Alone in the Dark 3

Alone in the Dark [əˈləʊn ɪn ðə dɑːk] ist eine Computerspiel-Reihe der französischen Firma Infogrames (heute Atari), die dem Genre der Action-Adventures zugeordnet wird und als Begründer des Untergenres Survival-Horror gilt. Sie handelt vom Privatdetektiv Edward Carnby, der sich auf übernatürliche Fälle spezialisiert hat.

Inhaltsverzeichnis

Alone in the Dark

Alone in the Dark
Entwickler: Infogrames
Verleger: Infogrames (Europa)

Interplay (USA)

Publikation: 1992
Plattform(en): PC (DOS), 3DO
Genre: Action-Adventure / Survival-Horror
Spielmodi: Singleplayer
Steuerung: Tastatur
Systemminima: 16 MHz, 640 KB RAM
Medien: 3.5" Disketten (4), 1 CD
Altersfreigabe: PEGI:
Keine
Klassifizierung


USK:
Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG USK

Der 1992 für PC und 1994 für die 3DO-Konsole erschienene erste Teil basierte auf dem von H. P. Lovecraft erdachten Cthulhu-Mythos, in dem die Akteure mit unaussprechlichen, für den gesunden Geist nicht erfassbaren Monstern konfrontiert werden. So sollte das Spiel ursprünglich auch unter dem Titel Call of Cthulhu in Zusammenarbeit mit der Firma Chaosium Inc. erscheinen, die u.a. auch das gleichnamige Pen-&-Paper-Rollenspiel publizierte. Diese beendete ihre Mitarbeit jedoch noch während der Entwicklungsphase, und aus lizenzrechtlichen Gründen wurde es notwendig, den vorgesehenen Namen zu ändern.

Handlung

Im Jahre 1923 erhängt sich der berühmte Künstler Jeremy Hartwood in seinem Herrenhaus Derceto in Louisiana, was jedoch Niemanden der Einheimischen wundert, da man sagt, dass auf dem Haus ein Fluch lastet und von einer bösen Macht beherrscht wird. Der Fall wird von der Polizei sehr bald zu den Akten gelegt und gerät schnell in Vergessenheit. Edward Carnby, Privatdetektiv, soll für einen Auftraggeber, einen Antiquitätenhändler, in Derceto nach einem alten Klavier suchen. Auch die Nichte Jeremys, Emily Hartwood, sucht nach dem Klavier, da sie daran ein Geheimfach vermutet, von dem sie glaubt, dass sich darin Hinweise bezüglich Jeremys Tod befinden.

Der Spieler schlüpft entweder in die Rolle von Edward Carnby oder Emily Hartwood und startet auf dem Dachboden, dem Ort von Jeremys Selbstmord, mit der Erforschung des Anwesens, in dem sie nun gefangen sind, nachdem sich die Türen des Hauses nach dem Betreten auf mysteriöse Weise verriegelten.

Gameplay

Auf der Suche nach einem Fluchtweg aus dem Anwesen trifft der Spieler schon sehr bald auf unterschiedlichste übernatürliche Wesen wie Zombies und Riesenratten, gegen die er sich mit diversen Waffen wie Pistolen, Gewehren und Schwertern, die er im Verlauf des Spiels überall Gebäude finden kann, verteidigen muss. Zudem gilt es immer wieder, verschiedene Kombinations-, Denk- und Suchrätsel zu lösen. Auch findet man regelmäßig Aufzeichnungen wie Bücher und Manuskripte, die dem Spieler mehr über die Hintergründe des Anwesens und der übernatürlichen Vorgänge darin offenbaren. Der Spieler sieht den Protagonisten dabei immer aus festen Kameraperspektiven, die z. B. in der Ecke eines Raums positioniert sind und den aktuellen Schauplatz einfangen. Geht der Spieler aus dem Bild raus, wechselt das Spiel wieder in eine andere feste Kameraposition.

