Alpersbach
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hinterzarten
Hinterzarten
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hinterzarten hervorgehoben
47.9077777777788.1008333333333Höhenangabe falsch oder mehr als zwei NachkommastellenKoordinaten: 47° 54′ N, 8° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Breisgau-Hochschwarzwald
Höhe: 885 (Bahnhof) m ü. NN
Fläche: 33,37 km²
Einwohner: 2651 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 79 Einwohner je km²
Postleitzahl: 79856
Vorwahl: 07652
Kfz-Kennzeichen: FR
Gemeindeschlüssel: 08 3 15 052
Adresse der Gemeindeverwaltung: Rathausstraße 12
79856 Hinterzarten
Webpräsenz:
Bürgermeister: Hansjörg Eckert
Lage der Gemeinde Hinterzarten im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
Karte

Der Höhenluftkurort Hinterzarten liegt im Hoch-Schwarzwald etwa 25 km östlich von Freiburg im Breisgau auf 850 bis 1.200 m ü. NN.

Hinterzarten: Blick auf Kirche und Adlerschanze

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Die Kirche vom Schnee bedeckt
Hinterzarten (um 1910)

Geografisch reicht Hinterzarten bis knapp an den Feldberg, die mit 1493 m.ü.M. höchste Erhebung des Schwarzwaldes und bis an das südöstliche Ende des Titisees. Hinterzarten befindet sich im Naturpark Südschwarzwald und wird vom Zartenbach durchflossen.

Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden sind Breitnau, Titisee-Neustadt, Feldberg und Oberried.

Gemeindegliederung

Zur Gemeinde Hinterzarten gehören das Dorf Hinterzarten, die Zinken Alpersbach, Am Feldberg, Bisten (t.w. auch zu Breitnau), Bruderhalde, Erlenbruck, Löffeltal, Oberzarten, Rinken, Rotwasser, Windeck und Winterhalde und die Wohnplätzen Altenvogtshütte (Auf Stucken), Dorneck, Fürsatz(hof) und Silberberg. Im Gemeindegebiet liegen die abgegangenen Ortschaften Bankgallihof, Bäuerlehof, Imberihof, Rufenhof, Seehäusle und Waldhof.[2]

Geschichte

1148 wird Hinterzarten im Zusammenhang mit der Weihe der Oswaldkapelle im Höllental, der Keimzelle der Hinterzartener Pfarrgemeinde, erstmals urkundlich erwähnt. Im 13. Jahrhundert wird es ein beliebter Wallfahrtsort, weil eine Schwefelquelle heilende Wirkung bei Augenleiden verspricht.

Um 1790 fertigte der Uhrmacher Jacob Herbstreith die sogenannten Jockele-Uhren. Eine dieser Uhren ist im Uhrenmuseum in Furtwangen zu sehen. Mit der Kirchwaldschanze wird 1923 die erste Skisprungschanze im Ort gebaut. Ein Jahr später folgt die Adlerschanze, die 1981 zu einer Mattensprungschanze umgebaut wird.

Seit 1964 darf sich Hinterzarten als Heilklimatischer Kurort bezeichnen.

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen jeweils zum 31. Dezember:

  • 2005: 2606
  • 2006: 2633
  • 2007: 2651

Politik

Mit dem nördlich gelegenen Nachbarort Breitnau bildet Hinterzarten eine Verwaltungsgemeinschaft.

Städtepartnerschaft

Seit 1969 ist Eguisheim im Elsass Partnerstadt von Hinterzarten.

Wirtschaft und Infrastruktur

Hinterzarten lebt von Tourismus, Forst- und Weidewirtschaft, bietet im Sommer Wandermöglichkeiten. Hinterzarten hat 3 Skilifte und einige Kilometer an Langlaufloipen.

Hinterzarten liegt außerdem am Schwarzwald-Querweg Freiburg-Bodensee, der von Freiburg im Breisgau nach Konstanz führt und für Fernwanderer attraktiv ist.

Hinterzarten bietet für Touristen eine Vielzahl von Pensionen und Hotels, darunter das berühmte Hotel Adler, das im 15. Jh. gegründet wurde und zu den ältesten Gasthöfen Deutschlands zählt.

Verkehr

Der Bahnhof Hinterzarten liegt an der Höllentalbahn

Verkehrsmäßig ist Hinterzarten über die von Breisach nach Lindau (Bodensee) führende Bundesstraße 31 oder über die den Schwarzwald längs durchlaufende B 500 (Triberg - Waldshut) zu erreichen. Es gibt einen Bahnhof der Höllentalbahn (Freiburg im Breisgau - Donaueschingen) wie auch die Buslinie SB 7216 über den Thurner nach Kirchzarten. Im Nahverkehr gilt der Tarif des Regio-Verkehrsverbundes Freiburg.

Medizin

Mit der Földiklinik - dem ehemaligen Hotel "Rößle" -, die sich auf Lymphologie spezialisiert hat, und der Klinik in der Zarten gibt es zwei Krankenhäuser im Ort.

Bildung

In Hinterzarten gibt es eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule und das privat betriebene Internatsgymnasium Birklehof.

Skilanglauf in Hinterzarten (um 1909)
Die Adlerschanze in Hinterzarten

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Im Hugenhof ist seit 1997 das Schwarzwälder Skimuseum beheimatet.

Seit 2004 gibt es im Ortsteil Bruderhalde ein Museum für alte Landtechnik im 400 Jahre alten Bankenhof, in dem alte landwirtschaftliche Geräte und Maschinen ausgestellt werden.

Direkt bei der Adlerschanze befindet sich das Spielzeugmuseum "Zum kleinen Hannes".

Naturdenkmäler

Seit 2000 gibt es einen Naturerlebnispfad im Ort.

Sport

Sommer

Seit 2003 ist Hinterzarten Mitglied des Nordic Walking-Zentrums im Hochschwarzwald. Außerdem beginnt hier die Kurzstrecken-Etappe des jährlichen Black Forest Ultra Bike Marathons. Daneben gibt es im Ort ein Tennis-Zentrum.

Winter

In Hinterzarten befindet sich die bekannte Adlerschanze, auf der jährlich ein Internationales Sommerskispringen stattfindet. Neben drei weiteren Nachwuchsschanzen gibt es im Ortskern auch ein Loipenzentrum.

Hinterzarten liegt am 100 Kilometer langen Fernskiwanderweg Schonach–Belchen, dem längsten Skiwanderweg im Schwarzwald. Es ist Zielort des auf dieser Strecke über 60 Kilometer ausgetragenen Kleinen Rucksacklaufs mit Start in Schonach (im Februar).

In Hinterzarten beginnt auch der 32 Kilometer lange Fernskiwanderweg Hinterzarten–Schluchsee.

In Richtung des Ortsteiles Alpersbach gibt es ein alpines Skigebiet mit 3 Liften, die wegen der in den letzten Jahren allerdings häufig fehlenden Schneesicherheit überwiegend dem lokalen Skilauf dienen.

Der Sportverein Hinterzarten spielt mit seiner ersten Fußball-Mannschaft in der Fußball-Bezirksliga Schwarzwald. Im Mai 2007 feierte der "kleine HSV" mit dem erstmaligen Aufstieg in die Fußball-Landesliga den größten Erfolg der Vereinsgeschichte.

Regelmäßige Veranstaltungen

Neben dem bereits erwähnten jährlichen Sportveranstaltungen Sommerskispringen und Ultra Bike Marathon findet ein wöchentlicher Bauernmarkt statt.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Weitere Persönlichkeiten mit Bezug zur Gemeinde

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-007174-2. S. 99–101

Weblinks


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