Altbelgern
Das Modell vom Schloss Martinskirchen im Miniaturenpark Elsterwerda.

Martinskirchen ist ein Stadtteil von Mühlberg, der an der Elbe auf der halben Strecke zwischen Torgau und Riesa liegt. Bis nach Leipzig sind es etwa 80 Kilometer.

Die landschaftlich reizvolle Lage im Elbauegebiet veranlasste wahrscheinlich auch Friedrich Wilhelm Graf von Brühl 1739 das Gut Martinskirchen zu erwerben und hier sein Jagd- und Lustschloss zu errichten.

Zu Martinskirchen gehört die Ortschaft Altbelgern. Altbelgern wurde im Jahr 1240 das erste mal urkundlich erwähnt. Der Name bezieht sich auf den westlich gelegenen Ort Belgern. Belgern wiederum bedeutet weißer Ort.[1]

Inhaltsverzeichnis

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Barockschloss

Das Schloss wurde 1754 in nur zweijähriger Bauzeit durch Obersteuereinnehmer Graf Friedrich Wilhelm von Brühl errichtet. Es diente ursprünglich als Jagd- und Lustschloss. So entstanden im Umfeld großzügig angelegte Parks und Gärten. Ab 1825 trat die wirtschaftliche Nutzung der Güter in den Vordergrund, dafür musste auch ein Teil der Gartenanlagen weichen.

Dorfkirche

1253 erstmals erwähnt ist die Kirche im Kern romanisch. 1697–1699 wurde sie nach einem Brand erweitert und umgebaut. Im Jahr 1904 erfolgte erneut eine Renovierung, dabei wurde sie außen und innen verputzt. In der Kirche befindet sich ein Kanzelaltar aus dem Jahre 1697. Weiterhin steht im östlichen Teil ein vasenartiger Taufstein. Im südlichen Teil des Turmes hängt die Mönchsglocke, sie hat im Gegensatz zu ihren beiden Schwestern beide Weltkriege überlebt.

Bockwindmühle

Die Bockwindmühle wurde 1834 erbaut und ist das von weiten sichtbare Wahrzeichen von Altbelgern. Von 1990 bis 1993] erfolgte eine Restaurierung des Mühlenkörpers. Sie befindet sich bis in die heutige Zeit im Familienbesitz und ist teilweise noch funktionstüchtig. Der Eigentümer Nitzsche gibt auf entsprechende Anfragen gern Auskunft zur Baugeschichte und Funktionsweise der Mühle.[2]

Sühnestein

In altgermanischen Zeiten war die Blutrache Recht und Pflicht jedes Stammesmitgliedes. Als die Staatsautorität erstarkte, wurde die Blutrache verboten. Wurde sie trotzdem ausgeübt, so traf den Mörder neben anderen Strafen auch die, ein Sühnekreuz zu errichten. So entstand auch dieses Kreuz für eine Bluttat.

Fußnoten und Einzelnachweise

  1. Märkische Oderzeitung, 25./26. November 2006, S. 13
  2. Märkische Oderzeitung, 25./26. November 2006, S. 13

51.47138888888913.2030555555567Koordinaten: 51° 28′ 17″ N, 13° 12′ 11″ O


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