Technik

Die Art der grafischen Präsentation war 1992 technisch völlig neu. Anders als bei den meisten Action-Adventures der damaligen Zeit – nicht aber erstmals – wurden die spielrelevanten beweglichen Objekte (wie Spieler, Gegner oder vereinzelte Objekte) komplett als 3D-Objekte (ohne Texturen und mit nur sehr wenigen Polygonen) gestaltet. Möglich wurde das durch die stets fest positionierte virtuelle Kamera (Drittpersonansicht). Dadurch konnten die Bildhintergründe als gezeichnete flache Bilder dargestellt werden, die durch perspektivische Abstimmung mit den 3D-Objekten den Eindruck einer räumlichen Umgebung simulierten. Verließ der Spieler den Sichtbereich im aktuellen Hintergrundbild, kam es zu einem Kamerawechsel und damit zu einem neuen Hintergrundbild mit passender Neuausrichtung der 3D-Objekte.

Alone in the Dark 2

Alone in the Dark 2
Entwickler: Infogrames
Verleger: Infogrames (Europa)

Interplay (USA)

Publikation: 1994
Plattform(en): PC (DOS), 3DO, Sega Saturn, PlayStation
Genre: Action-Adventure / Survival-Horror
Spielmodi: Singleplayer
Steuerung: Tastatur, Gamepad
Medien: 3.5" Disketten (9), 1 CD
Altersfreigabe: PEGI:
Keine
Klassifizierung


USK:
Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG USK

Der 1994 für PC und später auch für Sega Saturn, PlayStation und 3DO erschienene zweite Teil verwendet dieselbe Technik und gleichen Gameplay-Eigenschaften wie sein Vorgänger, fällt jedoch vom Umfang her größer aus. Der Spielverlauf findet nicht mehr nur an einem Schauplatz statt, sondern führt den Spieler zu verschiedenen, zusammenhängenden Orten wie etwa einen Irrgarten, ein Anwesen und ein Piratenschiff.

Ebenfalls neu ist, dass der Spieler dieses mal überwiegend nur in die Rolle von Edward Carnby schlüpft. Nur für kurze, vorgegebene Passagen übernimmt der Spieler auch die Rolle des kleinen Mädchens Grace. In dessen Rolle kann sich der Spieler nicht direkt gegen Angreifer verteidigen sondern muss in erster Linie Konfrontationen ausweichen bzw. vor Gefahren fliehen.

Des Weiteren sind die Gegner nicht mehr typische Zombies wie aus dem 1. Teil, sondern Geister, die wieder menschliche Gestalt angenommen haben. Somit unterhalten sich die Widersacher nun z. B. und greifen auch auf Schusswaffen zurück.

Handlung

Im Jahre 1924, ein Jahr nach den Ereignissen in Derceto, hat sich Edward Carnby aufgrund der vergangenen Ereignisse, in seinem Beruf als Privatdetektiv auf Fälle mit übersinnlichen Hintergründen spezialisiert. Als sein Freund und Partner Ted Stryker bei der Suche nach einem entführten Mädchen, Grace Saunders, spurlos verschwindet, entschließt sich Carnby, der Spur zu folgen. Diese führt ihn zu einem Herrenhaus namens "Hell's Kitchen", in dem ein berüchtigter Gangster-Boss mit seinen Anhängern residiert.

Carnby findet schnell heraus, dass Ted ermordet wurde und so macht er sich an die Erforschung des Grundstückes, um Grace zu suchen und heraus zu finden, warum die Bande sie entführt hat. Dabei muss er fest stellen, dass die Gangster in Wirklichkeit die körperlichen Formen von Geistern längst verstorbener Seeräuber sind...

Trivia

Die Sega Saturn- und die PlayStation-Version wurden in Europa unter dem Titel Alone in the Dark: Jack is Back und in den USA unter Alone in the Dark: One-Eyed Jack's Revenge veröffentlicht. Die japanische Sega-Saturn-Fassung hingegen hatte keinen Untertitel.

Alone in the Dark 3

Alone in the Dark 3
Entwickler: Infogrames
Verleger: Infogrames (Europa)

Interplay (USA)

Publikation: 1995
Plattform(en): PC (DOS & Windows)
Genre: Action-Adventure / Survival-Horror
Spielmodi: Singleplayer
Steuerung: Tastatur, Gamepad
Medien: 1 CD
Altersfreigabe: PEGI:
Keine
Klassifizierung


USK:
Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG USK

Der 1995, diesmal nur für PC erschienene 3. Teil der Reihe weist erneut dieselbe Technik und das im Grunde unveränderte Gameplay seiner Vorgänger auf. Jedoch ist das Spiel in einem Western-Szenario angesiedelt und bot somit ein im PC- & Videospiele-Bereich unverbrauchtes und ungewöhnliches Szenario.

