Herner EV
Herner EV 2007
Herner EV 2007
Größte Erfolge
  • Aufstieg in die Oberliga 2008
Vereinsinfos
Geschichte Herner EV (1970–2001)
ESG Herne (1999–2001)
Herner EG (2001–2007)
Herner EV 2007 (seit 2007)
Stammverein Herner Eissportverein 2007 e.V.
Vereinsfarben grün, weiß, rot
Liga Regionalliga West
Spielstätte Gysenberghalle
Kapazität 4.500 Plätze
Cheftrainer Krystian Sikorski
Saison 2009/10 Hauptrunde Platz 1
Play-off Halbfinale

Der Herner EV 2007 ist ein Eishockeyverein in Herne, der mit seiner ersten Mannschaft in der Saison 2011/2012 in der Regionalliga West antritt. Er gilt als einer der Eishockey-Traditionsvereine im Ruhrgebiet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Geschichte des Eishockeys in Herne beginnt mit dem Herner EV. Später existierte neben dem HEV auch die ESG Herne, die sich nach dem Ende des HEV in Herner EG Blizzards umbenannte. Zusätzlich zur Herner EG wurde noch nach der erfolgten Löschung des HEV aus dem Vereinsregister der Herner EV 2007 im Sommer 2007 gegründet, der seit 2008 als einziger Verein am Spielbetrieb teilnimmt.

Herner EV

Erstmals im höherklassigen Ligeneishockey tauchte der Herner EV in der Saison 1972/73 in der Regionalliga auf, wo die Mannschaft durch die Einführung der alten 2. Eishockey-Bundesliga automatisch in die Oberliga Nord 1973/74 aufrückte und die Klasse für die nächsten Jahre hielt. Zur Saison 1979/80 stieg der Verein in die 2. Eishockey-Bundesliga auf.

Nach der Saison 1980/81 wäre der Verein zwar sportlich aus der 2. Bundesliga abgestiegen, aber durch das Ende des Spielbetriebs bei der SG Nürnberg blieb die Mannschaft in der Liga und stieg dafür aber dann in der darauffolgenden Saison in die Oberliga Nord ab. Zur Saison 1983/84 gelang dann mit dem Trainer Richard Piechutta der Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga. Nach der Saison Saison 1987/88 stieg der Verein aus der 2. Bundesliga ab und zog sich in eine tiefere Spielklasse zurück.

Erst wieder zur Saison 1991/92 gelang dem Verein die Rückkehr in die Oberliga Nord. Als im Sommer 1994 mit der Einführung der Deutschen Eishockey Liga die Mannschaften neu eingeteilt wurden, wurde der Herner EV in die – damals zweitklassige – 1. Liga Nord eingeteilt. In dieser Spielklasse blieb der Herner EV bis zur Wiedereinführung der 2. Eishockey-Bundesliga im Sommer 1998.

Herner EV und ESG Herne

Vor der Saison 1999/00 trennten sich Mitglieder des HEV, dessen erste Mannschaft seit der Saison 1996/97 als Herner Miners spielte, vom Verein und gründeten die ESG Herne' ('Eissportgemeinschaft Herne) mit dem Beinamen Twister, so dass in Herne zwei Vereine mit Mannschaften im Ligenspielbetrieb existierten. Zur Saison 1999/00 gelang den Herner Miners der Wiederaufstieg in die Oberliga Nord jedoch stieg die Mannschaft nach der Saison wieder ab. In derselben Saison nahmen die Herner Twister an der – damals fünftklassigen – Landesliga NRW teil.

In der Saison 2000/01 nahmen die Herner Miners an der Regionalliga NRW teil, wurden aber im Februar 2001 – nach finanziellen Problemen – wie die anderen Mannschaften, die noch unter dem Namen HEV am Spielbetrieb teilnahmen, zurückgezogen. Die Herner Twister wurden in dieser Saison Meister der Landesliga NRW und stiegen damit in die Regionalliga NRW auf. Nach dem Rückzug vom Spielbetrieb durch den HEV schlossen sich die Mitglieder dieses Vereins der ESG an. Die ESG Herne nannte sich danach in Herner EG Blizzards um. Über den HEV wurde anschließend das Insolvenzverfahren eröffnet, das im Sommer 2006 abgeschlossen wurde.

