Alsólakos
Lendava
Lendva
Wappen fehlt
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Lendava (Slowenien)
DEC
Basisdaten
Staat: Slowenien
Bezirk: Murska Sobota
Historische Region: Prekmurje
Statistische Region: Pomurska
Koordinaten: 46° 33′ N, 16° 27′ O46.5516.45160Koordinaten: 46° 33′ 0″ N, 16° 27′ 0″ O
Höhe: 160 m ü. A.
Fläche: 123,0 km²
Einwohner: 11.420 (31. Dez. 2005; Zählung 2002: 11.151)
Bevölkerungsdichte: 93 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+386) 02
Postleitzahl: 9220 u. 9223
Kfz-Kennzeichen: MS
Struktur und Verwaltung
Gliederung: 23 Ortsteile
Bürgermeister: Anton Balažek (unabhängig)
Webpräsenz:
Sonstiges
Stadtfest: Lendavska trgatev (Weinlesefest)

Lendava (früher Donja Lendava; ungar. Lendva, früher Alsólendva; dt. auch Lindau, früher Unter-Limbach) ist die östlichste Gemeinde Sloweniens, in der Region Prekmurje (dt. Übermurgebiet). Die Gemeinde grenzt im Osten an Ungarn und im Süden an Kroatien. Sie gehört großteils zum slowenisch-ungarisch ethnisch gemischten Gebiet Sloweniens.

Es besteht eine Städtepartnerschaft zu Zalaegerszeg in Ungarn.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Bevölkerung

Die Gemeinde Lendava (slowen. občina Lendava, ungar. Lendva Község) hat 11.000 Einwohner, von denen 52,2 % weiblich und 47,8 % männlich sind (31. Dezember 2005). Das durchschnittliche Monatseinkommen beträgt 979 € brutto bzw. 628 € netto (08.2003). Die Ortschaft Lendava selbst hat 3.400 Einwohner.

90,2 % der Einwohner der Gemeinde waren bei der Volkszählung 2002 slowenische Staatsbürger, 6,3 % Kroaten, 1,1 % EU-Bürger (damals EU-15), 0,8 % Jugoslawen (heute: Serben und Montenegriner), 0,5 % Bosnier, 0,3 % Mazedonier und 0,8 % andere.

Als Muttersprache gaben 46,8 % der Bevölkerung Slowenisch und 42,1 % Ungarisch an. Ferner sprachen nach eigenen Angaben 7,3 % Kroatisch, 0,9 % Romani und 1,4 % sonstige Sprachen. [1] Amtssprache ist Slowenisch und in 20 der 23 Ortsteile auch Ungarisch.

Ortsteile

Die Gemeinde Lendava umfasst 23 Ortsteile (Einwohnerzahlen der Volkszählung 2002; Sortierung nach postalischen Orten):