Der Spieler schlüpft dieses Mal, wie in Alone in the Dark 2, in die Haut des Privatdetektiven Edward Carnbys.

Handlung

Im Jahre 1925 erhält Edward Carnby, Privatdetektiv für paranormale Ereignisse, den Auftrag, nach einer auf mysteriöse Weise spurlos verschwundenen Filmcrew zu suchen, zu der auch Emily Hartwood, bekannt aus dem ersten Teil, gehört. Diese wurde zuletzt bei den Dreharbeiten zu einem Wild-West-Film in der abgelegenen Geisterstadt "Slaughter Gulch" in der Mojavewüste gesehen.

Edward findet bald heraus, dass ein Fluch auf der Stadt liegt und der Geister-Cowboy Jed Stone für das Verschwinden der Filmleute verantwortlich ist, der Carnby zahlreiche untote Revolverhelden auf den Hals hetzt. Im weiteren Spielverlauf stößt der Spieler zudem auf klassische Zombies und sogar auf radioaktiv verseuchte Mutanten.

Trivia

1996 wurde das Spiel unter dem Titel Alone in the Dark 3: Ghosts in Town für Windows 95 als CD-Version neu veröffentlicht.

Alone in the Dark: The New Nightmare

Alone in the Dark: The New Nightmare
Entwickler: Darkworks
Verleger: Infogrames
Publikation: 2001
Plattform(en): PC (Windows), PlayStation 1&2, Dreamcast, Game Boy Color
Genre: Action-Adventure / Survival-Horror
Spielmodi: Singleplayer
Steuerung: Tastatur, Gamepad
Medien: 3 CDs
Altersfreigabe: PEGI:
Keine
Klassifizierung


USK:
Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG USK

2001 erschien der vierte Teil der Reihe für PC, PlayStation 1&2, Dreamcast und Game Boy Color. Anders als die drei vorherigen Titel wurde The New Nightmare nicht mehr von Infogrames selbst, sondern vom kleinen französischen Entwickler Darkworks entwickelt. Dieser hatte für das Spiel eine eigene Game-Engine entwickelt, die es erlaubte, das Licht der Taschenlampe, die im Spiel eine wichtige Rolle spielt, korrekt auf die 2D-Hintergründe zu berechnen. Zudem waren die 3D-Modelle wie Objekte und Charaktere erstmals in einem Alone-in-the-Dark-Teil texturiert.

Handlung

Im Jahre 2001 arbeitet Edward Carnby, der "Detektiv des Unergründlichen", für die geheime FBI-Ermittlungsabteilung "713", die paranormale Aktivitäten untersucht.

Carnbys bester Freund und Gründer von "713" Charles Fiske ist auf Shadow Island, einer mysteriösen Insel vor der Küste Maines tot aufgefunden worden. Carnbys Ermittlungen führen ihn zunächst zu einem gewissen Frederick Johnson. Dieser erklärt, Fiske sei auf der Suche nach drei antiken Schrifttafeln der Abkani, einem alten Indianerstamm, gewesen. Johnson gibt Carnby nun den Auftrag, Fiskes Nachforschungen fortzuführen. Außerdem stellt er ihm die junge Universitätsdozentin Aline Cedrac zur Seite, die sich auf alte Indianersprachen spezialisiert hat.

Während des Landeanfluges auf Shadow Island kommt es zu schweren, unerklärlichen Turbulenzen. Den beiden bleibt nur die Möglichkeit, mit dem Fallschirm aus der Maschine zu springen. Carnby findet sich unversehrt auf einem verlassenen Hof wieder, Aline bleibt wie durch ein Wunder unverletzt, als sie auf dem Dach eines unheimlichen Landhauses landet. Zunächst getrennt von einander machen sich die Beiden daran, das alte Herrenhaus zu erforschen.