Herner EG Blizzards

Unter dem Namen Herner Blizzards nahm die erste Mannschaft seit der Saison 2001/02 an der – viertklassigen – Regionalliga NRW teil. Als zur Saison 2004/05 in der dritten Ligenstufe die Oberliga Nord wiedereingeführt wurde, zeigte die HEG – genauso wie die Ratinger Ice Aliens – Interesse an einem Aufstieg in diese Liga, was aber wegen der Nichtfreigabe durch den Landeseissportverband Nordrhein-Westfalen nicht realisierbar war. Im November 2004 wurde dann Insolvenzantrag für die HEG eingereicht und die Saison 2005/06 in der Regionalliga NRW konnte mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters durchgeführt werden.

Dabei verpasste man gegen den Neusser EV nur knapp den Aufstieg in die Oberliga, wo im entscheidenden letzten Saisonheimspiel bei der Niederlage gegen Neuss mit etwa 3.500 Zuschauer die höchste Zuschauerzahl bei einem Heimspiel in dieser Saison erreicht wurde. Eine Saison später (2006/07) schaffte man mit einer Serie von 44 Siegen in Folge neben der Meisterschaft in der Regionalliga NRW auch den ersten Platz in der Aufstiegsrunde zur Oberliga, die vor durchschnittlich etwa 600-1000 Zuschauern – bei attraktiven Gegnern auch vor deutlich mehr stattfanden.

Durch die ohne Niederlage beendeten Play-offs, wo im letzten Finalspiel der RT Bad Nauheim vor 4007 Zuschauern mit 6:3 besiegt wurde, gelang der sportlichen Aufstieg in die Oberliga. Organisatorisch war ab Januar 2007 die erste Mannschaft in eine neu gründeten Limited ausgelagert. Der als eine der Voraussetzungen für die Oberligalizenz verlangte Abschluss des für den Verein noch laufende Insolvenzverfahren war bis zum 30. April 2007 nicht durchgeführt, so dass die HEG weiterhin in der Regionalliga NRW teilzunehmen hatte.

Herner EV 07

Im Sommer 2007 wurde zusätzlich zur HEG der Herner Eissportverein 2007 gegründet. Der im Gegensatz zur HEG nicht finanziell belastete Verein übernahm zuerst den Spielbetrieb der 2. Mannschaft, des Nachwuchs und der Frauenmannschaft der HEG. Wegen der nur bei der HEG liegenden Teilnahmeberechtigung an der – viertklassigen – Regionalliga NRW 2007/08 für die erste Mannschaft trat diese als Spielgemeinschaft aus beiden Vereinen – in eine neue GmbH ausgelagert – an. Die HEG sollte stattdessen nach dem endgültigen Abschluss des Insolvenzverfahrens nicht weiter am Leben erhalten werden.

Im Jahre 2007 schaffte der Verein sofort in seiner Premierensaison die sportliche Qualifikation für die Oberliga. Das Team bezwang im Play-off-Finale den Rivalen aus Dortmund im Penaltyschießen. Nach einer eher enttäuschenden Hauptrunde, konnte sich das Team immer mehr steigern und setzte sich in der Aufstiegsrunde gegen die anderen Teams der Regionalliga West beziehungsweise der Regionalliga Hessen sowie der Regionalliga Baden-Württemberg durch. In den folgenden Monaten war lange Zeit nicht klar, ob der Aufstieg finanziell auch zu realisieren wäre.

