Alphonso Joseph D'Abruzzo
Alan Alda 1994 bei der Emmy-Verleihung

Alphonso Joseph D’Abruzzo alias Alan Alda (* 28. Januar 1936 in New York) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Drehbuchautor sowie Filmregisseur.

Inhaltsverzeichnis

Biographie

Alan ist der Sohn von Robert Alda (Rhapsody In Blue, Solange es Menschen gibt) und dessen Frau Joan. Er litt im Alter von sieben bis neun Jahren an Kinderlähmung.

Sein Bühnendebüt gab er am Sommertheater in Barnesville, Pennsylvania, im Alter von sechzehn Jahren. Anschließend studierte er Englisch an der Fordham University in New York. Während dieser Zeit verbrachte er nicht nur ein Studienjahr in Europa, sondern war auch kurze Zeit Mitglied im Reserve Officer Training Corps ROTC. Während der Ausbildung zum Reserveoffizier erstarkte Aldas pazifistische Grundeinstellung; er nutzte schließlich seinen schlechten Gesundheitszustand als Begründung, um das Training abzubrechen. In seinem letzten Jahr in Fordham lernte er seine spätere Frau Arlene Weiss kennen, die eine begabte Musikerin mit einem Fulbright-Stipendium war. Sie heirateten 1957. Beide haben miteinander drei Töchter: Eve (* 1958), Elizabeth (* 1960) und Beatrice (* 1961).

Nach dem College bekam Alda ein Engagement am Playhouse in Cleveland, Ohio und ein Fordham-Stipendium. In New York, machte er sich einen Namen in Off-Broadway- und Broadway-Produktionen. Es folgten TV- und Film-Angebote, in denen er beim Publikum jedoch noch keinen nachhaltigen Eindruck hinterließ.

Während er 1972 den Fernsehfilm The Glass House nach einem Drehbuch von Truman Capote drehte, bekam er das Drehbuch für eine neue auf dem Robert-Altman-Film M*A*S*H basierende Fernsehserie. Obwohl ihm das Buch gefiel, unterschrieb er den Vertrag erst nach einem Gespräch mit Regisseur Gene Reynolds und Produzent Larry Gelbart nur wenige Stunden vor Drehbeginn. Er wollte sich vergewissern, dass die Fernsehserie M*A*S*H nicht nur eine weitere Militärklamotte werden würde. Dazu ließ er vertraglich festhalten, dass mindestens eine Szene pro Folge im Operationssaal spielen sollte, um den Kriegshintergrund der Serie zu betonen, was auch mit wenigen Ausnahmen so erfolgte.

In M*A*S*H spielte er den Arzt Benjamin Franklin „Hawkeye“ Pierce elf Jahre von 1972 bis 1983. Für M*A*S*H gewann er etliche Auszeichnungen. Er erhielt Emmys in den Sparten Drehbuch, Regie und Schauspieler. Bisher ist Alda der Einzige, der in all diesen Kategorien für eine Serie geehrt wurde. Als Pazifist war die Rolle des Hawkeye Pierce wie geschaffen für ihn, schon vor seiner Universitätszeit hatte er aus seiner Haltung keinen Hehl gemacht.

Trotz seiner Arbeit in der Serie schrieb er Drehbücher für Filme sowie das Drehbuch für seinen ersten eigenen Film, führte Regie und übernahm die Hauptrollen. So auch im Jahr 1977 in dem Film Der Mann in der Todeszelle über den Fall des Caryl Chessman, der zwölf Jahre in der Todeszelle auf seine Hinrichtung warten musste. Außerdem entwickelte er eine recht kurzlebige Familienserie mit dem Titel We’ll get by. Anleihen dafür holte er sich bei seinem eigenem Familienleben. Auf Grundlage der Filmkomödie Four Seasons (1981) wurde ebenfalls eine Serie entwickelt, die aber genauso wenig erfolgreich war. Daneben wirkte er an zahlreichen anderen Projekten mit.

Nach dem Ende von M*A*S*H wirkte er in weiteren Filmen mit, verfasste Drehbücher und führte Regie. Mit Woody Allen arbeitete er dreimal vor der Kamera zusammen, und für seine Rolle in Verbrechen und andere Kleinigkeiten wurde er mit dem New York Film Critics Award und dem D.W. Griffith Award ausgezeichnet.

1992 kehrte er mit dem Neil-Simon-Stück Jake’s Women auf die Bühne zurück. Seitdem gibt er wieder regelmäßig Gastspiele auf der Bühne.

Um 1994 wurde er in die Television Hall of Fame aufgenommen.

1999 kehrte er für Emergency Room in den Operationssaal zurück, indem er in fünf Folgen die Rolle des Dr. Gabriel Lawrence spielte.

2000 spielte er neben Mel Gibson und Helen Hunt in der erfolgreichen Komödie Was Frauen wollen.

Von 2004 bis 2006 gehörte er zur Besetzung der äußerst erfolgreichen Serie The West Wing, in der Martin Sheen den US-Präsidenten spielt. Für diese Rolle bekam Alda 2006 den Emmy als bester Nebendarsteller verliehen.

Filme (Auswahl)

Auszeichnungen

Alda konnte je sechsmal den Emmy und den Golden Globe, für den er insgesamt 16-mal nominiert war, gewinnen. 2005 erhielt er eine Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller in Aviator.

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