Gameplay

Wie im ersten Alone in the Dark ist es wieder möglich, neben Edward Carnby, mit dem man einen sehr actionbetonten Spielverlauf erlebt, mit einem anderen Charakter los zu ziehen: Aline Cedrac, mit der man vor allem Rätsel lösen muss. Dabei wechselt man während des Spielverlaufs nicht zwischen den beiden Protagonisten hin und her, sondern erlebt den gesamten Verlauf aus der Sicht einer der beiden Hauptdarsteller. Diese begegnen sich während des Spiels immer wieder wodurch sich der Storyverlauf regelmäßig überschneidet. Spieler, die alles sehen und erleben wollten, müssen das Spiel im Grunde also zweimal durchspielen.

Im Spielverlauf bekommt man es, wie in den anderen Teilen von Alone in the Dark, wieder mit zahlreichen übernatürlichen Kreaturen wie Zombies zu tun, gegen die man sich mit Hilfe diverser Waffen wie Pistole und Schrotflinte erwehren muss. Auch stehen wieder diverse Rätseleinlagen auf dem Programm. Wichtigste Neuerung hierbei ist, dass man relevante Objekte in dunklen Ecken nicht sofort sieht. Dazu muss man erst mit der Taschenlampe, die der Protagonist stets bei sich trägt, entsprechende Plätze ausleuchten, damit diese erkennbar sind. Dazu kann der Spieler die Taschenlampe explizit in verschiedene Richtungen (oben, rechts oben, links unten, etc.) halten.

Trivia

Zwischen den Geschehnissen in Alone in the Dark 3 und 4 ist eine Zeitspanne von 75 Jahren vergangen. Edward Carmby müsste längst ein alter Mann oder gar tot sein. Eine Antwort darauf erhält man erst im 5. Teil der Alone-in-the Dark-Reihe. Allerdings befindet sich dazu eine widersprüchliche Information im Handbuch von The New Nightmare, da dort im Charaktersteckbrief von Carnby angegeben ist, er sei im Jahr 1968 geboren. Auch der Film, der kurz nach The New Nightmare spielt, nimmt diese Behauptung auf.

Alone in the Dark (5. Teil)

Alone in the Dark
Entwickler: Eden Games
Verleger: Atari
Publikation: 2008
Plattform(en): PC, Xbox 360, PlayStation 3, Wii, PlayStation 2
Genre: Action-Adventure / Survival-Horror
Spielmodi: Singleplayer
Steuerung: Tastatur & Maus, Gamepad
Systemminima: Pentium D 2,6 GHz / Athlon X2 +3800, 1 GB RAM, GeForce 7800 GTX / Radeon X1650 XT
Medien: 1 DVD bzw. 1 BD
Altersfreigabe: PEGI:
PEGI-Einstufung: 18+


USK:
Keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG USK

Der im Juni 2008 erschienene, einfach nur als Alone in the Dark betitelte, 5. Teil der Reihe erschien für PC, PlayStation2, PlayStation 3, Xbox 360 und Wii. Entwickelt wurde das Spiel von der in Frankreich ansässigen Firma Eden Games. Mit diesem Titel schaffte es Alone in the Dark endgültig komplett in die 3. Dimension. Zudem wurden einige grundlegende Gameplay-Elemente verändert, so dass der klassische Survival Horror etwas zurück weichen musste und das Spiel deutlich actionlastiger wurde.

Handlung

New York City, 2008.

Zu Beginn wacht der Spieler benommen in der Gestalt Edward Carnbys auf, der von zwei finsteren, unbekannten Gestalten gefangen gehalten wird. Carnby hat sein Gedächtnis verloren und kann sich an nichts erinnern, weder, wie er in diese Situation gekommen ist, noch wer er selbst ist. Als ihn einer der beiden Unbekannten auf das Dach des Gebäudes schleppen will, um ihn zu exekutieren, kann Carnby entkommen. Plötzlich bricht im gesamten Gebäude das Chaos aus: Überall lodern Brände, Erdbeben bringen Teile des Hauses zum Einsturz und übernatürliche Geschöpfe streifen umher.

