Alpha Virginis

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Doppelstern
Spica (α Vir)
Spica (unten) im Sternbild Jungfrau
Beobachtungsdaten
Epoche: J2000.0
Sternbild Jungfrau
Astrometrie
Radialgeschwindigkeit (+1,0 ± 0,9) km/s
Parallaxe (12,44 ± 0,86) mas
Entfernung  (262 ± 18) Lj
((80 ± 6) pc)
Einzeldaten
Namen A; B
Beobachtungsdaten:
Rektaszension A 13h 25m 11,6s
B h m
Deklination A -11° 09′ 41″
B ° ′
Scheinbare Helligkeit A +0,92 mag bis +0,98 mag
B mag
Typisierung:
Spektralklasse A B1
B B
U-B Farbindex A −0,93
B
B-V Farbindex A −0,13
B
Physikalische Eigenschaften:
Masse A 11 M
B 7 M
Radius A 7,8 R
B 4,0 R
Leuchtkraft A 13400 L
B 1700 L
Oberflächentemperatur A 22400 K
B 18500 K
Andere Bezeichnungen
und Katalogeinträge
Bayer-Bezeichnung α Virginis
Flamsteed-Bezeichnung 67 Virginis
Bonner Durchmusterung BD -10° 3672
Bright-Star-Katalog HR 5056
Henry-Draper-Katalog HD 116658
SAO-Katalog SAO 157923
Tycho-Katalog TYC 5547-1518-1
Hipparcos-Katalog HIP 65474
Weitere Bezeichnungen: CCDM J13252-1109

Spica (lat. Kornähre), auch α Virginis, Azimech oder Alaraph genannt, ist der hellste Stern im Sternbild Jungfrau und der fünfzehnthellste Stern am nächtlichen Sternenhimmel.

Im Sternbild Jungfrau stellt Spica die Kornähre in der Hand der Jungfrau dar. In Mesopotamien war Spica unter dšala šubultu (Gott/Göttin Schala, die Kornähre), später auch Göttliche Jungfrau der Kornähre, bekannt. Die Römer glaubten, in Spica die Göttin Ceres zu sehen. Römische Namen sind Spicum, Spigha, Stachys (von gr. stakhum Kornähre) und Aristae Puella (Kornmädchen).

Spica ist ein Bedeckungsveränderlicher Stern vom Typ der Beta-Cephei-Sterne wie der Algol. Die Helligkeit der Spica verändert sich mit einer Periode von 4,0142 Tagen zwischen +0,92 mag und +0,98 mag. Diese geringe Helligkeitsschwankung ist visuell kaum feststellbar.

Beide Komponenten von Spica gehören zum Spektraltyp B (B1 bis B4), wobei sich der hellere Stern nahe am Ende seiner stabilen Zeit als Hauptreihenstern befindet. Die beiden Sterne gehören zu den heißesten der hellen Sterne am Nachthimmel. Durch die hohe Temperatur wird ein Großteil des Lichtes im unsichtbaren ultravioletten Bereich abgestrahlt.

Der hellere Stern hat eine Temperatur von 22.400 K und eine 13.500-fache Sonnenleuchtkraft. Der Radius beträgt das 7,8-fache der Sonne, das sind fast 30% des Abstandes der beiden Sterne. Die Masse des helleren Sternes beträgt das Elffache der Sonne. Das ist genug, um den Stern als Supernova enden zu lassen.

Der nicht so bekannte weniger helle Begleitstern hat eine Oberflächentemperatur von 18.500 K, 1.700-fache Sonnenleuchtkraft, vierfachen Sonnenradius und etwas weniger als die siebenfache Sonnenmasse.[1]

Spica kann als ekliptiknaher Stern vom Mond und (sehr selten) von Planeten bedeckt werden. Die letzte Bedeckung von Spica durch einen Planeten erfolgte am 10. November 1783 durch die Venus, die nächste wird am 2. September 2197 wieder durch die Venus erfolgen.

Siehe auch: Frühlingsdreieck

Anmerkungen und Einzelnachweise

  1. http://www.astro.uiuc.edu/~kaler/sow/spica.html

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