Alt Czymochen

Stare Cimochy (deutsch: bis 1929 Alt Czymochen, 1929-1945 Finsterwalde) ist ein zur Gemeinde Kalinowo zählendes Dorf im nordöstlichen Masuren in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren, Landkreis Ełk.

Geographie

Das Dorf befindet sich 4,5 Kilometer östlich der Ortschaft Kalinowo (deutsch Kallinowen), an einer von Maże nach Ginie führenden Landstraße.

Geschichte

Alt Czymochen wurde 1474 gegründet.

Mit der preußischen Gebietsreform vom 27. Mai 1874 gehörte das Dorf verwaltungstechnisch als Landgemeinde zum Amtsbezirk Kallinowen im Landkreis Lyck, der neben Alt Czymochen die Gemeinden Dorschen, Gingen, Iwaschken, Kallinowen, Kokosken, Kowahlen, Maschen, Marczynowen, Pientken und Trentowsken umfasste.

Am 1. Dezember 1910 wurden in Alt Czymochen 135 Einwohner gezählt.

Alt Czymochen wurde am 18. Juni 1929 im Zuge der zunehmenden Eindeutschung von Ortsnamen masurischer Herkunft in Finsterwalde umbenannt, was in Herleitung aus dem im Ortsnamen Czymochen zugrunde liegenden slawischen Wort ciemmy für finster geschah.

1931 wurde der Amtsbezirk Kallinowen neu strukturiert mit den nun dazugehörigen Dörfern Blumental (Pientken), Dluggen, Dorschen, Finsterwalde, Gingen, Hennenberg (Kokosken), Iwaschken, Kallinowen, Kolleschnicken, Kreuzborn, Maaschen, Martinshöhe (Marczynowen) und Prawdzisken.

1933 sind in Finsterwalde (Alt Czymochen) 143 Einwohner verzeichnet.

1939 hatte Finsterwalde nur noch 129 Einwohner.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 fiel das zum Deutschen Reich (Ostpreußen) gehörende Finsterwalde an Polen. Die ansässige deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht geflüchtet war, nach 1945 größtenteils vertrieben bzw. ausgesiedelt und neben der angestammten polnisch-masurischen Minderheit durch Neubürger aus anderen Teilen Polens ersetzt. Finsterwalde wurde in der polnischen Übersetzung des historischen Ortsnamens Alt Czymochen in Stare Cimochy umbenannt.

Von 1975 bis 1998 gehörte Stare Cimochy zur damaligen Woiwodschaft Suwałki, kam dann 1999 zur neu gebildeten Woiwodschaft Ermland-Masuren.


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