Auf der Flucht aus dem Hochhaus trifft der Spieler auf Sarah Flores, eine Kunsthändlerin, die er aus einem stecken gebliebenen Aufzug befreit und Theophile Paddington, einen älteren Mann, der Carnby gut zu kennen scheint. Auf Theophiles Rat hin begeben sich die Drei, nachdem sie das Gebäude verlassen konnten, zum New Yorker Central Park, wobei sie auf dem Weg dorthin feststellen müssen, dass in der ganzen Stadt eine ähnliche Abnormalität wie im eben verlassenen Hochhaus besteht.

Im Park angekommen übergibt Theophile einen mysteriösen Stein an Carnby und sagt ihm, dass er ihn in Raum 943 des städtischen Museums treffen solle. Darauf hin zückt Theophile eine Waffe und erschießt sich selbst. Fassungslos und verwirrt machen sich Carnby und Sarah nun auf den Weg durch den Central Park zum Museum, um herauszufinden, wieso das Chaos über New York hereingebrochen ist, was es mit dem mysteriösen Stein auf sich hat, inwieweit der Central Park mit der ganzen Sache zu tun hat und um Carnbys Gedächtnis wieder aufzufrischen.

Gameplay

Anders als in den früheren Teilen erlebt der Spieler das Geschehen nicht mehr nur ausschließlich aus fest positionierten Kameraperspektiven. Erstmals kommt auch eine typische Third-Person-Perspektive, vor allem in Nahkämpfen, sowie eine Ego-Perspektive beim Benutzen von Distanzwaffen zum Einsatz. Dadurch erhält das Spiel einen deutlich actionbetonteren Spielverlauf. Des Weiteren ist es möglich, Autos kurzzuschließen und zu fahren, um größere Wegstrecken sowie explizite Fahrpassagen zu bewältigen.

Im Verlauf des Spiels findet der Spieler nur zwei verschiedene Pistolen. Allerdings kann er verschiedenste Gegenstände, die er praktisch überall in der Spielwelt finden kann, wie Alkoholflaschen, Heilsprays, Klebeband und ein Feuerzeug miteinander kombinieren, um so provisorische Waffen zu basteln. Beispielsweise kann man mit einem Rostschutzspray und dem Feuerzeug einen Flammenwerfer imitieren oder sich aus einer Flasche Alkohol, etwas Klebeband und einer Bandage einen an Gegnern und anderen Objekten haftenden Molotowcocktail herstellen. Um Zugriff auf die mitgeführten Gegenstände zu erhalten und sie zu kombinieren, öffnet man auf Knopfdruck Carnbys Jacke, wobei dieser dann aus der Ego-Perspektive an sich herunter sieht. Ähnlich verläuft auch das Verarzten von Wunden, wobei man explizit die Wunde auswählen kann, die man am dringlichsten behandeln möchte.

Zudem bestehen diverse Möglichkeiten, die Spielumgebung für sich zu nutzen. Beispielsweise kann man ein Feuer, das sich auf andere brennbare Objekte ausweitet und somit z. B. eine, den Weg blockierende, Barrikade aus dem Weg räumt oder Gegner einkesselt. Feuer ist zudem die einzige Möglichkeit, die meisten der übernatürlichen Wesen endgültig zu vernichten, weshalb aus einer Holzlatte eine wirkungsvolle Waffe werden kann, wenn man sie zuvor an einer Feuerquelle entzündet.

Das gesamte Spiel ist in acht Kapitel unterteilt, die jeweils einen abgeschlossenen Subplot erzählen und mit einem Cliffhanger enden, ähnlich einer Fernsehserie. Der Spieler hat zudem jederzeit die Möglichkeit, wie bei einem DVD-Film "vor zu spulen" und Passagen zu überspringen. Eden Games erklärt diesen Schritt damit, dass jeder Spieler die Möglichkeit haben sollte, das Ende zu erreichen, auch wenn ihm eine Passage zu schwer ist.

Die einzelnen Spielabschnitte sind mal relativ linear, mal recht offen gestaltet. Gerade in den Abschnitten, in denen der Spieler im Central Park unterwegs ist, kann er diesen vergleichsweise frei erkunden.

Technik

Für das Spiel kam eine Weiterentwicklung der Twilight-Engine zum Einsatz, eine Eigenentwicklung von Eden Games, die schon bei Test Drive Unlimited zum Einsatz kam. In diese wurde die Havok-Physikengine eingebunden, die es z. B. erlaubt, dass sich im Spiel Feuer realistisch auf andere brennbare Objekte ausdehnt und diese je nach Masse und Beschaffenheit unterschiedlich schnell zerstört.

