der Dynamik und des steady state von Phosphorylierungsszzustand und Stoffwechselaktivität der Muskelzelle als Folge des Energiebedarfs, 1984
  • Alois Mader: Praktische und theoretische Untersuchungen zum Verhalten des Laktats und des Säure-Basen-Status unter hohen sportlichen Belastungen bei Schwimmer und Schmimmerinnen in Meereshöhe und im Verlauf eines Höhentrainings 1981
  • Mader, A., H. Heck, R. Föhrenbach, W. Hollmann: Das statische und dynamische Verhalten des Laktats und des Säure-Basen-Status im Bereich niedriger bis maximaler Azidosen bei 400-m- und 800-m-Läufern bei beiden Geschlechtern nach Belastungsabbruch. Dtsch Z. Sportmed. 7.203;8,249 (1979).
  • Föhrenbach, R. A. Mader, W. Hollmann: Umfang und Intensität im Dauerlauftraining von Mittelstrecken- läuferinnen des DLV und Maßnahmen zur individuellen Trainings- und Wettkampfoptimierung, Leistungssport 6, 467 (1981)
  • Hollmann, W., H. Liesen, A. Mader, H. Heck, R. Rost, B. Dufaux, P. Schürch, D. Lagerström, R. Föhrenbach: Die Ausdauerleistungsfähigkeit der deutschen Fussball-Spitzenspieler. Dtsch. Z. Sportmed 5. 113 (1981)
  • Föhrenbach, R., H. Liesen, A. Mader, H. Heck, W. Hollmann: Die Ausdauerleistungsfähigkeit deutscher Spitzenathletinnen mit Wettkampfstrecken vom Sprint bis zum Marathonlauf. In: H. Heck, H. Liesen, R. Rost, W. Hollmann, Deutscher Sportärtzekongreß, Köln, Kongreßband: Sport: Leistung und Gesundheit, Deutscher Ärzte-Verlag, Köln 1983.
  • Liesen, H., R. Föhrenbach, H. Heck, A. Mader, W.Hollmann: Zur Kalibrierung von Laufbandergometern. In: H. Mellerowicz, 1-W. Franz (Hrsg.) Berlin, internationales Seminar für Ergometrie (4. 1981, Berlin, West): Standardisierung. Kalibrierung und Methodik in der Ergometrie, Erlangen: perimed-Fachbuch-Verlagsgesellschaft, 1983.
  • Liesen, H., E. Ludemann, D. Schmengler, R. Föhrenbach, A. Mader: Trainingssteuerung im Hochleistungssport: Einige Aspekte und Beispiele. Dtsch. Z. Sportmed. 36, Heft 1. - 18 (1985)
  • Föhrenbach, R., J. Buschmann, H. Liesen, W. Hollmann, A. Mader: Schnelligkeit und Ausdauer bei Fussballspielern unterschiedlicher Spielklassen. Schweiz. Ztschr. Sportmed. 34 (1986).
  • Föhrenbach, R., A. Mader, W. Thiele, W. Hollmann: Testverfahren und metabolisch orientierte Intensitätssteuerung im Sprinttraining mit submaximaler Belastungsstruktur. Leistungssport Nr. 5, 1986
  • Föhrenbach, R., A. Mader, W. Hollmann: Determination of Endurance Capacity and Prediction of Exercise Intensities for Training and Competition in Marathon Runners, Int. J. Sportsmed. 8, 1987, 11-18
  • Olbrecht, J., H. Heck, R. Föhrenbach, A. Mader, W. Hollmann: De Analyse van het momentale Prestatievermogen en van de Trainingssuitvoering als Basis voor een etenschappelijke Trainingsbegleiding bij middellange en lange Afstandslopers Tijdingen Nr 36. Vol 9 (1988) S.484-504.
  • Gesund-Vital-Schlank, Fettverbrennung, der Königsweg zur dauerhaften Fitness. Raus aus der Insulinfalle Mit Fachbeiträgen von Prof. Dr. Gerhard Uhlenbruck und Prof Dr. Alois Mader und einem Geleitwort von Prof. Dr. Wildor Hollmann, Deutscher Ärzte-Verlag , 2001, ISBN 978-3-7691-1164-4
  • A. Mader: Die Zeit im Sport - Die Geburt und die Herrschaft eines Prinzips im Hochleistungssport in den Sportwissenschaften und der Gesellschaft aus der Sicht der eigenen überschaubaren Zeit. In: Ränsch-Trill, (Hrsg.). Brennpunkte der Sportwissenschaft, Bd. 24, Academia Verlag, Sankt Augustin, 2002, ISBN 3-89665-234-6

Kritische Stellungnahmen

  • Der Spiegel 30. August 1976: Kraft durch Spritzen
  • Martin Halle, Aloys Berg, Joseph Keul: Adipositas und Bewegungsmangel als kardiovaskuläre Risikofaktoren; Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, Jg.51 Nr.4 (2000).
  • Andreas Singler, Gerhard Treutlein: Doping im Spitzensport
  • Süddeutsche Zeitung Nr. 165, 20. Juli 2000: Erhellendes Buch über West-Doping, Tabu der Scheinheiligen
  • Frankfurter Rundschau 7. Mai 1977

Quellen

  1. Wolfgang Schmidt: Zur Sicherung der politischen Grundlagen der DDR, (HA XX im MfS/Abt. XX der BV) Stellung, Aufgaben und Struktur der HA/Abt. XX618, Unterpunkt 618
  2. Berliner Zeitung vom 7. April 1994: Berichte über Anabolika-Bräuche der DDR-Sportler
  3. Nicole Arndt, Andreas Singler, und Treutlein Gerhard: Sport ohne Doping: Argumente und Entscheidungshilfen für junge Sportlerinnen und Sportler und Verantwortliche in deren Umfeld: Deutsche Sportjugend (dsj)im Deutscher Sportbund (Hrsg.), 30. Juni 2004, ISBN 978-3891524855, Kap.4: Sich entscheiden lernen, Abschnitt 4.4.3: Dopingfreigabe - das kleinere Übel?
  4. Hamburger Abendblatt Nr. 194, 22. August 1983, S.34: Diskussion um das Doping

Weblinks


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