Schließlich entschied sich der Mäzen des ehemaligen DEL-Klubs Füchse Duisburg, Ralf Pape, beim Herner EV 2007 als Mehrheitsgesellschafter einzusteigen. Des Weiteren übernahm er auch die Eishalle, die bis zur Saison 2008/09 umfassend renoviert wurde. Der Plan war, den Verein als eine Art „Ausbildungsplatz“ für junge Talente zu etablieren. An dem Projekt beteiligten sich neben den Füchsen aus Duisburg auch die anderen DEL-Klubs aus NRW. Somit nahm die erste Seniorenmannschaft seit der Saison von 2008 bis 2011 am Spielbetrieb der Oberliga teil.

Nach der Saison 2010/2011 stellte die Pape-Gruppe ihr Engagement im Herner Eishockey ein. Dies hatte unter anderem Zur Folge, dass die zur Pape-Gruppe gehörige Betreibergesellschaft der Herner Eishalle Insolvenz anmeldete, was den Weiterbestand des Eishockeystandorts Herne ernsthaft gefährdete. Für die Saison 2011/2012 konnte sich der Herner EV mit dem Insolvenzverwalter in letzter Minute auf einen Mietvertrag einigen, der allerdings derzeit nur bis zum Ende der Saison (Frühjahr 2012) befristet ist. In dieser Saison wird der Herner EV allerdings trotz sportlicher Qualifikation nicht in der drittklassigen Oberliga West, sondern in der viertklassigen Regionalliga West antreten.

Neben der ersten Mannschaft unterhält der Herner EV Nachwuchsmannschaften sowie eine Frauenmannschaft. Die HEV-Ladys spielen in der dritthöchsten Damenspielklasse, der Verbandsliga NRW und die zweite Seniorenmannschaft in der Landesliga NRW Gruppe B, welches der sechst höchsten Spielklasse entspricht.

Platzierungen seit 2000

Saison Liga Vorrunde Saisonabschluss
1999/00 Landesliga NRW 3. Platz Klassenerhalt
2000/01 Landesliga NRW 1. Platz Aufstieg in die Regionalliga NRW
2001/02 Regionalliga NRW 4. Platz Klassenerhalt
2002/03 Regionalliga NRW 3. Platz Klassenerhalt
2003/04 Regionalliga NRW 2. Platz Qualif. zur Oberliga 2. Platz
2004/05 Regionalliga NRW 2. Platz Qualif. zur Oberliga 6. Platz
2005/06 Regionalliga NRW 2. Platz Qualif. zur Oberliga 2. Platz
2006/07 Regionalliga NRW 1. Platz Aufstiegsrunde Platz 1 – Play-off-Sieg – Aufstiegsrecht für die Oberliga
2007/08 Regionalliga NRW 4. Platz Aufstiegsrunde Platz 1 – Play-off-Sieg – Aufstieg in die Oberliga
2008/09 Oberliga 4. Platz Play-off Halbfinale
2009/10 Oberliga 1. Platz Play-off Halbfinale

Vorläufiger Kader zur Saison 2010/11

(Stand: 5. August 2010)