Limited Edition

Für alle Plattformen erschien eine inhaltlich identische Limited Edition, die neben dem Spiel folgende Extraausstattung beinhaltet:

  • ein Artbook mit Konzeptzeichnungen,
  • eine Soundtrack-CD,
  • eine Making-of-DVD,
  • eine Figur von Edward Carnby.

Kritik

Auf dem Spieleportal 4Players sieht sich Jörg Luibl vom Spiel enttäuscht: „Ich habe mich auf das große Comeback eines Klassikers gefreut und wurde herbe enttäuscht.“ Der fünfte Teil biete „durchaus einige kreative Ideen und Spielmechaniken“, die wenig fesselnde Hintergrundgeschichte, eine umständliche Steuerung und Grafikfehler überwogen jedoch.[1] Heise online und Kotaku berichteten wenige Tage nach der Spielveröffentlichung darüber, dass der Publisher Atari versuche rechtlich gegen verschiedene Spieltests vorzugehen. 4Players solle eine Unterlassungserklärung unterschreiben, da es beim Test „nicht mit rechten Dingen zugegangen“ sei, die Redaktion habe sich unlautere Wettbewerbsvorteile verschaffen wollen sowie eine vermeintlich illegale Testversion genutzt. 4Players erwiderte darauf, dass sie die Testversion einige Tage früher von einem Händler bekommen hätten.[2][3]

Felix Schütz von der PC Games meinte, er hätte "vor den Leuten von Eden Games einen irren Respekt, denn sie lösen sämtliche ihrer Versprechungen ein: das innovative Inventar, die realistischen Fahrzeuge, ein erkundbarer Park, tolle Grafik, Episodenstruktur, Feuer, Physik, kombinierbare Items und vieles mehr – alles drin, alles funktioniert. Wow! Zwei Dinge jedoch drücken schmerzlich auf die Wertung: erstens die Steuerung, die weder mit Gamepad noch mit Tastatur vernünftige Nahkämpfe erlaubt. Zweitens das Speicherpunktesystem! Zu oft war ich frustriert, zu oft habe ich am PC die Quicksave-Funktion vermisst – ein solches Top-Spiel verdient Besseres." - Gesamtwertung 80 %[4]

Trivia

Ursprünglich war geplant, das Spiel mit dem Untertitel Near Death Investigation zu versehen.

Verfilmungen

2005 erschien der, zeitlich kurz nach dem 4. Teil der Spieleserie handelnde, gleichnamige Film Alone in the Dark mit Christian Slater als Edward Carnby in der Hauptrolle. Regie führte dabei der auf die Verfilmung von Videospielen spezialisierte Uwe Boll. Im September 2008 ist Alone in the Dark 2 als eine Direct-to-DVD-Produktion erschienen. Regisseure waren dieses mal Michael Roesch und Peter Scheerer, Uwe Boll war nur noch Produzent. In den Hauptrollen ist unter anderem Ralf Möller zu sehen.

Einfluss

Nicht nur die Präsentation, sondern auch die Art der angsteinflößenden Handlung und Atmosphäre wurde in etlichen Spielen kopiert und bildete sogar das eigene Subgenre Survival Horror. Bekannt wurde das Genre schließlich vor allem durch die Resident Evil-Reihe. Bis heute gleichen die meisten „Survival Horror“-Spiele in Hinblick auf Spielprinzip und Benutzerschnittstelle im Wesentlichen dem ersten Teil der Reihe. Die Bedeutung der Serie wurde durch die Tatsache unterstrichen, dass deren Schöpfer Frederick Raynal nach Erscheinen des 4. Teiles in Frankreich zum Ritter der Literatur und Kunst ernannt wurde.

Einzelnachweise

  1. Jörg Luibl auf 4players.de: [1]
  2. Heise.de: Atari verlangt Löschung negativer Kritiken am Spiel Alone in the Dark
  3. Luke Plunkett auf kotaku.com: Legal Mess Over Euro Alone In The Dark Reviews
  4. pcgames.de: Test zu Alone in the Dark

Weblinks


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