  • postalisch 9220 Lendava:
    • Lendava (ungar. Lendva), 3.395 Einw., 160 müA, Amtssprachen: Slowenisch u. Ungarisch
    • Petišovci (ungar. Petesháza), 843 Einw., 159 m, Amtssprachen: Slowenisch u. Ungarisch
    • Hotiza, 777 Einw., 165 m, Amtssprache: Slowenisch
    • Čentiba (ungar. Csente), 756 Einw., 175 m, Amtssprachen: Slowenisch u. Ungarisch
    • Dolga vas (ung. Hosszúfalu), 621 Einw., 162 m, Amtssprachen: Slowenisch u. Ungarisch
    • Lendavske Gorice (ungar. Lendvahegy), 586 Einw., 288 m, Amtssprachen: Slowenisch u. Ungarisch
    • Gaberje (ungar. Gyertyános), 539 Einw., 163 m, Amtssprachen: Slowenisch u. Ungarisch
    • Kapca, 450 Einw., 164 m, Amtssprachen: Slowenisch u. Ungarisch
    • Gornji Lakoš (ungar. Felsölakos), 438 Einw., 162 m, Amtssprachen: Slowenisch u. Ungarisch
    • Mostje (ungar. Hidvég), 363 Einw., 163 m, Amtssprachen: Slowenisch u. Ungarisch
    • Dolina pri Lendavi (ungar. Völgyifalu), 343 Einw., 166 m, Amtssprachen: Slowenisch u. Ungarisch
    • Trimlini (ungar. Hármasmalom), 330 Einw., 160 m, Amtssprachen: Slowenisch u. Ungarisch
    • Dolgovaške Gorice (auch Dolgovšgorice, ungar. Hosszúfaluhegy), 277 Einw., 327 m, Amtssprachen: Slowenisch u. Ungarisch
    • Dolnji Lakoš (ung. Alsólakos), 243 Einw., 162 m, Amtssprachen: Slowenisch u. Ungarisch
    • Pince, 205 Einw., 164 m, Amtssprachen: Slowenisch u. Ungarisch
    • Brezovec, 180 Einw., 287 m, Amtssprache: Slowenisch
    • Kot (ungar. Kót), 136 Einw., 164 m, Amtssprachen: Slowenisch u. Ungarisch
    • Pince Marof (ungar. Pincemajor), 115 Einw., 156 m, Amtssprachen: Slowenisch u. Ungarisch
    • Banuta (ungar. Bánuta), 75 Einw., 163 m, Amtssprachen: Slowenisch u. Ungarisch
    • Benica, 75 Einw., 156 m, Amtssprache: Slowenisch
  • postalisch 9223 Dobrovnik:
    • Radmožanci (ungar. Radamos), 254 Einw., 166 m, Amtssprachen: Slowenisch u. Ungarisch
    • Genterovci (ungar. Göntérháza), 206 Einw., 164 m, Amtssprachen: Slowenisch u. Ungarisch
    • Kamovci (ungar. Kámaháza), 113 Einw., 164 m, Amtssprachen: Slowenisch u. Ungarisch

Geschichte

Das damalige Alsólendva war bis 1918 Verwaltungssitz des gleichnamigen Stuhlbezirks im ungarischen Komitat Zala. Hauptstadt des Komitats war Zalaegerszeg, das heute Partnerstadt von Lendava ist. Nach dem Zerfall Österreich-Ungarns kam die sog. Murinsel (das Gebiet um Lendava und die heutige kroatische Gespanschaft Međimurje) im Jahr 1919 an das neu gegründete Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen. Dies wurde 1920 durch den Vertrag von Trianon völkerrechtlich bestätigt.

Politik

Derzeitiger Bürgermeister ist Anton Balažek. Es ist seine zweite Amtszeit, die 2009 enden wird. Balažek gewann die letzten Wahlen mit einer eigenen Liste und durch die Unterstützung links-liberaler Parteien.

Infrastruktur

Bildung

In Lendava gibt es 2 Grundschulen, von denen eine behindertengerecht gebaut ist. Die Mittelschule in Lendava (DSS) wurde 1903 gegründet. 1945 und in der Nachkriegszeit wurde das Programm der Schule erweitert, u.a. um technische Richtungen. Später kam auch die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann und das Gymnasium hinzu. Seit 1981 wird der Unterricht an der Schule sowohl in Slowenisch als auch in Ungarisch angeboten. 2005 wurde ein neues, moderneres Schulgebäude errichtet, das aus 25 Klassenzimmern, einer Werkstätte, einer Turnhalle und einem Sportplatz besteht.

Verkehr

Lendava ist seit 2008 an die Autobahn A5 (MariborNagykanizsa) angeschlossen. Ferner existiert ein Güterbahnhof.

Wirtschaft

An Lendava führen wichtige Erdöl- und Gas-Pipelines vorbei. Diese führten bis Ende der 1980er Jahre auch zum Betrieb der ehemaligen Raffinerie des Konzerns Nafta Lendava. Nach den Zerfall Jugoslawiens kam der Konzern in finanzielle Schwierigkeiten. Die Raffinerie wurde an ein chinesisches Unternehmen verkauft; geblieben sind die Fabriken für Methanol und Klebstoffe. Nach jahrelanger Sanierung wurde der Nafta-Konzern in 6 Tochtergesellschaften aufgeteilt und diese wiederum alle verstaatlicht. In den letzten Jahren mehren sich die Anfragen potentieller – meist russischer - Käufer einiger Tochtergesellschaften.

Weblinks

Quellen

  1. Statistisches Amt der Republik Slowenien (1,4 % sonstige Sprachen = 0,4 % Serbisch, 0,3 % Serbokroatisch, 0,3 % Albanisch, 0,1 % Bosnisch, 0,1 % Deutsch, 0,2 % andere; 1,6 % machten keine Angaben)

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