Torhüter
Nr. Name Geburtsdatum Geburtsort Im Team seit Letztes Team
27 Deutschland Stefan Kornewald 6. März 1980 Dortmund, Deutschland 2010 Lippe Hockey Hamm
47 Deutschland Christian Lüttges 14. April 1983 Niebüll, Deutschland 2010 Füchse Duisburg
61 Deutschland Dennis Uhlig 1. März 1990 Bochum, Deutschland 2010 Neusser EV
Verteidiger
Nr. Name Geburtsdatum Geburtsort Im Team seit Letztes Team
16 Vereinigte Staaten Peter Boldt 16. Januar 1987 Greenwich, Vereinigte Staaten 2010 Dartmouth College
22 Deutschland Lars Gerike 25. Juli 1975 Berlin, Deutschland 2010 Füchse Duisburg
85 Deutschland Lukas Heise 13. August 1985 Kempen, Deutschland 2010 Ratinger Ice Aliens
4 Deutschland Sven Linda 2. Mai 1986 Oberhausen, Deutschland 2010 Ratinger Ice Aliens
21 Deutschland Philipp Louven 28. Juli 1986 Viersen, Deutschland 2010 Ratinger Ice Aliens
10 Deutschland Lorenz Schneider 10. April 1990 Krefeld, Deutschland 2010 EHC Dortmund
15 Deutschland Sebastian Pigache 30. Mai 1990 Berlin, Deutschland 2010 Königsborner EC
76 Deutschland Patrick Gogulla 27. Dezember 1988 Düsseldorf, Deutschland 2011 Wölfe Freiburg
Angreifer
Nr. Name Pos Geburtsdatum Geburtsort Im Team seit Letztes Team
20 Deutschland Danny Fischbach RW 24. Januar 1989 Gelsenkirchen, Deutschland 2010 Ratinger Ice Aliens
7 Deutschland André Grein C 22. Januar 1973 Krefeld, Deutschland 2010 Moskitos Essen
11 Deutschland Maris Kruminsch LW 16. Mai 1987 Riga, Lettische SSR 2011 Ratinger Ice Alliens
19 Deutschland Benjamin Hanke F 8. September 1989 Düsseldorf, Deutschland 2010 Ratinger Ice Aliens
67 Deutschland Sebastian Haßelberg RW 4. Dezember 1982 Duisburg, Deutschland 2010 Ratinger Ice Aliens
71 Deutschland Tommy Kuntu-Blankson F 10. Dezember 1992 Herne, Deutschland 2010 Herner EV
92 Deutschland Dominik Ballnus F 24. Januar 1992 Herne, Deutschland 2010 Herner EV
93 Deutschland Philipp Hendle F 26. September 1987 Neuss, Deutschland 2010 Moskitos Essen
98 Deutschland Nils Liesegang F 14. Juli 1987 Gelsenkirchen, Deutschland 2010 Füchse Duisburg
81 Deutschland Benjamin Musga F 3. Oktober 1982 Dinslaken, Deutschland 2010 Ratinger Ice Aliens
43 Deutschland André Oesterreich F 19. November 1984 Krefeld, Deutschland 2010 Ratinger Ice Aliens

Legende: C = Center, W = Flügelstürmer, RW = Rechter Flügelstürmer, LW = Linker Flügelstürmer, F = Stürmer, C = Kapitän, A = Assistent des Kapitäns

Nachwuchsarbeit

Neben der Laufschule hat der HEV 2007 noch sechs Nachwuchsmannschaften im Spielbetrieb. Die Junioren, Jugend, Schüler, Knaben und Kleinschüler spielen in der Landesliga NRW der jeweiligen Altersklasse, die Bambinis in der Bezirksliga.

Blizzards-Ladies

Die Damenmannschaft der HEG nimmt seit 1999 am Spielbetrieb teil:

Saison Liga Vorrunde Saisonabschluss
1999/00 Landesliga NRW 2. Platz NRW-Pokalsieger Gr. 2
2000/01 Landesliga NRW 1. Platz NRW-Zwischenrunde Nord Quali 6. Platz
2001/02 Landesliga NRW 2. Platz Klassenerhalt
2002/03 Landesliga NRW 2. Platz Aufstieg in die 2. Liga Nord
2003/04 2. Liga Nord 8. Platz Klassenerhalt
2004/05 2. Liga Nord 6. Platz Klassenerhalt
2005/06 2. Liga Nord 8. Platz Abstieg in die Landesliga NRW
2006/07 Landesliga NRW 2. Platz Aufstieg in die neu gegründete Verbandsliga
2007/08 Verbandsliga NRW 5. Platz Spiel um den Verbandsliga-Pokal

Trainer

Zeitraum Trainer
bis Nov. 2004 Jan Benda senior
Nov. 2004 – Apr. 2005 Andrej Fuchs
Apr. 2005 – Okt. 2007 Peter Franke
Okt. 2007 – Okt. 2008 Krystian Sikorski
Okt. 2008 – 2010 Niklas Sundblad
Juni 2010 - Nov. 2010 Alexander Jacobs
seit Nov. 2010 Krystian Sikorski

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